Gesundheitsfond -wofür?

Letzter Beitrag 09-10-2008, 17:36 von yahel. 10 Antworten.
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  •  03-10-2008, 11:36 21333

    Heute nun ist es amtlich: die Beitragssätze steigen auf ca.16%.

    Dank an eine Regierung, von denen sehr sehr viele in den Aufsichtsräten der Pharmekonzerne sitzten, bzw. nach Ihrer Amtszeit sitzen werden.

    Für mich selbst heißt das nächstes Jahr ca.1200 € weniger . Und was bekomme ich dafür?
    - kaum noch ein Rezept, i.allg. muß ich die Rezepte selbst bezahllen,
    - kaum noch Zuschüsse bei Zahnersatz
    - auch für meine beiden Kinder (die nun beide über 18 und in Ausbildung sind) fallen immer höhere Kosten an
    - Praxisgebühren zusätzlich
    - sehr lange Wartezeiten bei Arztterminen
    - Einschränkungen bei Krankenhaus und Arztwahl
    - Einschränkungen bei Medikamentenwahl (auch bei lebenswichtigen)

    Und was bekommen andere?
    - die Renditesteigerungen der Pharmakonzerne muß ich hier nicht aufführen
    - von 400 neu zugelassenen Medikamenten im letzten Jahr waren ganze 8 neu, der Rest Kombipräparate zum Zwecke der Gewinnsteigerung
    - für die ordentliche Bezahlung der Pflegekräfte z.B. kann das Geld ja nicht sein, denn trotz Zehntausender arbeitsloser Pflegekräfte will man billig Arbeitslose zwangsbeschäftigen (ohne Kenntnisse auf Kosten der Patienten)

    Ach so, staatlich Beschäftigte wie Beamte (darunter auch Politiker) und Hartz4er betrifft das nicht, deren Gesundheit bezahle auch ich noch obendrauf.

    Und dann kommt meine Tochter von der Schule nach Hause und erzählt mir das im Staatsbürgerkundeunterricht - nein heute Gemeinschaftskundeunterricht - von Ihrem CDU-lastigem Lehrer erzählt wurde wie gut unsere freiheitliches System ist und das wir doch froh sein können nicht mehr in der DDR leben zu müssen.

    03.10.08 11:35:00

    Er sagte: "Seid glücklich und zufrieden, denn es könnte noch schlimmer kommen" . Und sie waren glücklich und zufrieden und es kam noch schlimmer.
  •  05-10-2008, 12:08 21368 Antwort zu 21333

    @Denkerist:

    Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Im deutschen Gesundheitswesen verdienen sich einige eine goldene Nase (Pharmakonzerne, Medizintechnikkonzerne, Chefärzte etc.) und die gestiegenen Kosten werden auf die Allgemeinheit umgelegt. Dass dies nicht so auffällt, hat man den Gesundheitsfond erfunden, der ein neues bürokratisches Instrumentarium der Umverteilung unter den Kassen ist.

    Ich prophezeihe Ihnen, dass ein Versicherungssatz von 15,5 % oder 16,0 % noch nicht das Ende der Fahnenstange in Deutschland sein wird. In wenigen Jahren (2-3 Jahren) rechne ich mit einem Krankenversicherungssatz von annähernd 17,0 % oder 17,5 %. Vielleicht wird wegen der Lohnnebenkosten die zusätzlichen Beiträge nur von den Versicherten und nicht solidarisch von AN/AG gemeinsam finanziert.

    Wir bräuchten in Deutschland einmal eine grundlegende Gesundheitsreform. Jedoch müsste der jetzige Zustand, die demographische Entwicklung und weitere zu erwartende Entwicklungen schon berücksichtigt werden. Vielleicht wäre die daraus gewonnene Erkenntnis für alle nicht angenehm - verpassen wir jedoch die Chance zur Reform - wird es meiner Meinung weitaus schlimmer für alle Beteiligte im Gesundheitswesen (Anbieter, Arbeitnehmer und AG).
    Lieber3103
  •  05-10-2008, 16:34 21377 Antwort zu 21333

    @Denkerist,

    EINWANDFREI. Das habe ich schon damals in meinem Nokia-Beitrag angedeutet [... was da noch alles auf uns zukommen wird] Ich fühle mich in meiner Haltung bestätigt, dass wirklich nur noch geholt wird, was zu holen ist.

