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Hohe Dividenden, niedrige Gehälter: Dax-Konzerne verwöhnen nur ihre Aktionäre

exklusiv Auf einen warmen Geldregen können sich die Aktionäre der Dax-Konzerne einstellen: Die Unternehmen schütten Dividendenzahlungen in Höhe von 27 Milliarden Euro aus. Das Nachsehen haben die Arbeitnehmer.

Logos von DAX-Konzernen: gute Nachrichten für Aktionäre. Quelle: dpa
Logos von DAX-Konzernen: gute Nachrichten für Aktionäre. Quelle: dpa

Die 30 Dax-Konzerne überweisen ihren Anlegern nach den Hauptversammlungen 27 Milliarden Euro. Das ist die zweithöchste Summe in der deutschen Firmengeschichte. Allein 20 Milliarden Euro fließen im April und Mai auf die Konten der Anleger - also in der heißesten Phase der jetzt beginnenden Tarifauseinandersetzungen.

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Berechnungen des Handelsblatts liefern den Gewerkschaften für ihren Gehaltspoker Munition - zumindest auf den ersten Blick. Während die Dax-Konzerne ihre Dividenden in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 87 Prozent erhöht haben, stieg der Personalaufwand nur um zwölf Prozent. Zum Personalaufwand zählen Lohn, Gehalt, soziale Abgaben, der Aufwand für die Altersversorgung und steuerliche Abgaben.

Grund für den maßvollen Anstieg des Personalaufwandes sind geringe Lohnsteigerungen in Deutschland, vor allem aber die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins billigere Ausland. 22 der 30 Dax-Konzerne erhöhten ihre Dividenden stärker als den Aufwand für ihr Personal, oft sogar sehr viel mehr. Der Düngemittelspezialist K+S steigerte seine Ausschüttung um 376 Prozent, die Münchener Rück um 400 Prozent und die Deutsche Börse sogar um 900 Prozent – der Personalaufwand stieg aber selbst bei K+S, der Firma mit der höchsten Steigerungsrate, nur um 37 Prozent.

Nur bei acht der 30 Dax-Unternehmen ist der Personalaufwand im vergangenen Jahrzehnt stärker gestiegen als die Ausschüttung, darunter Daimler, die Deutsche Bank und die Telekom. Sie erhöhte den Personalaufwand um 26 Prozent, die Dividende legte aber nur halb so viel zu.

Am meisten verwöhnt die Deutsche Bank ihre Mitarbeiter. Sie kosteten im Schnitt brutto 153.711 Euro. Mit der gleichen Summe bezahlt die Metro in einem Jahr gleich sechs Kräfte. Sie gab nur 25.061 Euro pro Mitarbeiter aus.
Bemerkenswert ist, dass es vier Konzernen in den vergangenen zehn Jahren sogar gelungen ist, ihren Personalaufwand zu senken –am stärksten Adidas. Der Sportartikelhersteller gab durchschnittlich 35.754 Euro für jeden Mitarbeiter aus – vor zehn Jahren waren es noch 47.149 Euro. Auch Infineon, SAP und die teilverstaatlichte Commerzbank senkten ihren Aufwand trotz steigender Löhne in Deutschland.

Möglich wurde das, weil sie mehr Mitarbeiter in Ländern mit niedrigeren Löhnen und Sozialabgaben beschäftigten. Insgesamt arbeiten bei den 30 Dax-Konzernen im Schnitt 60 Prozent der Beschäftigten im Ausland – vor zehn Jahren waren es nur fast 40 Prozent.

  • 09.03.2012, 04:27 UhrAnonymer Benutzer: ulkomaalainen

    Also es ist ja so dass sich die direktion weitaus den höchsten gewinnsanteil unter den nagel reissen. Ich wuerde als aktionär den arbeitern im allgemeinen, insbesondere aber denen in der entwicklungsabteilung, gerne einen höheren gehalt zustehen. Das wuerde die produktivität eines unternehmens ganz anders ankurbeln als die in letzten jahren in mode gekommenen "bonus-belohnungen" von personen in spitzenstellung. Man muss
    nähmlich schon auch bedenken dass schon die grungehälter dieser leute in ganz anderen stufungen liegen und falls jemand mit solchem gehalt noch zusätzlich bonuse benötigt um 100% motiviert zu sein dann ist dieser mensch einfach untauglich fuer die position die er fuellen soll. Dass das ganze bonus-system natuerlich auch so nebenbei natuerlich negative auswirkungen auf motivation der nicht
    bonus-belohnten arbeiter und auch verhältnismässig unterbezahlten arbeiter hat versteht sich von selbst.
    Unfassbar dass aktionäre solche einrichtungen gedulden.

  • 15.02.2012, 14:07 UhrAnonymer Benutzer: DANDY

    VERGLEICH ZWISCHEN GEHALTSENTWICKLUNG
    UND DIVIDENDENZAHLUNGEN SINNVOLL..???
    .....................................
    ein angestellter eines unternehmens erhält den tarif-
    lohn evtl. auch zulagen, diese entsprechen aber einer
    gewissen kontinuität..
    ..
    der aktionär stellt aber sein kapital zur verfügung..
    und ist am gewinn bzw. verlust des unternehmens direkt
    beteiligt..
    ..
    kursverluste..
    kapitalerhöhungen
    dividendenausfall
    ..
    sind die verlustmöglichkeiten
    ..
    kursgewinne
    aktienrückkaufprogramme
    dividendenerhöhungen
    ..
    sind die gewinnmöglichkeiten
    ..
    jeder anleger sollte sich bewusst sein, dass seine
    anlage risikokapital ist..
    ..
    am beispiel DAIMLER AG kann bei der rückschau auf die
    letzten jahre folgendes festgestellt werden..
    ..
    dividende..für 2011 € 2,20..2010..€ 1,85..2009..€.0,00
    ..
    durschnitt der letzten drei jahre ..€ 1,35
    ..
    hinzu kommen die ernormen kursschwankungen wegen des..
    konjunktureinbruches..€ 59.09-€ 29,02
    ..
    dagegen mussten die mitarbeiter zwar zt. kuzarbeit hin-
    nehmen, konnten aber schon ab 2010 wieder sonderschich-
    ten fahren und wurden bzw. werden 2011 mit € 3200,00 ..
    bzw. 2011 mit € 4.000,00 am gewinn beteiligt..
    ..
    diese gegenüberstellung zeigt, dass es zt. auch einen
    ausgleich zwischen mitarbeitern und aktionären geben
    kann..
    ..

  • 15.02.2012, 09:43 UhrAnonymer Benutzer: M.Dreher

    Achtung solche Kennzahlen sind recht Fehleranfällig. Es wird ein kummulierter Jahreswert durch einen Stichtagswert geteilt. Erfolgt zum Beispiel ein großer Unternehmenszukauf im Dezember eines Jahres erhöht sich die Anzahl der Mitarbeiter sofort aber die Kosten nur für den Monat Dezember. Eine solche Kennzahl für ein gesamtes Unternehmen zu berechnen führt meistens zu falschen Ergebnissen.

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