Warum so ängstlich?

Letzter Beitrag 13-05-2008, 14:12 von Wu-Fu. 5 Antworten.
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  •  05-05-2008, 21:08 17025

    Warum so ängstlich?

    Aktien bringen langfristig bessere Renditen als Rentenpapiere. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Dennoch scheuen viele Anleger angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten den Kauf von Aktienpapieren. Was ist die richtige Strategie?

    Was ist Ihre Meinung?

    Zum vollständigen Artikel bei Handelsblatt.com gelangen Sie hier
  •  06-05-2008, 11:54 17032 Antwort zu 17025

    Das hängt sicherlich vom Einzelnen und seiner Risikofreude ab. Das Problem ist, dass viele zu wenig Ahnung haben und deshalb mit der Mode gehen. Obwohl es sicher zurzeit attraktive Geldanlagen gibt, wie Geldanlagen in Rohstoffen wie Öl und Gold, siehe hier:
    http://forum.forium.de/user-forum-banken-und-geldanlage-f14/geldanlage-gold-und-rohstoffe-t605.html. Hier ist auch von Aktienanlagen die Rede, die relativ sicher sind, so genannte Exchange Traded Funds.

    Eine gute Strategie ist, so sagt man ja immer, langfristig und nicht nur an den schnellen Gewinn denken. Wer gerne mit Risiko anlegt, sollte vielleicht nur einen Teil seines Vermögens in risikohafte Anlagen schichten. Wer das Risiko scheut, kann sein Geld in Tages- und Festgeld zwischenparken, bis das Gewitter vorbei ist. Dort gibt es im Moment auch gute Zinsen: http://www.geld-kompakt.de/2008/03/18/hilfe-finanzkrise-was-sparer-jetzt-tun-sollten/



  •  06-05-2008, 16:12 17059 Antwort zu 17025

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 09-07-2008, 10:53 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 701

    Glauben Sie wirklich, sehr geehrter Kommentator, dass sie hier im Handelsblatt mit dieser einfach gestrickten Ansicht Leute erreichen, die darauf meinen hören zu müssen?


    Der Kommentar klingt wie das Pfeifen im Walde .....!


    Warum so mutig, könnte man fragen! Ich habe meine 500 T€ seit 2000 in "Dax-Werte" angelegt (kaufen Sie Deutschland). Neben den üppigen Depot- und Transaktionskosten habe ich bis heute, 8 Jahre später, darüber hinaus, knapp 15 Prozent meines Vermögens verloren. Insgesamt verloren rund 22 Prozent! Aus meinen 500 T€ sind nun nur noch 410 T€ abzüglich Inflationsrate, also rund 350 T€ real geblieben. Hätte ich ganz normale Schatzbriefe gekauft, dann betrüge mein Vermögen heute etwa 710 T€ nominal, real also rund 580 T€ und damit real etwa 230 T€ mehr als in "Ihren" Aktien. Das wären pro Jahr also rd. 29 T€ mehr als in "Ihren" Aktien. Was verdient noch ein studierter (gesuchter) Maschinenbauingenieur pro Jahr ?


    [...]


    PS: Das Beispiel ist erfunden, die Zahlenangaben sind aber real! Deshalb: Kleinanleger, FINGER WEG VON AKTIEN! [...]

  •  07-05-2008, 9:04 17091 Antwort zu 17025

    "Aktien bringen langfristig bessere Renditen als Rentenpapiere."

    Diese Aussage ist falsch! Sie wird durch Wiederholen nicht richtiger!

    Ich habe im Jahr 2002 eine Analyse über bis zu 100 Jahren also vom Jahr 1902 bis zum Jahr 2002, gemacht! Solide deutsche Aktien (heute Dax-Werte) waren NICHT besser!

    Der Vorstand einer Landesbank war sich nicht zu schade, eine "Gegenbetrachtung" anzustellen. Um mich zu widerlegen wählte er die Jahre 1900 bis 2000. Damit hatte er am Ende das Aktienhoch des Jahres 2000 als Schlusspunkt, sodass unter diesen (und allein diesen) Bedingungen Aktien geringfügig besser abschnitten - jedoch nur, wenn man keinerlei Kosten wie Depotgebühren und Transaktionskosten berücksichtigt.

    Auch in der Zeit danach haben in konkreten Fällen professionell gemanagte Spezialfonds geringerer Renditen erwirtschaftet, als ein vermeintlich "primitiv" in Eigenverantwortung gemanagtes Vermögen!