    Auch wenn mich wieder einige hier abstrafen – als Propheten, als Pessimist. Es ist so wie sie schreiben @Denkerist, ein Alptraum wird Realität. Der Bürger wird in seinen Kosten ersaufen. Alles wird immer noch teurer, obwohl der überwiegende Teil der Menschen in Deutschland nicht mehr wissen, wo das Geld herkommen soll. Vielleicht will man ja noch die Finanzkrise mit den Mehreinnahmen stützen. Bin wirklich gespannt, wie lange das noch gut geht – Frau Bundeskanzlerin.

    Sie dürfen auch einmal hier lesen, was der Gesundheitsfond für Lügenpacket ist. Lesen Sie diese Seiten nur aufmerksam durch. http://www.impulse.de/politik/1004481.html

    Achos, die Erbschaftssteuerreform steht auch noch zur Debatte. Das wird dann der nächste Knaller, wenn kleine Familienunternehmen dann aufhören müssen, weil sie in der Steuerlast ebenfalls ersaufen werden.

    Frau Merkel spricht so - und handelt aber ganz anders. Soll doch wieder alles so sein wie früher?
  •  05-10-2008, 21:42 21385 Antwort zu 21333

    sibelinus ist nicht online. Letztmals aktiv: 16-10-2008, 18:59 sibelinus
    Top 100 Mitwirkender Registriert am 09-09-2008 Beiträge 15
    Der Gesundheitsfonds beruft sich auf die Solidarität der gesetzlich Versicherten, so wie die Rentenversicherung und der Aufbau Ost, mit dem freierfundenen Solidaritätszuschlag.

    Die Gesundheitsreform - die sich den Einheitsfonds hat einfallenlassen - zementiert nunmehr endgültig unsre Zweiklassenmedizin und läßt weiterhin einen Großteil der Ersterklassemedizin, über Steuern der angesprochenen Solidargeminschaft, mitfinanzieren, Zum Dank dafür darf die Solidargemeinschaft, mit 10 €/Quartal Zulassungsgebühr extra, beim Arztbesuch, dem Erstklassemedizinberechtigten den Vortritt lasen.

    Das alles ist nur möglich, weil wir mehrheitlich von Beamten regiert werden, die die Erstklassemedzin für sich in Anspruch nehmen kann. So lange wir noch mit diesem Staat im Staate Vorlieb nehmen, wird Solidarität in Berlin auch weiterhin korumpiert werden.
  •  05-10-2008, 22:16 21386 Antwort zu 21333

    Jonas ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 22:26 Jonas
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.048
    Denkerist:
    steigen auf ca.16%

    Nein, sie vergessen die 0.9% Zuschlag, die man als Arbeitnehmer zahlt, und die vor allem eingeführt wurden, um die Beitragszahlhöhe nach unten anzuhübschen, ebenso wie der Solidaritätszuschlag unsere Steuerlast optisch nach unten korrigieren soll.

    Sie werden als Bürger halt an jeder Ecke nach Strich und Faden betrogen.


    Ärzte haben ein durchschnittliches Einkommen von 120000 EUR, zumindest nennen sie dem Finanzamt diese Summe. Das Problem war also nicht deren Einkommen, das war fürstlich, sondern dasselbe, was auch das Problem der gesamten Gesellschaft ist: Die Schere zwischen Arm und Reich. Es gab halt viele unternehmerisch schlechtere Ärzte, die arm waren, deren Praxis nicht überlebte, und vermutlich waren das die medizinisch besseren.

    Wir haben ein Verteilungsproblem das unbedingt mal grundsätzlich angegangen werden muß, auch zum Wohle der Gesellschaft.

  •  06-10-2008, 8:35 21388 Antwort zu 21333

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 27-11-2008, 7:54 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 860
    @ Denkerist

    Der Gesundheitsfonds ist eine Farce.

    Die wesentlichen Gründe sehe ich allerdings etwas anders als Sie:

