
Düsseldorf„Wenn ein Schweizer Bankier aus dem Fenster springt, kann man ihm getrost folgen – da ist sicher noch Geld zu verdienen“, spottete der große Aufklärer Voltaire. Nun denn, folgen wir den Schweizern: Deren Notenbanker kaufen Aktien wie entfesselt. 15 Prozent ihrer Devisenreserven hatten sie Anfang April in Aktien, Papiere für knapp 67 Milliarden Franken (54 Milliarden Euro).
Gemessen an der Entwicklung von Devisenreserven und Weltbörsen, dürften die Schweizer Nationalbanker von Januar bis April für rund 14 Milliarden Euro Aktien zugekauft und seither gut 200 Millionen Euro Kursgewinne verbucht haben. Auch die Zentralbanken von Japan, China und Korea wollen mehr Aktien kaufen.
Was spricht für, was gegen steigende Kurse? Sollen Anleger rein oder raus aus dem Aktienmarkt?
Deutsche Privatanleger sehen der Hausse zu – wieder mal. 55 Prozent der Dax-Aktien, so Ernst & Young, liegen in ausländischen Depots. 2005 waren es 41 Prozent. Nur noch sieben Prozent lassen sich deutschen Privatanlegern zuordnen: Trotz historisch niedriger Erträge mit Zinspapieren halten sie nur noch 250 Milliarden Euro in Aktien, fünf Prozent der Vermögen. „Die Verluste aus den Jahren 2001 und 2002 wirken immer noch nach“, sagt der Münchner Anlage-Verhaltensforscher Andreas Beck.
Unternehmen/Branche: Borussia Dortmund/Fußball
Kurs (Euro): 3,28
Börsenwert¹: 202
Streubesitz²: 81
Umsatz1,³ 2012/13: 189/240
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,09/0,45/0,39
KGV3,4 2012/13: 6,8/7,9
1 in Millionen Euro; 2 Anteil des Aktienkapitals in Prozent, das nicht in Besitz von Großanlegern ist; 3 2013 = geschätzt; 4 Kurs-Gewinn-Verhältnis;
5 gebrochenes Geschäftsjahr ; Quelle: Bloomberg, Unternehmensangaben, Bankenstudien, eigene Schätzungen
Unternehmen/ Branche: Bechtle/IT-Dienstleistungen
Kurs (Euro): 34,25
Börsenwert¹: 729
Streubesitz²: 59
Umsatz1,³ 2012/13: 2096/2198
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 2,99/2,69/3,09
KGV3,4 2012/13: 11,4/11,3
Unternehmen/ Branche: Conwert/Immobilienverwaltung
Kurs (Euro): 8,63
Börsenwert¹: 741
Streubesitz²: 61
Umsatz1,³ 2012/13: 365/228
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,28/Verlust/0,41
KGV3,4 2012/13: Verl./15,8
Unternehmen/ Branche: Eckert & Ziegler/Medizintechnik
Kurs (Euro): 26,08
Börsenwert¹: 139
Streubesitz²: 68
Umsatz1,³ 2012/13: 120/125
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 1,98/1,95/2,24
KGV3,4 2012/13: 15,2/11,7
Unternehmen/ Branche: Evotec/Biotechnologie, Pharma
Kurs (Euro): 2,64
Börsenwert¹: 320
Streubesitz²: 60
Umsatz1,³ 2012/13: 87/99
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,06/0,02/0,11
KGV3,4 2012/13: 135,4/36,4
Unternehmen/ Branche: Francotyp Postalia/Logistik
Kurs (Euro): 2,55
Börsenwert¹: 41
Streubesitz²: 77
Umsatz1,³ 2012/13: 165/168
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): Verlust/0,24/0,36
KGV3,4 2012/13: 11,4/5,6
Unternehmen/ Branche: GFT Technologies/Software5
Kurs (Euro): 3,54
Börsenwert¹: 94
Streubesitz²: 71
Umsatz1,³ 2012/13: 231/236
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,31/0,32/0,34
KGV3,4 2012/13: 11,2/10,4
Unternehmen/ Branche: Helma Eigenheim/Massivhausbau
Kurs (Euro): 14,35
Börsenwert¹: 45
Streubesitz²: 38
Umsatz1,³ 2012/13: 114/140
