
Zoetis hat nach dem Börsengang am Freitag einen Kursgewinn von bis zu 22 Prozent eingefahren. Das Tochter-Unternehmen des US-Pharmakonzerns Pfizer, das sich in Tiermedizin spezialisiert hat, hatte bei seinem Börsengang 2,24 Milliarden Dollar (1,64 Milliarden Euro) eingenommen. Die Aktien waren deutlich über dem vorgeschlagenen Preisrahmen verkauft worden. Zoetis hatte 86,1 Millionen Aktien für je 26 Dollar an den Markt gebracht. Die festgesetzte Preisspanne hatte lediglich zwischen 22 Dollar bis 25 Dollar gelegen.
Pfizer hatte beim größten US-Börsengang seit Facebook etwa 17 Prozent von Zoetis an die Börse gebracht. Das IPO bewertete Zoetis mit 13 Milliarden Dollar, das Unternehmen ist damit das Größte seiner Art an der Börse.
„Wir haben bisher noch kein reines Tiermedizin-Unternehmen gesehen“, sagte Judson Clark, Gesundheitsbranchen-Analyst bei Edward Jones & Co in St. Louis, im Telefon-Interview. „Es gab einige Fragen dazu, wie Investoren es aufnehmen würden – ersten Anzeichen zufolge ist das positiv“, fügte er hinzu.
General Electric
Marktkapitalisierung: 233.63 Milliarden Dollar
Branche: Mischkonzern
Johnson & Johnson
Marktkapitalisierung: 231,38 Milliarden Dollar
Branche: Pharma
PetroChina
Marktkapitalisierung: 231,76 Milliarden Dollar
Branche: Energie
Chevron
Marktkapitalisierung: 232,52 Milliarden Dollar
Branche: Energie
Walmart
Marktkapitalisierung: 261,44 Milliarden Dollar
Branche: Einzelhandel
Microsoft
Marktkapitalisierung: 263,64 Milliarden Dollar
Branche: Technologie
Berkshire Hathaway
Marktkapitalisierung: 264,99 Milliarden Dollar
Branche: Beteiligungsgesellschaft
Marktkapitalisierung: 265,89 Milliarden Dollar
Branche: Technologie
Apple
Marktkapitalisierung: 388,44 Milliarden Dollar
Branche: Technologie
Exxon Mobil
Marktkapitalisierung: 393,61 Milliarden Dollar
Branche: Energie
Der Börsenwert eines Unternehmens (Marktkapitalisierung) wird ermittelt indem man die Gesamtzahl der börsennotierten Aktien mit dem aktuellen Kurs der Aktie multipliziert. Aktien, die sich nicht im Streubesitz befinden werden dabei nicht berücksichtigt.
Am Beispiel von Apple heißt dies: 939.058.000 Aktien sind im Umlauf, der Kurs der Aktie betrug zum Stichtag der Analyse 413 Dollar. Ergebnis: Ein Börsenwert von rund 388 Milliarden Dollar.
Die Wurzeln von Zoetis als Pfizer-Tochter reichen bis ins Jahr 1952 zurück. Das Unternehmen hat mindestens zehn andere Firmen übernommen, um der größte Tiergesundheits-Konzern zu werden. Der Umsatz 2012 betrug 4,3 Milliarden Dollar – etwa 20 Prozent des 22 Milliarden Dollar schweren Markts.
Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.
Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.
Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.
Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.
Im laufenden Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold, war mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.
Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.
Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.
Im Jahr 2011 hat der 17-prozentige Umsatzanstieg alle Konkurrenten bis auf die Tiergesundheitssparte von Eli Lilly übertroffen, wie Bloomberg-Daten zeigen. Dennoch trennt sich Pfizer von der Tochter – dies ist Teil der Strategie des Vorstandsvorsitzenden Ian Read, sich auf den Arzneimittelmarkt zu konzentrieren. Pfizers Patent auf die bestverkaufte Medizin der Welt, Lipitor, ist kürzlich ausgelaufen.





