
FRANKFURT. Die Marktstrategen der großen Geldhäuser haben in diesen Tagen einen vollen Terminkalender. Täglich reisen sie von einer europäischen Metropole zur nächsten, um Großkunden zu erzählen, wie sich die Aktienmärkte im nächsten Jahr entwickeln werden. Der Tenor ist überall gleich: 2011 wird ein Aktienjahr. "Das Risiko der Aktienanlage wird so gut entlohnt wie seit 20 Jahren nicht mehr", bringt Jens Wilhelm, Vorstand der Fondsgesellschaft Union Investment, den vorherrschenden Optimismus auf den Punkt.
Merkwürdig nur: Gleichzeitig verkaufen die Vorstände und Aufsichtsräte deutscher Unternehmen so viele Aktien des eigenen Unternehmens wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Fresenius-Aufsichtsrat Roland Berger beispielsweise hat sich im November von Papieren im Wert von über fünf Millionen Euro getrennt. Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling verkaufte Papiere für über 4,1 Millionen Euro, der Chef der Gesellschaft für Konsumforschung, Klaus Wübbenhorst, für über 1,5 Millionen Euro. Auch Topmanager von Dax-Konzernen wie Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser oder K+S-Chef Norbert Steiner machten Kasse, beide im sechsstelligen Bereich.
Wegen dieser und anderer Aktienverkäufe ist das "Insider-Barometer", das Finanzmarktexperten regelmäßig für das Handelsblatt berechnen, in den vergangenen zwei Wochen von 117 auf 98 Punkte gefallen. Das Barometer errechnet sich aus den Kauf- und Verkaufsorders der Unternehmensinsider, die ihre Transaktionen seit dem Jahr 2002 veröffentlichen müssen.
Die Frage ist nun: Wer hat recht? Die optimistischen Marktstrategen und Analysten, die den deutschen Leitindex Dax in einem Jahr zwischen 7 500 und 8 000 Punkten sehen? Oder die Unternehmensinsider, die kräftig Aktien verkaufen, weil sie dem Dax beim jetzigen Stand von gut 7 000 Punkten womöglich nicht mehr viel zutrauen?
Klar sei, dass die Insider "jetzt auf Nummer sicher gehen", sagt Simon Bölinger vom Forschungsinstitut für Asset-Management in Aachen, der das Insider-Barometer mitberechnet. Das Barometer gilt ihm wie vielen Analysten als Frühindikator für das künftige Börsengeschehen. Ein Stand von 98 Punkten würde demnach bedeuten, dass bei Dax, MDax und TecDax in den nächsten Monaten keine großen Kursbewegungen zu erwarten sind.
Die Verkaufsneigung der deutschen Insider teilen auch ihre US-Kollegen. Für jeden Aktienkauf im Wert von einem US-Dollar verkauften die Insider zuletzt an der Wall Street Aktien für gut 3 000 Dollar. Allein Microsoft-Chef Steve Ballmer trennte sich in großem Stil von Papieren seines Hauses - und strich dabei 1,3 Milliarden Dollar ein.
ich kann mich dem Artikel nur anschließen wenn mehrere Vorstände oder Aufsichtsräte Aktien kaufen oder verkaufen ist Vorsicht angesagt. Wir von Sharewise haben in Zusammenarbeit mit der Uni innsbruck festgestellt, dass wenn 3 meldepflichtige Personen wie Aufsichtsräte oder Vorstände in 30 Tagen Aktien verkaufen oder kaufen dies ein sehr gutes Handelssignal ist. Dazu haben wir eine virtuelle Person den Director Dealer intensive entwickelt. Dieser macht eine Kauf oder Verkaufsempfehlung wenn 3 meldepflichtige Personen in 30 Tagen gleichzeitig Aktien für mindestens 10.000 € kaufen oder verkaufen. Wir überprüfen dann was mit den Empfehlungen passiert. Der Director Dealer intensive outperformed aktuell den Euro Stoxx 600 klar aus. Er befindet sich bei mehr als 72.000 Mitgliedern die sich auf Sharewise messen lassen auf Platz 12 der weltweiten Rangliste. Wer genau wissen will wie es funktioniert kann es hier nachlesen.
http://www.de.sharewise.com/finanznachrichten/30829-Handelsstrategie-_Director_Deal
Was soll uns denn diese und andere Meldungen im Hb sagen? Uns wird doch immer suggeriert das es mit der Wirtschaft bergauf geht, die Wirtschaft brummt und wir bald Vollbeschäftigung haben werden? Eigentlich haben die Vortände doch das gleiche Gefühl wie die bevölkerung, der "Aufschwung" geht an ihnen vorbei und mit höheren Abgaben steht ausserdem weniger Geld zur Verfügung! Naja, auf die bürger hört keiner, aber auf die Vorstände schon, also wie immer alles nur Propaganda! Und dafür zahlen wir auch noch Zwangsgebühren und überhöhte Abgaben.





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