    Ob es künftig so sein wird weis Niemand! Für die Vergangenheit gibt es keine zwei Meinungen!

    Wer vom Akteinhandel direkt oder indirekt lebt, wird die Ergebnisse nicht wahr haben wollen. Das ist zwar verständlich, aber dennoch unseriös!
  •  12-05-2008, 20:50 17294 Antwort zu 17059

    "...seien Sie clever! Kaufen Sie Aktien!"

    Hört sich an wie auf dem Fischmarkt!
    Der richtige Artikel für alle, die 95 werden wollen und panische Angst haben, die Kohle reicht nur bis 94!
    Altersarmut ist doch in DE wirklich die absolute Ausnahme, und mein Mitleid mit Leuten, die alles verpraßt haben und danach die "Solidarität" der Allgemeinheit einfordern, hält sich echt in Grenzen!

    Aber...wir haben doch wirklich andere Probleme. Da sorgen sich verantwortungsbewußte Familienväter darum, wie sie für ihren Anhang immer die aktuellste Generation von Mobiltelefonen, Klingeltönen dazu, Mp3-Playern, demnächst auch Blueray-disc & Co, genug Alkohol und Glimmstengel sowie den obligatorischen Dom.-Rep.-Urlaub finanzieren können...und Andere protzen hier ungeniert mit ihrem 500T€- Vermögen!? Also wissen Se nee, also wissen Se...


  •  13-05-2008, 14:12 17309 Antwort zu 17294

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 07-07-2008, 20:39 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 164
    Karl Auer:
    "...seien Sie clever! Kaufen Sie Aktien!"

    Hört sich an wie auf dem Fischmarkt!
    Der richtige Artikel für alle, die 95 werden wollen und panische Angst haben, die Kohle reicht nur bis 94!
    Altersarmut ist doch in DE wirklich die absolute Ausnahme, und mein Mitleid mit Leuten, die alles verpraßt haben und danach die "Solidarität" der Allgemeinheit einfordern, hält sich echt in Grenzen!

    Aber...wir haben doch wirklich andere Probleme. Da sorgen sich verantwortungsbewußte Familienväter darum, wie sie für ihren Anhang immer die aktuellste Generation von Mobiltelefonen, Klingeltönen dazu, Mp3-Playern, demnächst auch Blueray-disc & Co, genug Alkohol und Glimmstengel sowie den obligatorischen Dom.-Rep.-Urlaub finanzieren können...und Andere protzen hier ungeniert mit ihrem 500T€- Vermögen!? Also wissen Se nee, also wissen Se...


    Den Fischmarkt-Vergleich finde ich super...

    Ach kommt... Aktien oder Anleihen oder sonst etwas ... Am Ende ist es nunmal die Frage des Market Timing, ob man damit Geld verdienen kann (aus wissenschaftlicher Sicht ist das Unfug). Es gibt ganz viele Wege, um irgendeine Market Timing Strategie zu verfolgen. Jedoch gilt: desto simpler ihr Ansatz desto erfolgloser wird es ausgehen... (z.B. KGVs, Chartanalyse, usw.)

    Wenn man keinen Plan von Kapitalmärkten hat (was auf die meisten Leute zutrifft), dann würde ich immer sagen: Staatsanleihen. Dann ist Ruhe im Karton. Fertig. Man darf sich dann aber auch nicht darüber beschweren, dass man risikofrei nur so ein paar Renditepunkte einsammelt. Es ist die beste Anlagemöglichkeit, wenn man keine Ahnung hat, keine Zeit für Finanzmärkte verschwenden will, kein Verlustrisiko eingehen will, und einfach nur für die Zukunft Sparen will. Es ist nur eine kleine Kompensation für Inflation und "aufgeschobenen Konsum" (z.B. für die Rente).

    Ansonsten gilt: Billig kaufen und teuer verkaufen. Bleibt nur die Frage was denn billig und teuer denn sei? Fragen Sie bloß nicht ihren Fischhändler... Wenn Sie Bilanzen lesen können, kann man auf konservativ machen, und die Frage ob eine Aktie billig oder teuer wird irgendwann simpel. Ich würde mal behaupten, dass die Bilanzanalyse das einfachste derjenigen Instrumente ist um eine Market Timing Strategie zu entwickeln. Und es ist bereits zeitaufwändig, also richtig Kopfarbeit. Alles was darüber hinausgeht: Hardcore-Mathematik mit viel Ahnung über Ökonomie, je kurzfristiger desto übler wird es...