
DüsseldorfAdel verpflichtet. Auch an der Börse. Nur dass man hier nicht durch Geburt zum Edelmann wird, sondern indem man sich als spendabel gegenüber den Anlegern erweist. Die Rede ist von den sogenannten „Dividendenaristokraten“. So bezeichnen Börsianer Unternehmen, die über Jahre hinweg verlässlich ihre Dividenden zahlen oder sogar stetig erhöhen.
Diese Dividendenaristokraten sind für Anleger wertvoller denn je. Je unsicherer die wirtschaftliche Lage – und damit die Aussicht auf Kursgewinne – desto wichtiger werden stabile Erträge. Die Ausschüttungsquoten vieler Unternehmen liegen aktuell höher, als das, was sich mit festverzinslichen Papieren erzielen lässt – eine historisch sehr seltene Konstellation.
Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 22,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,4 Prozent
Branche: Gesundheit
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 11 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1 Prozent
Branche: Gesundheit
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 9,3 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,3 Prozent
Branche: Einzelhandel
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 9
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 16,7 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent
Branche: Agrar
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 9
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 10,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent
Branche: IT
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 22,5 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent
Branche: Versicherung
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 18,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 6,5 Prozent
Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 8,8 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,8 Prozent
Branche: Basiskonsum
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 8,2 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,2 Prozent
Branche: Mode
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 7
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 15,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,9 Prozent
Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 7
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 14,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent
Quelle: DZ Bank
„Die Dividendenrenditen sind zum ersten Mal seit Generationen höher als die Renditen von Staatsanleihen. Das ist ziemlich aufregend”, schreibt Richard Turnill, der Global Equity Fonds von Blackrock verwaltet, in einer Analyse.
Die Notenbanken haben die Zinsen auf ein so niedriges Niveau gedrückt, dass sich mit Zinspapieren kaum noch etwas verdienen lässt. Die Unternehmen fahren hingegen weiterhin Gewinne ein und schütten davon einen guten Teil aus. Zum Vergleich: Die erwartete Dividendenrendite für Dax-Aktien liegt bei 3,7 Prozent. Für zehnjährige deutsche Bundesanleihen gibt es nur 1,5 Prozent - das gleicht nicht mal die Inflation aus.

Findige Investoren haben darauf reagiert. Manche, die vorher etwa auf Anleihen gesetzt haben, investieren nun in Dividendentitel. Auf die Höhe der Dividende kommt es dabei nicht allein an, so viel steht fest. Ein Unternehmen muss beweisen, dass es über lange Zeit verlässlich zahlt, statt einmal mit einer hohen Dividende aufzufallen – nur dann darf es sich zu den Dividendenaristokraten zählen.
„Wir sind nicht fokussiert auf die höchsten Dividenden. Wir schauen nach Qualitätsunternehmen, die bewiesen haben, dass sie ihre Dividenden beibehalten oder steigern können“, erklärt Turnill von Blackrock. Für den Fondsmanager spielen die Dividendenaristokraten in einer ganz anderen Liga als „normale“ Aktien. Sie lieferten nicht nur langfristig verlässliche Erträge, sondern seien weniger anfällig für Schwankungen. „Aus diesem Grund sind wir davon überzeugt, dass sie als eigene Anlageklasse behandelt werden sollten. Im Idealfall sollten globale Dividendenaktien ein Kernbestandteil eines jeden Portfolios sein.“

Holzauge, mann sollte der Altersvorsorge bezgl. der Steuern die Wahrheit sagen, nicht die halbe Wahrheit. Im übrigen, wollen Sie doch wohl nicht steigende Renditen sofort, oder?

Die angeführten Dividendenrenditen der "Stars" schlagen ja die Inflation kaum. Nah Steuern schon garnicht.

@hallowach: So ein Quatsch. Schauen sie sich einfach mal einen BASF oder VW Chart seit 1960 an. Und selbst in mageren Jahren kann man nach dieser Zeit heute noch immer von der Dividende bequem leben.






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