    1.) Pharmaindustrie trägt ihren Anteil insoweit, als Kunden selbst ein Interesse daran haben, preisgünstige Merdikamente zu beziehen. (Eigenzahlung/Eigenanteile steigen!). Dier Pharmaindustrie ist nicht Wohltäter des Systems (Autoindustrie auch nicht!)
    2.) Die immer bessere Versorgung der Alten, die kaum einen Cent einzahlen, zahlen wir Beitragszahler zusätzlich!
    3.) Ärzte und Praxen gehören noch immer zu den bestverdienenden Gruppen.
    4.) Keine Kontrollen durch Patienten durch ein völlig intransparentes System (kassenärztliche Vereinigungen).
    5.) Ausufernde Bürojratie bei den Krankenkassen.
    6.) Keine Kontrollen durch den Staat durch ein völlig intransparentes System (kassenärztliche Vereinigungen)
    7.) Noch immer Selbstbedienungsmentalität bei vielen Alten (die sind es seit Jahren so gewohnt), bei allem was die Kassen hergeben.
    8.) Beamte belasten die Kassen nicht. Beamte haben eine Private Krankenversicherung, die sich selbst trägt. Zu diesem Kostengünstigen System trägt der Arbeitgeber i.d.R 50 % der Kosten (so wie grds. bei den gesetzlichen Kassen auch - Kostenfreie "Mitversicherung" der Familienmitglieder gabe es beei Beamten NIE.)
    9.) Tatsächlich müssen wir froh sein, dass das Unrechtsystem DDR nicht mehr existiert. Das System war menschenverachtend, kriminell, eine Diktatur, ein Polizeistaat, ein Mörderstaat, ein Terrorstaat und bot den normalen Menschen erheblich weniger, als selbst dem Sozialhilfeempfänger heute in Deutschland geboten wird!
    10.) Zu den Schulkindern: In der Tat ist es eine Kathastrophe, dass Kraneknassen immer mehr verschlingen (hauptsächlich wegen der immer größeren Zahl von Alten), während das Bildungssystem wegbricht! Hier finden Sie in mir immer einen "Verbündeten": Bildung ist Sache der Allgemeinheit!!! Von guter Bildung haben ALLE gut!!! Schlechte Bildung trifft die Schwächsten: Kinder!!! DAS ist der eigentliche Skandal des Gesundheistwesens: Es wird immer mehr Geld dafür ausgegeben, während bei der Bildung und Erziehung gekürzt wird bis die Schwarte knackt!

    WANN GEHEN WIR FÜR DIE BILDUNG AUF DIE STRASSE ?????????????ß

  •  06-10-2008, 9:26 21389 Antwort zu 21388

    Von Ihrem Punkt 9 abgesehen gebe ich Ihnen recht, das mit der kassenärtzlichen Vereinigung ist ein wesentlicher Punkt. Die macht das System undurchsschuabar. So weiß ein Arzt nicht was seine Leistung in Geld wert ist, er bekommt ja nur Punkte. Ich denke aber das ist so gewollt.
    Zu Ihrem Punkt 9 :
    Die DDR bot dem normalen Menschen EBEN NICHT erheblich weniger, als selbst dem Sozialhilfeempfänger heute in Deutschland geboten wird! Er mußte nämlich arbeiten. Das am Rande.

    Nach der Wende mußten hier im Osten alle Polikliniken geschlossen werden (nur eine, in Berlin hat überlebt) . Das war das was es heute z.B. in Bayern wieder unter dem Namen "Medizinisches versorgungszentrum" neu erfunden wurde. So ziemlich exakt das gleiche. Viele verschiedenen Ärzte (Allgemeinmediziner, Spezialisten und auch Zahnärzte) in einem Haus. Der Vorteil ist bei cleverer Anlage daß z.B. nur eine Röntgenabteilung erforderlich ist, teure geräte nur einmal angeschaft und dann gut ausgelastet werden. Meinethalben, in der DDR hatte man nicht soviel Geld um das für alle Ärtze bereitzustellen, das war der Grund. Aber heute ist das ja nicht anderes.
    Interessant ist rückblickend auch dasHauptargument für die Abschaffung der Polikliniken: Die ärztliche Niederlassungsfreiheit wäre eingeschränkt , Geld spielte eben keine Rolle.

    Alles in allem wollte keine Regierung der letzten Jahr dieses System ändern- ein Zeichen für die Verankerung der Pharmalobby in allen sog. Volksparteien. Wird Zeit, daß denen die Macht genommen wird.

    Ja und Bildung: Das ist das künftige Kernproblem Deutschlands. Aber auch das ist politisch gewollt. Über dumme Menschen läßt sich einfacher regieren alsüber ein gebildetes Volk!

    Er sagte: "Seid glücklich und zufrieden, denn es könnte noch schlimmer kommen" . Und sie waren glücklich und zufrieden und es kam noch schlimmer.
  •  06-10-2008, 14:56 21397 Antwort zu 21388

    yahel ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 20:27 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.320
    @ Realist

    Zustimmung zum Inhalt des Beitrages

    „8.) ......................Zu diesem Kostengünstigen System trägt der Arbeitgeber i.d.R 50 % der Kosten ....“

    Ergänzung: Nur dann, wenn der Beamte eine beihilfefähige Rechnung vorweist!

