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Kapitalerhöhung: Deutsche Bank vergrault Anleger

Die Deutsche Bank plant offenbar eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. Bis zu neun Milliarden Euro könnte Deutschlands größte Bank am Markt aufnehmen, wird spekuliert. Die Aktionäre sind überrascht – und gar nicht begeistert. Die Aktie von Deutschlands größtem Geldhaus rutscht tief ins Minus. Die Bank selbst äußert sich nicht und verstärkt damit die Unsicherheit noch.

Eine mögliche Kapitalerhöhung belastet Aktien der Deutschen Bank. Quelle: dpa
Eine mögliche Kapitalerhöhung belastet Aktien der Deutschen Bank. Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Die Aussicht auf eine milliardenschwere Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank ist bei den Anlegern am Freitag auf wenig Gegenliebe gestoßen. Die Aktien des Instituts begaben sich auf Talfahrt und waren mit einem Minus von mehr als vier Prozent die größten Verlierer im Dax.

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Belastend für die Titel des Geldhauses sei vor allem die Höhe der möglichen Kapitalerhöhung, sagte ein Händler. Nach Handelsblatt-Informationen plant die Deutsche Bank, bis zu neun Milliarden Euro am Markt aufzunehmen. Das wäre die größte Transaktion dieser Art für den Branchenprimus seit vielen Jahren.

Mit der Kapitalerhöhung will sich das Geldhaus offenbar für eine Komplettübernahme der Postbank rüsten. Die im MDax gelisteten Postbank-Aktien stiegen in der Spitze um mehr als sieben Prozent auf 27,80 Euro, nachdem sie bereits am Donnerstag im späten Handel deutlich zugelegt hatten. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte in der Vergangenheit stets betont, Kapitalerhöhungen gebe es nur zur Finanzierung von Übernahmen.

Anleger spekulieren seit langem, dass die Deutsche Bank die Postbank bald komplett schluckt. Deutschlands größtes Geldinstitut hält bereits knapp 30 Prozent an der Postbank und will sich Experten zufolge über kurz oder lang vollständigen Zugriff auf deren 14 Millionen Privatkunden sichern. Die Deutsche Bank erhält im Februar 2012 über eine Umtauschanleihe weitere 27,4 Prozent vom anderen Aktionär Deutsche Post.

Mit der Ausgabe neuer Aktien für den Kauf der Postbank käme die Deutsche Bank dem Ziel näher, ihre Abhängigkeit vom volatilen Investment-Banking zu verringern. Wenn Ackermann die Führung der Bank 2013 oder früher an einen Nachfolger übergibt, soll dieser eine stabile Struktur vorfinden, die auf zwei Säulen ruht: dem Investment-Banking und dem Privatkundengeschäft.

Expansionsschritte auf dem heimischen Markt hat die Deutsche Bank mit der Übernahme der Berliner Bank, der Norisbank und Sal. Oppenheim und eben dem Einstieg bei der Postbank bereits unternommen. Mit der Übernahme der gesamten Postbank würde die Deutsche Bank die Zahl ihrer 14 Millionen Privatkunden glatt verdoppeln.

Analysten reagierten zurückhaltend auf die Spekulationen über einen Kapitalschritt: „Wir empfehlen vorsichtig zu sein, bis mehr Details zur Kapitalerhöhung bekanntwerden“, schrieb DZ-Analyst Matthias Dürr in einer Kurzstudie. Seiner Einschätzung nach dürfte das Szenario einer Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank mit der möglichen Kapitalerhöhung immer wahrscheinlicher werden.

  • 11.09.2010, 21:10 UhrAnonymer Benutzer: karsten

    Aus meiner Sicht hat die Deutsche bank ein schlechtes image bei vielen buergern.Zu gross und zu unpersoenlich und zu traege.ich bin sogar von einer Angestellten des Parkplatzes verwiesen worden,weil ich als deren Kunde keinen beratungstermin hatte.
    ich bin sehr froh darueber,dass viele Leute wieder auf Kredite verzichten und fuer groessere Anschaffungen lieber warten und sparen.Die nierigen Zinsen werden einerseits nicht an Normal-Kunden weitergegeben,andererseits erhoehen Kreditzinsen den tatsaechlichen Preis einer Ware.
    Die Deutsche bank sollte nur Grosskunden bedienen und sich aus dem Privat Geschaeft heraushalten.
    ist nur eine Frage der Zeit bis wir die bei der naechsten bankenkrise wieder mit Steuergeldern "heraushauen" muessen.





  • 11.09.2010, 20:15 UhrAnonymer Benutzer: Benedikt-Gruppe

    Gute Kapitalerhöhung der Deutschen bank.
    Die Anleger und Aktionäre sollten nicht über die
    mögliche Höhe der Kapitalerhöhung von 9 Mrd. Euro
    enttäuscht sein, sondern darüber, dass die bank
    nicht mehr Geld für neue Aquisationen braucht.
    Das Geld wird doch nicht für Umschuldungen ver-
    wendet, sondern für Neuerwerbungen -Postbank-
    usw. Der niedrige Kurs sollte Anleger ermutigen
    zu kaufen. Der buchwert der Aktie ist noch immer
    höher als der Kurswert. Einen Diamanten gibt
    es nicht lange unter Preis.

  • 10.09.2010, 16:47 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    wenn ihr dann noch die derivateleichen im keller und die wahree dimension der bilanzenverdrehung seht dann werdet ihr verstehen warum es ein tatort ist,auf jeden fall geben die beanken erst dann kredite weiter wenn sie mit soviel geld versorgt werden das es nicht mehr auffällt das sie über ordentliches geld garnicht mehr verfügen

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