
HB FRANKFURT. Der Solartechnikkonzern SMA Solar überrascht die Anleger mit einer erfreulichen Nachricht: Die Geschäfte im ersten Halbjahr liefen besser als gedacht. Deshalb hebt das Unternehmen seine Prognose für Umsatz und Gewinn an. An der Börse wurde die Ankündigung euphorisch aufgenommen. Die Aktie schnellte rund 18 Prozent auf 99,52 Euro nach oben und führte damit die Gewinnerliste im TecDax an.
Der Weltmarkt werde sich 2010 voraussichtlich besser entwickeln als bisher gedacht, teilte das Unternehmen in Niestetal bei Kassel mit. Daher rechnet der Vorstand 2010 nun mit einem Umsatzanstieg auf 1,5 bis 1,8 Mrd. Euro statt wie bislang auf 1,1 bis 1,3 Mrd. Euro. Zudem peilt der Konzern eine operative Rendite (Ebit-Marge) von 24 bis 27 Prozent an. Bislang hatte der Vorstand nur 20 bis 23 Prozent in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen bei Umsätzen von 934 Mio. Euro eine Ebit-Marge von rund 24 Prozent.
SMA Solar produziert Wechselrichter, die das Herzstück einer Solaranlage sind: Sie wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. In diesem Bereich ist das Unternehmen Weltmarktführer und wirtschaftete zuletzt deutlich profitabler als Komplettanbieter wie Solarworld. Den geplanten Förderungskürzungen in Deutschland sieht Firmenchef Günther Cramer deshalb relativ gelassen entgegen. Im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von mehr als 800 Mio. Euro und setzte 3,1 Gigawatt an Wechselrichter-Leistung ab.
Im Gesamtjahr rechnet SMA Solar mit einem Wachstum des Weltmarktes auf bis zu 14 Gigawatt. Bislang war die Firma nur von einem Marktvolumen von neun bis elf Gigawatt ausgegangen.
"SMA wird den Marktanteil 2010 halten oder sogar leicht ausbauen", erklärte der Konzern. Nächstes Jahr gehe SMA Solar zwar von einem Marktrückgang in Deutschland aus, dafür würden aber voraussichtlich die Auslandsmärkte kräftiger wachsen.