    „.....(so wie grds. bei den gesetzlichen Kassen auch - Kostenfreie "Mitversicherung" der Familienmitglieder gabe es beei Beamten NIE.)“

    Werden Ehefrauen und Kinder mitversichert, so sind für sie mindestens ¼ des Vollbeitrages zu zahlen.

    „Schlechte Bildung trifft die Schwächsten: Kinder!!!“

    .....und nützt denen, die sie zu verantworten haben. Das sind nicht nur Politiker, sondern auch in verstärktem Maße Lehrer, die sich auch nach 30 Berufsjahren wie Schüler verhalten. Am Ende schadet schlechte Bildung der gesamten Bevölkerung eines Staates.

    „WANN GEHEN WIR FÜR DIE BILDUNG AUF DIE STRASSE ?????????????ß“

    Nie!
    Die, die es unmittelbar betrifft, trauen sich aus Furcht vor Lehrerrepressalien nicht. Die meisten Schüler haben das System nicht durchschaut und funktionieren nur.
    Die meisten Eltern gehen nicht, weil sie das Ende der Schulzeit ihrer Kinder sehen, danach ist ihnen Schule egal.
    Die Lehrer nicht, weil sie dazu keine Anweisung bekommen werden und selbständiges, eigenverantwortliches Handeln ohnehin verboten ist.
    Wenn wir beide gehen werden wir kaum Aufsehen erregen und eher als Exoten belächelt werden.

    jens.muche@t-online.de
  •  06-10-2008, 18:54 21401 Antwort zu 21388



    "Der Gesundheitsfonds ist eine Farce.

    Die wesentlichen Gründe sehe ich allerdings etwas anders als Sie:

    1.) Dier Pharmaindustrie ist nicht Wohltäter des Systems (Autoindustrie auch nicht!)"

    Nein, weiss Gott nicht: durch finanzstarke Lobbypolitik zahlen wir in Europa mit die höchsten Arzneimittelpreise.
    Der zweitgrößte Posten bei den Gesundheitsausgaben sind Medikamenten, die besonders (neben den Kramkenhausausgaben) auch für die letzten Erhöhungen. Insbesondere durch Pseudoinnovationen werden die
    Preise hochgehalten. Schon lange gibt es von Medizineren die Forderung die Anzahl der Medikamente zu verringern.
    Die Lobby hat sich erfolgreich dagegen gewehrt.

    "2.) Die immer bessere Versorgung der Alten, die kaum einen Cent einzahlen, zahlen wir Beitragszahler zusätzlich!"

    Was ist damit gemeint? Es gibt keine bessere Versorgung der Alten, die nicht auch für die jungen gilt, die später alt werden.

    "3.) Ärzte und Praxen gehören noch immer zu den bestverdienenden Gruppen."

    Zu pauschal, fragen Sie mal die Ärzte in Ost-Deutschlnad. Zudem. Nicht jeder verdient so gut we ein Kieferothopäde.
    Und. wer sich wirklich mal mit den Vergütungen befasst hat, die üblicherweise bei einem Praxisbesuch (Gesprächsgebühr, Untersuchung, Rezept, Überweisung) anfallen, dem dürfte klar werden, das damit nicht groß Geld verdient wird. Nur die Masse machts bei den meisten Hausärzten.

    "4.) Keine Kontrollen durch Patienten durch ein völlig intransparentes System (kassenärztliche Vereinigungen). "

    Hier mal Zustimmung: anderseits ist die Frage ob es günstiger wird, wenn jede Rechnung dem Patienten zugestellt wird. Hier wäre regelmässige Stichproben und harte Konsequenzen angebracht. Die KVen decken aber oft Ihre Ärzte und fühle sich nicht verantwortlich: sie spielen den Ball zurück an die KK und an den Patienten.

    "5.) Ausufernde Bürojratie bei den Krankenkassen."

    Wo haben Sie das gelesen, die Verwaltungskosten sind niedriger als bei den Privaten. Auch müssen hier keine Aktionäre "befriedigt" werden. Das teuerste System ist die private KV. Siehe USA , sieh Schweiz: In den USA kommen nur Reiche in den Genuss einer KV, die Vertragsbedingungen sind kompliziert und entahlten viele Ausnahmetatbestände und in CH muss einiges an Zuschüssen zu den Beiträgen seitens des Steuerzahlers !! berappt weden, sonst könnten sich viele Durchschnittsverdiener die Beiträge nicht leisten, trotz hohem Lebenstandard.

