
MAILAND. Dabei hatte der Stromkonzern den Ausgabepreis bereits im letzten Moment reduziert. Enel hatte die Platzierung der Sparte der erneuerbaren Energien in Italien und Spanien mit ganzseitigen Zeitungsanzeigen und Fernsehspots angekündigt. Der Börsengang ist nicht zuletzt dank der Kleinaktionäre überhaupt zustande gekommen: Private Anleger hatten rund drei Viertel der Aktien gezeichnet. Das Interesse der institutionellen Investoren hielt sich dagegen in Grenzen. Dennoch reicht die Nachfrage, um den sogenannten „Green Shoe“, also eine Reserve von weiteren 210 Millionen Aktien auszuüben.
Insgesamt nimmt Enel mit dem Börsengang 2,6 Mrd. Euro ein, also weniger als die erhofften drei Mrd. Euro. Enel will mit dem Geld vor allem den eigenen Schuldenstand von zuletzt mehr als 50 Mrd. Euro abbauen. Die hohen Schulden belasten den Konzern seit der Übernahme des spanischen Versorgers Endesa vor drei Jahren.
Enel Green Power macht den Großteil des Umsatzes mit traditioneller Wasserkraft und Erdwärme. In Zukunft will das Unternehmen auf dem Gebiet der Wind- und Sonnenenergie wachsen.




