Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass es vorangeht. GE rüstet sich mit seinem neuen Großaktionär auf - und wird in nächster Zeit den Markt durch große und gleichzeitig "preiswerte" Aufkäufe v.a. in den USA aufrollen. Innovationen und die Finanzierung von Großaufträgen werden den amerikanischen Elektrokonzern über die Finanzkrise tragen.
Dagegen schaut Siemens als europäischer Player - der z.Zt. noch weniger Marktprobleme hat - durch seine Restrukturierung auf die innere Organisation. Statt jetzt "Dampf in allen Gassen" in Beziehung auf Innovationen zu verbreiten und den Kundenkontakt zu intensivieren kursieren Gerüchte und Ängste in den Gängen des Elektrokonzerns. Die Restrukturierungsmaßnahmen von Siemens mögen die richtige Entscheidung sein - die Entlassungen lassen sich vielleicht auch nicht verhindern. Aber eine Hängepartie sowohl an den deutschen Standorten, als auch weltweit hemmt die Innovationskraft. Im neuen Geschäftsjahr von Siemens (ab 1.10.2008) muss der Vorstand und Aufsichtsrat versuchen wieder Ruhe in die Organisation zu bekommen. Gleichzeitig muss das Tempo an Innovationen merklich gesteigert werden. Daneben müssen auch Neuerungen und Produkteinführungen sowohl im Hause Siemens - als auch in der Öffentlichkeit wieder besser "verkauft" werden. Die Kriegskasse (Liquidität) von Siemens ist sehr gut - Attake statt einem Abwehrkampf muss jetzt die Devise heissen - sonst wird sich GE weltweit weitere Marktanteile erobern und Siemens schaut durchs Ofenrohr ins Gebirge (kann man auch bildhaft nehmen, da der Hauptsitz ja bekanntlich in München ist).
Lieber3103