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,83/1,33/1,62
KGV3,4 2012/13: 11,3/9,2
Unternehmen/ Branche: Innotec TSS/Bau, Türsysteme
Kurs (Euro): 7,55
Börsenwert¹: 72
Streubesitz²: 47
Umsatz1,³ 2012/13: 87/93
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,92/1,00/1,15
KGV3,4 2012/13: 7,7/7,1
Unternehmen/ Branche: Sto Vz./Bauzulieferung
Kurs (Euro): 115,55
Börsenwert¹: 295
Streubesitz²: 100
Umsatz1,³ 2012/13: 1100/1198
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 8,49/10,08/10,62
KGV3,4 2012/13: 11,1/10,2
Unternehmen/Branche: Borussia Dortmund/Fußball
Kurs (Euro): 3,28
Börsenwert¹: 202
Streubesitz²: 81
Umsatz1,³ 2012/13: 189/240
Gewinn pro Aktie³ 2011/12/13 (Euro): 0,09/0,45/0,39
KGV3,4 2012/13: 6,8/7,9
1 in Millionen Euro; 2 Anteil des Aktienkapitals in Prozent, das nicht in Besitz von Großanlegern ist; 3 2013 = geschätzt; 4 Kurs-Gewinn-Verhältnis;
5 gebrochenes Geschäftsjahr ; Quelle: Bloomberg, Unternehmensangaben, Bankenstudien, eigene Schätzungen
Anders als 2000 werden Aktien noch nicht gehyped: „Weder grinst der Dax täglich von der Titelseite der ,Bild‘, noch drücken die Berater der Banken sie ihren Kunden aggressiv in die Depots“, weiß Philipp Vorndran, Anlagestratege bei Flossbach von Storch. Auch die Umfragen des Markttechnikers Joachim Goldberg signalisieren keine Euphorie. 40 Prozent der Profi-Anleger erwarten steigende, fast genau so viele – 37 Prozent – fallende Kurse. Solche Werte sind gesund: Wer optimistisch ist, hat schon Aktien gekauft, fällt also als künftiger Nachfrager am Markt eher aus. Auch Chartanalysten geben grünes Licht. Aus ihrer Sicht gibt der Dax-Anstieg über 8350 Punkte ein Kaufsignal: Damit wurden die Hochs aus den Jahren 2000 und 2007, die nur zäh zu überwinden sind, erstmals deutlich überboten. „Wir könnten am Beginn eines langfristigen Aufwärtstrends im Dax stehen“, sagt Jörg Scherer, Chef der technischen Analyse bei HSBC Trinkaus.
Auch der Markt für Börsengänge (IPOs) signalisiert noch keine Überhitzung. Vielen Verkäufern sind die Preise, die sie an der Börse erzielen könnten, noch zu niedrig. Erst wenn die Kurse so weit oben sind, dass Unternehmen in Massen an die Börse drängen, droht Gefahr. „Der Markt kommt nicht in Gang“, ist das Fazit des Münchner TU-Professors Christoph Kaserer in einer Analyse für die Deutsche Börse, in der von einer immer noch „tief sitzenden Verunsicherung der Anleger durch die anhaltende Krise im Euro-Raum“ die Rede ist. Kein Wunder: Die beiden einzigen großen Börsenneulinge des Jahres 2013, LEG und Evonik, dümpeln trotz Dax-Rally unter ihrem Ausgabekurs dahin. Und die Pleite des Leuchtenherstellers Hess nur vier Monate nach seinem Börsengang und Ermittlungen gegen Börsenneuling JK Wohnbau verringern das Vertrauen der Anleger.

Na ja. Also für mich klingt ihr Beitrag jetzt nicht sooo sehr nach einem Spekulanten - es klingt eher wie der Versuch ein Zerrbild eines Spekulanten zu zeichnen.
Ein bisschen Schlucken musste ich dann doch als ich das Adjektiv 'ewig' in Pseudonym lesen musste.

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

So geht's weiter:
"Just a pause.....Butt Boy Bennie will come forward.....fart real loud.....and the rally will proceed."






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