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Commerzbank: Sorge über Kapitallücke fällt von Aktionären ab

Martin Blessing will seine Versprechen halten und die Probleme der Commerzbank aus eigener Kraft lösen. Die Aktionäre danken es ihm mit einem saftigen Kursplus. Auf die Zweifel der Bankenaufsicht hört heute keiner mehr.

Die Firmenzentrale der Eurohypo in Eschborn bei Frankfurt und der Schriftzug der Commerzbank. Quelle: dpa
Die Firmenzentrale der Eurohypo in Eschborn bei Frankfurt und der Schriftzug der Commerzbank. Quelle: dpa

DüsseldorfDie Commerzbank hat heute endlich klare Worte über ihre Kapitallücke gefunden. Die Anleger danken es dem Institut und greifen bei der Aktie kräftig zu: 15 Prozent lag sie zeitweise im Plus und kostete über 1,62 Euro, der höchste Stand seit zwei Monaten. Noch vergangene Woche kosteten Commerzbank-Aktien weniger als 1,20 Euro.

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Ihre Eigenkapital-Lücke von 5,3 Milliarden Euro könne die Bank rechtzeitig aus eigener Kraft schließen, versicherte Vorstandschef Martin Blessing heute. Die Kernkapital-Decke könne bis Ende Juni sogar um 6,3 Milliarden Euro aufgebessert werden. Knapp 60 Prozent des Lochs habe die Commerzbank schon Ende 2011 geschlossen. Die 71 größten europäischen Banken müssen bis zum 30. Juni eine harte Kernkapitalquote von neun Prozent nachweisen. Für die Commerzbank bedeute das eine Quote von 10,5 Prozent.

„Da die Commerzbank jetzt so offensiv nach vorne geht und sogar noch über ihr Ziel hinausschießt, halte ich es für unwahrscheinlich, dass es noch Probleme geben wird“, sagt Stefan Bongardt, Analyst bei Independent Research.

Probleme hatte zuletzt die europäische Bankenaufsicht (EBA) erwartet. Es erscheine „fast unausweichlich“, dass Deutschlands zweitgrößte Bank erneut auf Staatshilfen zurückgreifen müsse, sagten hochrangige EBA-Beamte der Financial Times.

In den letzten zwölf Monaten hat die Aktie fast 70 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Ihren Tiefpunkt hat die Aktie im November bei 1,116 Euro erreicht. Kurssprünge wie heute im zweistelligen Bereich waren dabei keine Seltenheit.

Chronik eines Absturzes Wie die Commerzbank zur Zockeraktie wurde

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Blessing erklärt heute allerdings, dass die Commerzbank schon weit gekommen ist auf dem Weg zur soliden Kernkapitalquote. Mehr als drei Milliarden Euro soll allein der Abbau von Bilanzrisiken (RWA) bringen, mehr als die Hälfte davon habe die Bank bereits sicher. Auch die Mitarbeiter sollen ihren Beitrag leisten: Variable Gehaltsbestandteile der Führungskräfte sollen in eigenen Aktien ausgezahlt werden, was bis zu 250 Millionen Euro bringe.

Nachrichten gab es von der Commerzbank auch zu ihrer Immobilien- und Staatsfinanzierungstochter Eurohypo. Die Europäische Kommission wird die Pläne der Commerzbank für eine Integration der Eurohypo aller Voraussicht nach genehmigen. Eigentlich hatten die Wettbewerbshüter die Commerzbank aufgefordert, ihre Immobilien- und Staatsfinanzierungstochter Eurohypo bis Ende 2014 zu verkaufen - als Strafe dafür, dass die Commerzbank vor drei Jahren mit 18,2 Milliarden Euro vom Steuerzahler gerettet werden musste.

