Aktien im Fokus

Welche Aktien begeistern – und welche nicht

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Platz 30 bis 28

Platz 30: Eon

Auch in einem guten Börsenjahr können Anleger verlieren – zum Beispiel mit der Aktie von Eon. Der Kurs des Stromkonzerns fiel um 15,5 Prozent, obwohl der Dax knapp 28 Prozent zulegen konnte. Besonders bitter: Schon im vorherigen Jahr gehörte die Eon-Aktien zu den schwächsten.

Der Konzern kämpft wie andere Versorger auch mit gesunkenen Großhandelspreisen für Strom. Diese sind zuletzt wegen der schwächeren Nachfrage der Industrie in den schuldengeplagten Ländern Südeuropas und angesichts einer Überkapazität an Kraftwerken gefallen. In Deutschland müssen zudem wegen des boomenden Ökostroms immer häufiger Gas- und Kohlekraftwerke vom Netz gehen.

Eon hatte vor dem Hintergrund des deutschen Atomausstiegs 2011 tiefe Einschnitte angekündigt. Weltweit fallen im Rahmen des Sparprogramms 11.000 der rund 80.000 Stellen weg, darunter 6.000 in Deutschland.

Die Prognose für 2013 hat Eon wegen der schwachen Konjunktur und der Branchenkrise kassiert.

Platz 29: Deutsche Telekom

Die Aktie der Telekom gehörte – wie sollte es anders sein – zu den schwächsten im Dax. Unter dem Strich stand ein Minus von drei Prozent. Dabei konnten die Bonner nur froh sein, dass sie nicht auf dem allerletzten Platz lagen und mit Eon eine Aktie im Dax noch schlechter abschnitt.

Und noch eine schlechte Nachricht mussten die Aktionäre verkraften: Sie werden künftig eine Dividende von 50 Cent je Aktie erhalten, jeweils für die Jahre 2013 und 2014. Das fast ein Drittel weniger, als die für das laufende Jahr versprochene Dividende. Für viele Anteilseigner war die Dividende der einzige Grund, die Aktie überhaupt zu halten.

Immerhin: Nach Schätzungen spart die Telekom durch die Dividendenkürzung mehr als 800 Millionen Euro. Das Geld soll in den der Ausbau der Breitbandtechnik im Mobilfunk und im Festnetz gesteckt werden. Telekom-Chef René Obermann kündigte an, die Investitionen im kommenden Jahr deutlich zu erhöhen, auf fast zehn Milliarden Euro.

Im kommenden Jahr wird Obermann noch an der Spitze des Konzerns stehen – danach muss die Telekom ohne ihn klarkommen. Kurz vor Weihnachten gab Obermann überraschend bekannt, dass er Ende 2013 von seinen Posten abtreten wird. Die Aktie reagierte kaum.

Platz 28: Fresenius Medical Care

Die Anleger des Dialysekonzerns haben schon bessere Jahre erlebt. Selbst die Finanzkrise 2008/09 konnten der Aktie kaum etwas anhaben. In diesem Jahr fällt sie allerdings mit einem kleinen Minus (-0,4 Prozent) im Dax deutlich zurück.

Das Unternehmen ist stark auf dem US-Gesundheitsmarkt vertreten. Doch dort droht wegen unzureichender Informationen über Nebenwirkungen bei Dialyselösungen eine Sammelklage in den USA. Bereits im Sommer war FMC in den Fokus der US-Gesundheitsaufsicht FDA gerückt. Ein Aufseher der Behörde hatte der „New York Times“ gesagt, dass Unternehmen habe möglicherweise Informationen über Probleme beim Einsatz eines Dialysemittels zurückgehalten.

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Wichtig wird auch der Ausgang des Streits um den künftigen US-Staatshaushalt. Sollte es keine Einigung geben, würde dies FMC belasten, da dann automatische Kostensenkungen umgesetzt würden.

  • 30.12.2012, 11:22 UhrSchaarschmidt

    Es kommt immer darauf wann und wie man sein Geld festverzinslich anlegt.
    Es gibt nicht nur Staatsanleihen und es gibt weltweit nicht nur Niedrigzinsphasen.

  • 30.12.2012, 14:20 UhrPete

    Ich verstehe das Prinzip Aktien und Wertsteigerung von Aktien nicht. Kann mir das jemand erklären. Wie kann eine Aktie in einem Jahr um 40 Prozent zugelegt. Haben die Mitarbeiter 40 Prozent schneller und besser gearbeitet. Gibt es dann auch nicht genauso viele Verlierer, weil der Kunde den Euro eben nur einmal ausgeben kann? Habe das Gefühl alle sind schlauer als ich und hochstudiert. Ich blicke immer weniger durch in diesen Finanzsachen.

  • 30.12.2012, 18:42 Uhrblack

    Da stehen Sie nicht alleine; und garantiert auch genau in der Mitte vieler soganannter Analysten und Spezialisten (wenn die mal klardeutsche sprechen würden).
    Die aktuellen Steigerungen und Kurse betrachte ich eher als Phantasiewünsche und funktionieren momentan nur deshalb, weil einfach zuviel "Computergeld" von einem auf das nächste Konto geschoben werden muss, also irgendwo " angelegt" sein will. Dazu noch eine Priese Angebot/Nachfrage und schon schiest der "festgestellte" Wertpapierpreis in die Höhe.

    Wenn ich mir nur einmal die aktuellen Wirtschaftsthemen ansehe und diese negative Nachrichtenflut auf zurückliegende Jahre lege: wo würden da bitte die Indizies stehen...?

    Letztendlich ist der Wertpapierhandel ein rein virtuelles Casinospiel; nur das es nach außen hin möglichst seriöser wirken soll.

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