Aktien im Fokus

Welche Aktien begeistern – und welche nicht

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Platz 21 bis 19

Platz 21: Deutsche Bank

Im Dezember sorgte die Deutsche Bank mit Durchsuchungen von der Staatsanwaltschaft mehrmals für Schlagzeilen. Einmal wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung und später wegen des Kirch-Prozesses, bei dem das Bankhaus eine Niederlage erlitten hat und nun Schadensersatz zahlen muss. Die Höhe ist allerdings noch unklar. Das Verfahren wird wohl noch in die nächste Instanz gehen.

Das Geschäftsjahr 2012 war moderat. Die Deutsche Bank hatte im dritten Quartal dank anziehender Geschäfte im Investment-Banking mehr verdient als vor einem Jahr. Unter dem Strich blieben 755 Millionen Euro in der Kasse. Das sind drei Prozent mehr als vor einem Jahr, als der Gewinn angesichts der sich zuspitzenden Eurokrise eingebrochen war.

Allerdings wurde das Ergebnis auch durch Sonderbelastungen gedrückt, etwa durch den Konzernumbau. Im ersten vollen Quartal unter der Leitung der neuen Doppelspitze verbuchte die Bank Sonderbelastungen von 320 Millionen Euro durch den anstehenden Stellenabbau sowie weitere 289 Millionen für Rechtsstreitigkeiten.

Die Aktie des größten deutschen Bankhauses hat auf Jahressicht 11,9 Prozent dazugewonnen. Bei der Jahresendrally wurde die Aktie ausgelassen. Auch wegen der negativen Nachrichtenlage.

Platz 20: Linde

Mit einem Plus von 14,8 Prozent schneidet Linde deutlich schwächer ab als der Dax. Dabei lief es 2012 eigentlich gar nicht so schlecht. Der Industriegase-Konzern stemmte sich dank der Übernahme des US-Gesundheitsdienstleisters Lincare gegen die sich eintrübende Konjunktur in Europa. Auch die kräftige Nachfrage aus Osteuropa und Asien half dem Münchener Unternehmen. Zugleich profitierte der weltweit zweitgrößte Hersteller von Industriegasen von einem schwachen Euro.

Linde-Chef Wolfgang Reitzle bestätigte die Konzernziele für das Gesamtjahr. „Wir liegen weiterhin auf Kurs, obwohl die Rahmenbedingungen in den vergangenen Monaten schwieriger geworden sind“, sagte er bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal. Linde will 2012 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erhöhen und sein operatives Konzernergebnis ausbauen. Damit würde Linde die Rekordergebnisse 2011 übertreffen, als ein Umsatz von 13,79 Milliarden Euro und ein operativer Gewinn von 3,21 Milliarden Euro in den Büchern standen.

In den kommenden Jahren wird vor allem eines: gespart. Linde-Chef Reitzle kündigte an, dass die Kosten von 2013 bis 2016 um weitere 750 bis 900 Millionen Euro gesenkt werden. Linde strebt für das Jahr 2013 ein operatives Konzernergebnis von mindestens vier Milliarden Euro an. Zudem soll das Unternehmen im Jahr 2015 eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von mindestens 14 Prozent erzielen. Im vergangenen Jahr lag sie bei 13,0 Prozent.

Platz 19: RWE

Die Energiewende trifft RWE hart. Das Unternehmen reagiert mit einem großen Ausverkauf. Insgesamt will RWE bis Ende 2013 Beteiligungen im Volumen von bis zu sieben Milliarden Euro veräußern. RWE-Chef Peter Terium hatte dieses Ziel zuletzt als ambitioniert bezeichnet. Teriums Vorgänger Jürgen Großmann hatte noch einen Erlös von bis zu elf Milliarden Euro angepeilt.

Die Analysten von Credit Suisse sehen die Branche kritisch. Energiekonzerne werden weiter unter sinkenden Großhandelspreisen für Strom leiden. Sie stuften die Aktien herunter auf "Underperform" von "Neutral". Das Kursziel für RWE setzten sie auf 29,50 von 36 Euro. Die Aktie legte seit Jahresbeginn 15,1 Prozent im Plus. RWE-Papiere liefen damit schlechter als der Dax, aber immerhin deutlich besser als der Konkurrent Eon.

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  • 30.12.2012, 22:58 UhrLungomolch

    Dieser Artikel ist für mich als langjährigen Aktienanleger völlig sinnlos. Mich interessiert die Zukunft und nicht die Vergangenheit: Welche Aktien haben das höchste Steigerungspotential, welche sollten lieber verkauft werden?

    Um derartige Prognosen zu erstellen, bedarf es etwas mehr, als einfach nur den Kursverlauf von 2012 darzustellen.

  • 30.12.2012, 22:45 UhrMrGoodwill

    Aktien sind Sachwerte, heißt es immer. Deswegen soll man JETZT kaufen, sagen alle. Doch ist es wirklich so? Wie viel Sache steckt denn so hinter den deutschen Bluechips, oder besser wie viel ideeller und imaginärer Wert? Hier könnt ihr es sehen, denn ich habe mal mir die letzten Quartalsberichte angesehen und mir Eigenkapital und intangible Werte angesehen und diese gegenübergestellt. Obwohl ich mir ohnehin wenig werthaltige Bilanzen erwartete, war selbst für mich das derart geringe harte, d.h. tangible Eigenkapital der DAX-Konzerne erschreckend. Da Bank- und Versicherungsbilanzen das Ergebnis verfälscht hätten, weil ja deren Bilanzsumme ein vielfaches der 26 übrigen Konzerne ist, habe ich diese nicht berücksichtigt. Zudem ist bei Banken und Versicherungen eigentlich kaum tangibles EK zu finden, da ich Derivate usw. auch recht imaginär sind.
    http://www.uploadarea.de/upload/sktee7ks14bx4ziae4g3uqo8d.html

  • 30.12.2012, 18:46 Uhrblack

    ein sehr schöner Artikel im Link ^

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