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Minus 20 Prozent: Sky schockiert Anleger – Aktienkurs stürzt ab

Der Bezahlsender Sky rutscht tiefer in die Krise. Das Unternehmen schreibt Verluste und kündigt eine Kapitalerhöhung an. Die Anleger sind entsetzt - der Aktienkurs fällt um mehr als 20 Prozent. Ein Analyst sieht das als Chance.

Allgemeine Ratlosigkeit - der Kaiser am Sky-Mikrofon Quelle: dpa
Allgemeine Ratlosigkeit - der Kaiser am Sky-Mikrofon Quelle: dpa

HB MÜNCHEN. Sky Deutschland schockiert seine Aktionäre - und die verlieren mehr und mehr die Geduld. Weil der Schuldensender schon wieder neues Geld braucht, gerät die Aktie massiv unter Druck. Der Kurs fiel in der Spitze um mehr als ein Viertel auf ein Rekordtief von 1,05 Euro. Es ist der viergrößte Kurseinbruch der Firmengeschichte.

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Der Aktienumsatz lag dabei nach einer Handelsstunde bereits mehr als sechs Mal so hoch wie an einem gesamten Durchschnittstag. Rund 80 Prozent des gesamten Geschäfts im MDax ging auf das Konto des Bezahlfernseh-Senders. Am Vormittag wurden ungefähr so viele Sky-Aktien gehandelt wie von den drei Dax-Firmen Infineon, Deutsche Post und Deutsche Telekom zusammengerechnet.

Der jüngste Kurssturz ist der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Abwärtsbewegung der Sky-Aktie. Im vergangenen Herbst waren die Titel des Bezahlsenders noch rund 4,48 Euro wert. Seither geht es sukzessive bergab - und der Absturz auf Pennystock-Niveau scheint nur noch eine Frage der Zeit.

Sky hatte nach einem erneuten Verlust im zweiten Quartal angekündigt, das Kapital ein weiteres Mal stärken zu müssen. Mit einer Kapitalerhöhung und neuen Schulden sollen mindestens 340 Mio. Euro eingenommen werden. Der Medienmogul und Großaktionär Rupert Murdoch sichere diese Summe mit seinem Unternehmen News Corp ab. Für Sky - früher unter der Marke Premiere bekannt - ist es seit dem Börsengang 2005 schon die siebte Kapitalspritze.

Die Gelder sollen die Finanzlage verbessern und in potenzielle Wachstumsfelder gesteckt werden, die Sky allerdings schon seit Jahren ohne nachhaltige Fortschritte sucht. So sollen zum Beispiel das Angebot hochauflösender Sendungen (HD) und der Vertrieb gestärkt werden.

Das frische Geld will Sky durch die Ausgabe von knapp 270 Mio. neuen Aktien im September und Oktober einnehmen. Neben Ausgabe neuer Aktien will sich das Unternehmen auch noch auf andere Art Geld beschaffen: Abhängig von der Resonanz der Anleger für die neuen Aktien könnte auch noch eine Wandelanleihe ausgegeben und ein Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt werden.

  • 03.08.2010, 21:05 UhrAnonymer Benutzer: Bye Bye Sky

    ich war auch mal Kunde bei Premiere. Am besten fand ich, als der Laden plötzlich Sky heißen sollte, haben die Macher von dem Sender die neuen Vertragsbedingungen in für Nicht-brillenträger fast nicht lesbares Kleingedrucktes verfasst. Damit es noch schwieriger war zu lesen, hat man es nicht in schwarz sondern in schwaches Grau gedruckt. Das sind die Methoden, die die Versicherungsbranche und die banken normalerweise verwenden, um die Kunden nicht ganz korrekt aufzuklären. So wie der Laden Sky geführt wird, können nur alte Männer aus längst vergangenen Zeiten dort das Zepter in der Hand halten. Als Premiere zu Sky wurde, sollte plötzlich alles so super profitabel werden. Der Aktienkurs ging damals sofort hoch. ich habe mich nur gefragt, wie die besser sein wollten. Die Abo-Pakete sind so geblieben. Die Abo-Preise gestiegen. Die alten Verträge wurden von Sky selbst gekündigt (so doof muss man erstmal sein). Die Lockangebote für neue Kundschaft waren äußerst mager. Sky kann einem noch nicht mal leid tun. Den Laden noch am Leben zu erhalten, was für eine Geldverschwendung. ich hoffe, dass die mit ihrem dümmlichen Konzept recht bald untergehen.

  • 03.08.2010, 18:04 UhrAnonymer Benutzer: Gilles

    Tja--- Paytv in der form, ich weiss ja nicht. immer mehr kommt über das internet. Die jungen machen eh nur noch youtube. Pay-tv in der form wird es in 20 jahren spätestens nicht mehr geben. Selber Schuld wenn man sich so doofe Aktien kauft.

  • 03.08.2010, 17:29 UhrAnonymer Benutzer: A. Prenden

    GEZ sei Dank ist das Angebot an frei empfangbaren TV- und Radiostationen fast unerschöpflich! Die Grundidee dieser Zwangsabgabe, in Zukunft Haushaltsabgabe ob man empfangen kann oder nicht mit dem vollen Satz, war gut und hat ja eine gewisse Meinungsvielfalt entstehen lassen. Leider wurde diese nicht kostenlose Medienvielfalt von der Politik okkupiert! Ausserdem können die GEZ-Sender bei Sportrechten in die vollen gehen und Heere von Mitarbeitern in einen überbezalten Kurzurlaub schicken, siehe Südafrika Leichtathletik-EM etc., und die Preise dafür in die Höhe schrauben. Nicht umsonst findet man viele "Events" nur noch bei den GEZ-Sendern. Gegen dieses Überangebot kommt niemand an und mit den zukünftigen Möglichkeiten der Online-Videothek geht noch mehr Exklusivität verloren. Was zeigt den Sky so spektakuläres? Seit Kirch habe ich nicht verstanden wer da noch investiert oder investiert bleibt. Mal den Finanzberater wechseln. Mach die Lichter aus Sky!

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