
DüsseldorfDie ersten Reaktionen auf die Zahlen von Adidas waren wenig begeistert. Der Kurs fiel im vorbörslichen Handel. Doch mit Zeitverzögerung setzten sich die Optimisten durch. Die Aktie von Adidas zog fast sieben Prozent an – so stark wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Vor allem die Erhöhung der Dividende stimmte die Investoren um. Das Management beabsichtigt, die Ausschüttung um 35 Prozent auf 1,35 Euro je Aktie zu erhöhen. Erwartet worden war 1,25 Euro je Aktie.
Das Papier setzte sich damit von den Konkurrenten Nike und Puma deutlich ab. Seit Jahresanfang steht bei Adidas ein Kursplus von mehr als 10 Prozent zu Buche, Nike kommt auf rund sieben Prozent, Puma nur auf vier Prozent.
Sieben Prozent mehr als in 2010, und somit 155 Millionen Euro setzte Runners Point in 2011 um.
Der Outdoor-Ausrüster konnte seine Umsätze von 2010 auf 2011 um 9 Prozent steigern. Rund 250 Millionen Euro setzte Globetrotter im letzten Jahr um.
Rund 440 Millionen Euro nahm Karstadt 2011 im Sportbereich ein. Im Vergleich zu 2010 sind das drei Prozent weniger.
Auch in der Sportabteilung von Kaufhof gingen die Umsätze zurück. Sie schrumpften von 2010 auf 2011 um sechs Prozent. Mit 500 Millionen Euro macht das Unternehmen unter den Sporthändlern dennoch den dritten Platz.
Rund 1,49 Milliarden Euro setzte Sport 2000 im letzten Jahr in Deutschland um. Das sind drei Prozent weniger als noch in 2010.
Vier Prozent weniger als in 2010 hat Intersport im vergangenen Jahr umgesetzt. Mit 2,7 Milliarden Euro ist das Unternehmen aber immer noch mit großem Abstand an der Spitze.
Die übrigen Sporthändler machten insgesamt zwei Prozent Umsatz weniger als in 2010 und landen zusammen bei 2,34 Milliarden Euro.
Herbert Sturm, Analyst der DZ-Bank, gehörte am Morgen zu denjenigen, die Skepsis verbreiteten: Die Prognose des Adidas-Managements für 2013 sei vorsichtig. Sie liege unter den Markterwartungen und könnte kurzfristigen Kursdruck auslösen.
Geplant ist danach ein Wachstum des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die operative Marge soll sich auf einen Wert von annähernd neun Prozent verbessern, das Ergebnis je Aktie werde voraussichtlich zwischen 4,25 und 4,40 Euro liegen. Bisher waren Analysten im Schnitt von 4,50 Euro ausgegangen.

Platz 12: Pacific Sunwear
Unter den weltweit größten Sportartikelherstellern landet Pacific Sunwear auf dem zwölften Platz. Tom Moore gründete das Unternehmen 1980 als kleinen Surfshop in Newport Beach (Kalifornien). Mit 2700 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen 2010 einen Umsatz von 0,7 Milliarden Euro.

Platz 11: Columbia Sportswear
Ein Shop von Columbia Sportswear in Portland (Oregon). Das 74 Jahre alte US-Unternehmen hat sich auf Outdoorkleidung und Skimode spezialisiert. Der Umsatz liegt bei 1,1 Milliarden Euro (2010).

Platz 10: Billabong
Der australische Hersteller steht in der Branchenrangliste auf Platz zehn. Der Umsatz liegt bei 1,2 Milliarden Euro. Das in den 1960ern vom Surf-Enthusiasten Gordon Merchant gegründete Unternehmen stellt inzwischen neben Surf-Ausrüstung auch (Damen-)Mode für den Winter her.

Platz 9: New Balance
Der englische Einwanderer William J. Riley (links) gründete New Balance in Boston, Massachusetts. Der Schuhmacher stellte seit 1906 speziell angepasste Schuhe für Menschen mit Fußproblemen her. Angeblich kam ihm die Idee, als er Hühner in seinem Garten beobachtete. Nach dem Vorbild der Tiere mit drei Krallen am Fuß entwickelte er die Einlagen. Seit 1941 fertigte New Balance auch Sportschuhe, unter anderem für Läufer. 2009 lag der Umsatz bei 1,3 Milliarden Euro.

Platz 8: Quicksilver
Freunde des Wassersports kennen Quicksilver natürlich. Das Unternehmen dominiert den Surf-, Skate- und Snowboardsport. 2010 betrug der Umsatz 1,4 Milliarden Euro. Zu den bekanntesten Werbefiguren des Unternehmens gehört der Star der Wellenreiterszene Kelly Slater (Bild).

Platz 7: Amer Sports
Der finnische Konzern, der in seinen Anfangsjahren Tabakprodukte verkaufte, konzentriert sich seit Mitte der 1980er Jahre auf die Sportbranche. Zu den bekanntesten Marken von Amer Sports gehört der österreichische Skihersteller Atomic. 2005 kaufte das Unternehmen Adidas den französischen Sportartikelhersteller Salomon ab. Im Jahr 2010 machte Amer Sports einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro.

Platz 6: Jarden
Jarden, schon mal gehört? Das US-Unternehmen liegt mit einem Umsatz von 1,9 Milliarden Euro (2010) auf Platz 6 der größten Sportartikelhersteller. Zu den Jarden-Marken gehört das Traditionsunternehmen Völkl, das aber am Stammwerk im bayerischen Straubing produziert. Jarden verkauft noch ganz andere Dinge, etwa Kochtöpfe, Tupperdosen und Zelte.

Platz 5: Asics
Mit einer ganzheitlichen Philosophie wirbt Asics: Der Firmenname steht für „Anima Sana in Corpore Sano“ (Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper). Das japanische Unternehmen machte 2010 2,1 Milliarden Euro Umsatz.

Platz 4: Puma
Der fränkische Konzern aus Herzogenaurach wurde 1948 von Rudolf Dassler gegründet und erzielte 2010 einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. Unter dem langjährigen Vorstandschef Jochen Zeitz gelang seit den 1990er Jahren der Weg aus der Krise. Puma versteht sich heute als Sport- und moderner Lifestyle-Konzern. Zeitz' Nachfolger ist Franz Koch, er will Puma auf Augenhöhe mit den Branchenführern Nike und Adidas führen.

Platz 3: VF Corporation
In die Top 3 der größten Sportartikelhersteller hat sich durch etliche Zukäufe nach und nach der Bekleidungskonzern VF Corporation geschoben. 2010 lag der Umsatz des Unternehmens, zu dem die Marken Timberland, Vans (Bild) und Eastpak gehören, bei 2,8 Milliarden Euro. Bis zum Spitzenduo ist es aber noch ein weiter Weg.
Platz 12: Pacific Sunwear
Unter den weltweit größten Sportartikelherstellern landet Pacific Sunwear auf dem zwölften Platz. Tom Moore gründete das Unternehmen 1980 als kleinen Surfshop in Newport Beach (Kalifornien). Mit 2700 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen 2010 einen Umsatz von 0,7 Milliarden Euro.
Auf der anderen Seite seien eine Reihe positiver Nachrichten zu erwähnen, fügte er hinzu. Dazu zähle die Dividendenpolitik, ein hervorragendes Vorrats-Management sowie eine Verbesserung der Margen beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT).
“Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der Gewinnanstieg im Jahr 2013 höher sein könnte“, stellte Michael Kuhn, ein Analyst der Deutschen Bank fest. Der Gewinnausblick sei “ein kleiner Lichtblick”, aber nahe an den Erwartungen des Marktes.





