Aktien im Fokus

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Aktienstrategie: Rückschläge zum Kauf nutzen

Die Notenbanken haben die Märkte mit billigem Geld geflutet. Doch manche Branchen wie Telekom und Energie haben die Rally nicht mitgemacht. Analysten halten die Titel für unterschätzt.

Die Anzeigetafel des Deutschen Aktienindex DAX im alten Handelssaal in Frankfurt am Main. Quelle: dapd
Die Anzeigetafel des Deutschen Aktienindex DAX im alten Handelssaal in Frankfurt am Main. Quelle: dapd

FrankfurtAktien, Aktien, Aktien – bei Strategen und Vermögensverwaltern stehen Dividendentitel ganz oben auf der Favoritenliste. Ökonomen verweisen vor allem auf die Geldflut der Notenbanken. Die ist ihrer Ansicht nach eine Ursache für den historischen Kurssprung des deutschen Standardwerteindexes Dax von mehr als einem Fünftel seit Jahresanfang. Hinzu kommen die Umschuldung Griechenlands und die erstarkende Konjunktur vor allem in den USA und Deutschland. Außerdem schützen diese Sachwerte vor Inflation, die viele Investoren fürchten als Folge der Rekordverschuldung der westlichen Welt.

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„Die enorme Überschussliquidität, Wirtschaftswachstum, niedrig bewertete Aktienmärkte und fehlende Alternativen bilden ein gutes Fundament für weiter steigende Kurse“, sagt Peter Huber, unabhängiger Vermögensverwalter und Gründer des Fondsanbieters Starcapital.

Auch wer die Kurserholung seit Jahresanfang verpasst hat und derzeit noch wenig Aktien besitzt, „sollte zumindest anfangen zu kaufen“, rät Huber. Die nächsten Rückschläge kommen bestimmt – als Beispiele nennt er den Iran-Konflikt und die ökonomische Misere der europäischen Mittelmeerstaaten. „Solche Momente sollte man für Zukäufe nutzen.“

Morgan-Stanley-Liste Die 50 aussichtsreichsten Aktien bis 2015

Welche sind die besten Aktien für Langfrist-Anleger? Die Analysten von Morgan Stanley haben ihre 50 Favoriten mit dem größten Wachstums- und Gewinnpotenzial zusammengestellt. Aus Deutschland gehört nur ein Konzern dazu.

Besondere Chancen rechnen sich professionelle Investoren und Strategen bei europäischen Aktien aus. Diese Dividendentitel haben im Gegensatz zu US-Werten bisher kaum von der Liquiditätsspritze der Notenbanken profitiert, obwohl es diese Geldflut ist, die die Märkte derzeit am heftigsten stimuliert. „Die Börsen beginnen gerade erst, nach oben auszubrechen“, sagt Vermögensverwalter Huber. „Der EuroStoxx50-Index müsste sich mehr als verdoppeln, um seine alten Höchststände zu erreichen.“ US-Indizes und der Dax seien da schon viel weiter.

„Über Europa liegt eine Menge Nervosität“, meint auch Uwe Zöllner, Chef für europäische Aktien beim US-Fondsanbieter Franklin Templeton. Ursache dafür sei noch immer die ungelöste Schuldenkrise. Zwar beruhige sich seit der Umschuldung Griechenlands die Lage allmählich, doch in den am höchsten verschuldeten Ländern könne die Situation schnell wieder außer Kontrolle geraten, sagt er.

Rekord-Dividenden Geldregen für die Aktionäre

Die Dax-Konzerne überweisen in den kommenden Wochen üppige Dividenden. Doch die Aktionäre sollten nicht allein auf die Höhe der Ausschüttung schauen. Das Handelsblatt hat ausgewertet, was hinter den Zahlen steckt.

Aktuell spiegelten die Kurse an den Kapitalmärkten besonders die Gefahren in Portugal und Spanien wider, abgeschwächt auch in Italien. Auch deswegen hinkt der europäische Aktienmarkt dem der USA hinterher, wie Zöllner meint. Im Vergleich zu ihren historischen Durchschnittspreisen sind Dividendentitel in Europa seiner Ansicht nach noch günstig bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt auf Grundlage der Gewinnschätzungen für dieses Jahr 9,9 – gegenüber dem langfristigen Mittel von 13,5.

  • 31.03.2012, 23:34 Uhrguenni7

    Wenn die "Finanzexperten" wieder anfangen zu trommeln,
    sollte man jetzt eher wieder vorsichtiger werden!
    Ich benutze sowas lieber als Kontraindikator :-)

  • 01.04.2012, 00:58 Uhrmono

    Das kann man auch sehr anders sehen.. Die Überschussliquidität erzeugt künstliche Kaufimpulse wo ohne sonst keine wären und das schon seit Jahren. Das lässt zwar die Kurse kurzfristig immer steigen, aber eben nur solange dieses" silly Money" den Markt verzerrt. Daran, das von politischer Seite dabei die Währung mal eben in Grund und Boden inflationiert wird, scheint sich keiner dieser Experten sonderlich zu stören. Wenn man das so betrachtet, sind viele Börsentitel wohl eher das Gegenteil von unterbewertet.

  • 01.04.2012, 16:22 UhrPisaPisa

    @ Rückschläge zum Kauf nutzen

    Hallo HB-Börsenspezialisten, Ihr müsst auch raten, bei Höchstständen zu verkaufen, sonst ist Eure Analyse nicht durchdringend genug....

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