Die Abspaltung der Eurohypo in eine staatliche „Bad Bank“ wäre für die Commerzbank gut gewesen, schrieb Equinet-Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch. Allerdings sei dies von vornherein unwahrscheinlich gewesen. Starken Einfluss hatte das auf die Aktienentwicklung heute allerdings nicht. „Die Nachrichten zur Eurohypo sind für Anleger heute eher nachrangig“, sagt Bongardt. „Wichtiger ist, dass eine Kapitalerhöhung jetzt wahrscheinlich nicht mehr nötig ist. Diese Angst hatte in letzter Zeit die Aktie gedrückt.“

Viele Analysten waren daher jüngst mit ihrem Urteil vorsichtig. Nur ein Drittel der bei Bloomberg gelisteten Analysten hat die Aktie im vergangenen Monat mit 'Kaufen' bewertet, acht von fünfzehn stimmten mit 'Halten', zwei rieten zum Verkauf.

  • 19.01.2012, 23:35 UhrAnonymer Benutzer: Euro-Payer

    Lieber Henry, träumen sie weiter, aber Ihre Erwartungen sind völlig substanzlos. Ein Aktienkurs von 25 Euro entspräche bei der jetzigen Aktienanzahl ca. 111 Mrd. euro Marktkapitalisierung, ein Wert den selbst die Deutsche Bank in besten Zeiten auch nicht annähernd erreiht hat. Systemrelevanz und Beteiligung des Bundes lassen keinerlei Rückschlüsse auf die Profitabilität zu. Das Privatkundengeschäft (neben dem Mittelstandsgeschäft und Osteuropa sowie dem international gesehen eher drittklassigen Investmentbanking Kerngeschäftsfeld) verdient kaum Geld. Wie stabil und nachhaltig die Erträge der Mittelstandsbank sind, wird die nächste Wirtschaftskrise zeigen. Wenn sie die aktie wirklich bei 25 Euro sehen, dann biete ich Ihnen gerne einen größeren Posten für 10 Euro an. Da müssen sie dann doch zuschlagen!

  • 19.01.2012, 21:26 UhrAnonymer Benutzer: balatontom

    Ja Ja
    Wo soll bei den Unmenegen an Aktien bei der CoBa ein Gewinn herkommen, Die Coba hat Ihre zahle an Aktien durcj Kap.erhöhungen mehr als verhundertfacht....

  • 19.01.2012, 20:37 UhrHenry

    Die Commerzbank kommt ohne Hilfe aus!

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Commerzbank die Kurve kriegt. Die Commerzbank wird ihre Kernaktivitäten weiter ausbauen um ihre Position im deutschen Markt zu festigen. Die Commerzbank hatte in den ersten 9 Monaten 2011 ganze 3 Mrd. Euro vor Steuern verdient. Schon 2,6 Mrd. Euro Staatsanleihen wurden für die europäischen Peripherieländer wie Griechenland abgeschrieben.

    Die Commerzbank wird als systemrelevant eingestuft, was wiederum für Sicherheit bei der Commerzbank sorgt. Immerhin hält der Bund 25% der Commerzbankaktien. Langfristig sehe ich die Aktie der Commerzbank auf 25 Euro steigen. Der Aktienwert spiegelt den Zustand eines Unternehmens sehr genau wieder.

    Am 22.03.2000 ging es der Commerzbank sehr gut, der Aktienwert der Commerzbank lag bei 35,44 Euro. Danach knickte die Aktie ein. Am 09.05.2007 stieg diese Aktie wieder bis auf 30,02 Euro hoch.
    Den traurigen Tiefstand erlebte diese Aktie am 22.11.2011 mit einem kläglichen Aktienwert von etwa 1,15 Euro. In dieser Zeit fielen auch die gewaltigen Abschreibungen an.

    Für die Commerzbank geht jetzt die Sonne am Horizont auf. Das Unternehmen hat sich perfekt auf die Marktentwicklung eingestellt, deshalb sehe ich ebenfalls keine Notwendigkeit für eine staatliche Unterstützung. Die Commerzbank wird die Kapitallücke allein ohne staatliche Hilfe d a r ü b e r hinaus locker schließen können.

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