Aktien im Fokus

Welche Aktien begeistern – und welche nicht

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Platz 27 bis 25

Platz 27: Thyssen-Krupp

Zu den schlechtesten Aktien dieses Jahres zählten die Papiere von Thyssen-Krupp. Auf Jahressicht lagen die Aktien nur hauchdünn im Plus (+ 0,2 Prozent). Auch langfristig machten die Anleger einen schlechten Schnitt. In den vergangen drei Jahren verloren die Papiere knapp 30 Prozent an Wert.

Der Konzern musste bei der vergangenen Bilanzpressekonferenz einen Rekordverlust von fünf Milliarden Euro melden. Fehlinvestitionen in Übersee-Stahlwerke bescheren dem Konzern Milliarden-Abschreibungen. Erstmals fällt die Dividende aus. Drei Vorstände treten ab. Zudem belasten Korruptions- und Kartellvorwürfe das Traditionsunternehmen. Der neue Vorstandschef Heinrich Hiesinger soll jetzt das Ruder herumreißen.

Das dürfte nicht leicht fallen. Zu allem Überfluss verklagt die Deutsche Bahn den Stahlkonzern auf Schadenersatzklage wegen illegaler Preisabsprachen beim Verkauf von Schienen. Wenn die Bahn die Auseinandersetzung gewinnt kann eine Entschädigung im deutlich dreistelligen Millionenbereich drohen.

Platz 26: K+S

K+S musste im November einräumen, dass es seine Gewinnprognose nur knapp erreichen wird. Das Unternehmen leidet unter niedrigen Preisen für seine Kali-Düngemittel. Die Preise sind gesunken, da sich die Düngemittel-Riesen aus Nordamerika und Russland mit den großen Abnehmerländern Indien und China noch nicht auf Lieferverträge einigen konnten, die Signalwirkung für die gesamte Branche haben.

Im Winter rückt traditionell das Salzgeschäft von K+S in den Fokus. Doch auch das läuft in diesem Jahr mau. Wegen des milden Winters benötigten Städte und Gemeinden bislang wenig Streusalz.

Die Aktie machte eine wahre Achterbahnfahrt durch. Der Kurs rutschte zunächst von mehr als 40 Euro bis auf 30 Euro ab, dann stieg er wieder bis auf 40 Euro, um anschließend erneut in Richtung 30 Euro zu fallen. Unter dem Stricht notiert der Kurs in etwa dort, wo er auch schon zu Beginn des Jahres stand (+ 0,2 Prozent).

Platz 25: Infineon

Vom Konjunkturabschwung kann sich der Auto- und Industriezulieferer nicht abkoppeln - auch Konkurrenten wie Intel und Texas Instruments spüren die schrumpfende Nachfrage. Wegen der weltwirtschaftlichen Unsicherheiten ist der Gewinn von Infineon eingebrochen. Der Konzern reagierte und setzte Kurzarbeit ein.

Nach einem guten Start ins Jahr rutschte die Aktie in der zweiten Hälfte ab und gab fast alle Gewinne ab. Sie beendete das Jahr mit einem Plus von 5,4 Prozent. Den Aktionären will Infineon im Februar eine unveränderte Dividende von zwölf Cent zahlen.

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  • 30.12.2012, 11:22 UhrSchaarschmidt

    Es kommt immer darauf wann und wie man sein Geld festverzinslich anlegt.
    Es gibt nicht nur Staatsanleihen und es gibt weltweit nicht nur Niedrigzinsphasen.

  • 30.12.2012, 14:20 UhrPete

    Ich verstehe das Prinzip Aktien und Wertsteigerung von Aktien nicht. Kann mir das jemand erklären. Wie kann eine Aktie in einem Jahr um 40 Prozent zugelegt. Haben die Mitarbeiter 40 Prozent schneller und besser gearbeitet. Gibt es dann auch nicht genauso viele Verlierer, weil der Kunde den Euro eben nur einmal ausgeben kann? Habe das Gefühl alle sind schlauer als ich und hochstudiert. Ich blicke immer weniger durch in diesen Finanzsachen.

  • 30.12.2012, 18:42 Uhrblack

    Da stehen Sie nicht alleine; und garantiert auch genau in der Mitte vieler soganannter Analysten und Spezialisten (wenn die mal klardeutsche sprechen würden).
    Die aktuellen Steigerungen und Kurse betrachte ich eher als Phantasiewünsche und funktionieren momentan nur deshalb, weil einfach zuviel "Computergeld" von einem auf das nächste Konto geschoben werden muss, also irgendwo " angelegt" sein will. Dazu noch eine Priese Angebot/Nachfrage und schon schiest der "festgestellte" Wertpapierpreis in die Höhe.

    Wenn ich mir nur einmal die aktuellen Wirtschaftsthemen ansehe und diese negative Nachrichtenflut auf zurückliegende Jahre lege: wo würden da bitte die Indizies stehen...?

    Letztendlich ist der Wertpapierhandel ein rein virtuelles Casinospiel; nur das es nach außen hin möglichst seriöser wirken soll.

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