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Aktien: Die Zeit der Stock Picker ist gekommen

Die Börsen haben in diesem Jahr kräftig zugelegt. Die Experten streiten sich, ob die Rally noch einmal Fahrt aufnimmt oder schon bald vorbei sein wird. Beide Seiten haben gute Argumente. Einig sind sie sich in einem Punkt: Die Auswahl der richtigen Aktien wird schwieriger.

Die Märkte sind weit voraus gelaufen. Doch es gibt noch interessante Aktien. Quelle: dpa
Die Märkte sind weit voraus gelaufen. Doch es gibt noch interessante Aktien. Quelle: dpa

FRANKFURT. Die Unsicherheit an den Börsen ist groß. Seit Wochen fehlt den Aktienmärkten die klare Richtung. Der Dax pendelt zwischen 5 300 und 5 800 Punkten. Mal scheint es, als sei die Zeit der Korrektur gekommen. Doch kaum hat der Index ein paar hundert Punkte abgegeben, setzt er auch schon wieder zu Gegenbewegung an. Wie soll das weitergehen? So unsicher die Lage, so widersprüchlich fallen die Prognosen für die kommenden Wochen und Monate aus.

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Manche haben die Hoffnung auf eine Jahresendrally nicht aufgegeben. So sagt etwa Andreas Hürkamp von der Commerzbank weitere Gewinne voraus. "Die Pessimisten sind an den Aktienmärkten wieder in der Mehrheit", sagt der Experte. Und Warren Buffett habe uns gelehrt, dass beim Investieren der Pessimismus der Freund und die Euphorie der Feind sei.

Auch Markus Reinwand von der Helaba sagt: "Es wäre verfrüht, schon jetzt einen Nachruf auf die Aktienrally zu verfassen." In der Zunft der Aktienstrategen zählt Reinwand immer wieder zu den größten Optimisten. Er sagt, nach den "tradingorientierten Investoren", die bislang das Marktgeschehen bestimmt hätten, würden sich nach und nach immer mehr "längerfristig orientierte Anleger aus der Deckung wagen". Nach wie vor liege viel Geld in niedrigverzinslichen kurzfristigen Anlagen, welches in den kommenden Monaten in die Aktienmärkte fließen könne.

Dahinter steckt ein Argument, dass schon seit Monaten immer wieder bemüht wird, um den Aufwärtstrend an den Märkten zu begründen. Es lautet: Die großen institutionellen Investoren wie Versicherer und Pensionskassen, die sich im Chaos der Finanzkrise von den Märkten zurückgezogen hatten, wurden von der weltweit rasanten Kursrally auf dem falschen Fuß erwischt. Jetzt sitzen sie auf Koffern voller Geld und warten nur darauf, in Aktien zu investieren. Klingt vielversprechend. Ob die Großinvestoren ihre Rolle so spielen, wie man es von ihnen erwartet, ist allerdings fraglich.

Nicht wenige Experten gehen inzwischen davon aus, dass die größten Gewinne in diesem Jahr schon eingefahren sind. Auch sie haben gute Argumente. "Die Rallye an den Aktienmärkten war eine großartige Sache, aber ich gehe davon aus, dass dieser dynamische und stabile Aufschwung nicht mehr sehr viel länger anhalten wird. Eine zehn- bis 15-prozentige Korrektur würde mich nicht überraschen", sagt Chuck Royce, Chefanlagestratege von Royce & Associates.

Auch die Strategen der DZ Bank beurteilen die Zukunft eher skeptisch. Von einem Einstieg in den Aktienmarkt raten sie zum jetzigen Zeitpunkt ab. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Aktienmärkte nach der starken Kursentwicklung seit März anfällig für Rückschläge sind."

Seit März hat der Dax gut 60 Prozent gewonnen. Bei einigen Aktien fällt das Plus so üppig aus, dass weitere Gewinne unwahrscheinlich erscheinen. Die Aktie von Infineon hat seit dem Tiefstand mehr als 700 Prozent zugelegt, die Deutsche Bank ist um 150 Prozent gestiegen und Daimler immerhin um 100 Prozent.

In einem Punkt sind sich die Analysten einig: Die Auswahl der richtigen Papiere ist anspruchsvoller als noch im Frühjahr. Damals, zu Beginn der Rally, konnten Anleger fast blind zugreifen. Wer jetzt einsteigen will, muss die richtigen Aktien gezielt herauspicken. Es schlägt die Stunde der Stock Picker.

"Im Gegensatz zur ersten Jahreshälfte 2009 ist nun der Bottom-Up-Ansatz wieder angesagt, da wir am Aktienmarkt wieder viel stärker differenzieren können. So lassen sich aktuell aussichtsreiche Einzelkandidaten herausfiltern", erläutert Karl Huber, Manager des Pioneer Investments German Equity, wie man dennoch fündig werden kann. Der Bottom-Up-Ansatz analysiert zunächst das Wachstumspotential einzelner Unternehmen und bewertet anschließend die Chancen in der entsprechenden Branche und im Gesamtmarkt.

Für Huber stellen Aktien 2010 im Vergleich zu anderen Asset-Klassen die attraktivste Anlageform dar. "Die enormen Kurszuwächse seit März dieses Jahres werden wir zwar nicht mehr sehen, aber bei der richtigen Aktienauswahl ist ein Plus von rund zehn Prozent im kommenden Jahr möglich", sagt der Fondsmanager.

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  • 20.11.2009, 22:46 UhrAnonymer Benutzer: 18-formatic


    banknoten weiter Drucken!

    Koffer sind überall verteilt voller Geld!

    Der Markt ist Heiß gelaufen!

    Es gibt nur eine Möglichkeit:

    in Kofferaktien zu investieren. Weil die Koffer nicht mehr ausreichen um das geliebte Kapital zu Horten.

    Oder eine Marktlücke Zertifikate zeichnen lassen:
    branche Vermietung(Koffer Vermieten) ;-))´

    Mfg

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