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US-Wahlkampf: Derivate-Investoren müssen mit Wetten warten

Derivate-Anleger müssen sich mit Wetten auf den Ausgang der US-Wahl noch gedulden: Die North American Derivatives Exchange wollte eigentlich Anfang Januar mit ihren Wahl-Futures starten. Nun verzögert sich der Start.

Der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, beim Vorwahlkampf: Noch kann nicht auf ihn gewettet werden. Quelle: dpa
Der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, beim Vorwahlkampf: Noch kann nicht auf ihn gewettet werden. Quelle: dpa

FrankfurtUnmittelbar vor der nächsten Runde der republikanischen Vorwahlen in den USA müssen sich Anleger mit Wetten auf den Ausgang der Wahl noch gedulden. Die North American Derivatives Exchange (Nadex) wollte Anfang Januar mit ihren Wahl-Futures starten.

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Die US-Derivatebörsen-Aufsicht CFTC kündigte vergangene Woche aber eine Prüfung an, die bis zu 90 Tage dauern kann. Bis dahin liegt die Einführung der Terminkontrakte auf Eis. CFTC-Chef Bart Chilton hatte in einer Stellungnahme den Sinn derartiger Terminkontrakte in Zweifel gezogen. Außerdem gehe er davon aus, dass die die juristischen Hürden nicht überwunden werden könnten.

Am Dienstag stellen sich die republikanischen Präsidentschaftsbewerber im Bundesstaat New Hampshire den Wählern. Als Favorit gilt der ehemalige Gouverneur des Nachbar-Staates Massachusetts, Mitt Romney. Dieser hatte bereits die Vorwahlen in Iowa knapp für sich entschieden.

Die geplanten Nadex-Futures funktionieren nach folgendem Prinzip: Kostet der Future auf Mitt Romney 49 Dollar, signalisiert dies, dass Anleger seine Chance auf einen Gewinn der Wahl auf 49 Prozent taxieren. Wird Romney tatsächlich der nächste US-Präsident, steigt der Future auf 100 Dollar und der Anleger kann 51 Dollar Gewinn minus einer Börsengebühr von 90 US-Cent einstreichen. Scheidet Romney dagegen bei den Vorwahlen aus oder verliert gegen Obama, sind die gezahlten 49 Dollar futsch.

Der Handel mit den Papieren ist aber nicht an Wahltermine gebunden. Wenn etwa Romneys Chancen aufgrund von Patzern der Mitbewerber auf 80 Prozent steigen und der Future damit 80 Dollar kostet, kann ein Anleger die Kontrakte noch vor dem Urnengang mit Gewinn verkaufen.

Die Nadex richtet sich vor allem an Privatanleger. Dort können Investoren schon ab einer Einlage von 100 Dollar ein Depot eröffnen. Unter den US-Derivatebörsen gehört sie zu den kleinen Fischen. Kaum eine Million Kontrakte wurden seit Jahresbeginn dort gehandelt. Zum Vergleich: Beim Marktführer Chicago Mercantile Exchange (CME), die auch der CFTC-Kontrolle unterliegt, waren es 13 Millionen Futures - täglich. Dort kann man übrigens nicht nur auf die Preisentwicklung von Weizen, Mais & Co. spekulieren, sondern auch auf Schneefall in Minneapolis oder die Schwere der jährlichen Hurrikan-Saison.

  • 09.01.2012, 13:38 Uhrihr

    "Derivate-Investoren" ???

    Das sind einfach Zocker! Ob in der Spielbank oder hier. Falls sie verlieren ist das geld futsch, Gewinne zahlt die Bank, und wenn das nicht reicht der Steuerzahler über den rettungsschirm für Banken!

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