    "6.) Keine Kontrollen durch den Staat durch ein völlig intransparentes System (kassenärztliche Vereinigungen)"

    siehe dazu 4.)

    "7.) Noch immer Selbstbedienungsmentalität bei vielen Alten (die sind es seit Jahren so gewohnt), bei allem was die Kassen hergeben.

    Eine Beleidigung der Alten und nach wie vor eine von Ihnen einfach in den Raum geschmissene Behauptung .Werden Sie mal 75 oder 80 oder älter und dann vergleichen Sie, ob sie mehr zum Arzt müssen und mehr Leistungen beanspruchen müssen!! Völlig normal.

    "8.) Beamte belasten die Kassen nicht. Beamte haben eine Private Krankenversicherung, die sich selbst trägt. Zu diesem Kostengünstigen System trägt der Arbeitgeber i.d.R 50 % der Kosten (so wie grds. bei den gesetzlichen Kassen auch - Kostenfreie "Mitversicherung" der Familienmitglieder gabe es beei Beamten NIE.)"

    Beamte belasten den Steuerzahler und geniessen trotzdem PV-Privilegien (" Ach Sie sind privat versichert, dann haben wir heute einen Termin frei") Schutz, da der für den Großteil der Kosten (meiner Meinung nach für 80 % der Kosten, das kläre ich noch) aufkommen muss. Die Familenversicherung ist nicht kostenfrei, sondern im Beitragsatz inbegriffen.
    Wen ic mich recht erinnere, können die Beiträge auch noch von der Steuer abgesetzt werden.

    "9.) ... und bot den normalen Menschen erheblich weniger, als selbst dem Sozialhilfeempfänger heute in Deutschland geboten wird! "

    Essen, Trinken, Dach über dem Kopf. Nicht mehr, nicht weniger. Glaube kaum, das Sie mit Hartz IV oder Grundsicherung darüber hinauskommen würden. Aber Gotts sei Dank, werden Sie das wohl nie erfahren müssen.

    10.) "Zu den Schulkindern: In der Tat ist es eine Kathastrophe, dass Kraneknassen immer mehr verschlingen (hauptsächlich wegen der immer größeren Zahl von Alten), während das Bildungssystem wegbricht!..."

    Nur Sie werden wissen warum Sie die Generation, die die Kinder erst ermöglicht hat, gegen letztere aufrechnen.
    Beide Gruppen haben unseren Respekt und unseren Schutz verdient. Und Sie werden auch nicht jünger.

    "WANN GEHEN WIR FÜR DIE BILDUNG AUF DIE STRASSE .."

    Ich schlage vor bei der Erwachsenenbildung zu beginnen.
  •  09-10-2008, 9:25 21422 Antwort zu 21333

    @Denkerist

    Glückwunsch zu diesem mal treffend, beschreibenden Beitrag. Bin froh, das wirklich Realitätsbezogene Beiträge
    überhaupt noch durchkommen Meine Erwiderung zu Realists Aufzählung wurde leider nicht gesendet: vermutlich weil fast jede seiner Aussage widerlegt werden kann: da das so häufig passiert, will man wohl manchem Peinlichkeiten ersparen;-)
  •  09-10-2008, 17:36 21427 Antwort zu 21388

    yahel ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 20:27 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.320
    @ Realist zweiter Versuch

    „Ist das Wetter mies oder das Butterschiff teuer (oder 1000 andere Events scheiden aus verschiedensten Gründen aus), marschieren Heerscharen von Rentieren (Nutznießer) in die Praxen .......! Eine Mär? Beileibe nicht!“

    „Das zahlt ja die Kasse“ ist der Tenor. Die Krankenversicherung dürfte nicht Versicherung heißen, weil die meisten Menschen in D daraus ableiten, daß sie auch genug wieder herausbekommen müssen, weil sie ja eingezahlt haben. Das ist m.M. nach einer der Hauptpunkte des Mißbrauchs dieses Systems. Das Grundübel ist die massenhafte Unwissenheit über die Funktion eines „Versicherungssystems“ denn es ist nur bekannt, daß es so ein System gibt, wie es funktioniert ist unbekannt. Wäre ein schönes Thema für die Schule.
    jens.muche@t-online.de