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Börsenkandidat: LEG lockt Anleger mit Wachstumsplänen

Der Wohnungskonzern LEG strebt an die Börse – und wirbt bei Investoren mit ehrgeizigen Wachstumsplänen. Der Vorstand kündigte weitere Akquisitionen an.

LEG-Immobilie in Köln-Niehl: Gewinnsteigerung durch Mieterhöhungen. Quelle: Pressefoto LEG
LEG-Immobilie in Köln-Niehl: Gewinnsteigerung durch Mieterhöhungen. Quelle: Pressefoto LEG

FrankfurtDas an die Börse strebende Immobilienunternehmen LEG will in den kommenden Jahren kräftig zukaufen. 10.000 Wohnungen in den kommenden zwei Jahren seien eine realistische Größe, sagte LEG-Vorstandschef Thomas Hegel am Montag in Frankfurt.Fokussieren wolle sich die LEG dabei auf den Raum Nordrhein-Westfalen. „Da kennen wir uns aus“. Stemmen will das Unternehmen die Zukäufe ohne Kapitalerhöhung. „Wir haben 170 Millionen Euro für Akquisitionen zur Verfügung, bevor wir die Kapitalmärkte anzapfen müssen“, sagte Finanzvorstand Eckhard Schultz.

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Die Aktien der LEG können seit Montag gezeichnet werden. Die Frist läuft bis Ende des Monats. Die Preisspanne liegt bei 41 bis 47 Euro. Die Erstnotiz im Prime Standard der Frankfurter Börse ist für den 1. Februar geplant. Erste Details zum Börsengang hatte die LEG bereits am Freitagabend bekannt gegeben.

Immobilienkonzern LEG-Börsengang könnte Milliarden einbringen

Im besten Fall machen die LEG-Eigentümer einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro.

Der Börsen-Anwärter war 2008 vom Land Nordrhein-Westfalen privatisiert worden. Die Investoren Perry Capital und der Whitehall Immobilienfonds von Goldman Sachs kauften das Unternehmen damals für 3,4 Milliarden Euro und übernahmen auch die Schulden. Nun wollen die Investoren sich zumindest von Teilen des Unternehmens wieder trennen. Inklusive Mehrzuteilung sollen 30,5 Millionen Aktien über die Börse verkauft werden. Dies entspricht einem Anteil von 57,5 Prozent. Im besten Fall streichen die Eigentümer 1,4 Milliarden Euro ein.

Klappt der Börsengang, dann wäre LEG das zweitgrößte an der Deutschen Börse gelistete Immobilienunternehmen nach dem Mülheimer Gagfah-Konzern. Die Gesellschaft ist zudem ein heißer Kandidat für die Aufnahme in den MDax. „Ich gehe davon aus, dass LEG spätestens bei der zweiten Index-Überprüfung in diesem Jahr in den MDax aufgenommen wird“, sagte Foruhar Madjlessi von der Deutschen Bank.

Immobilienfirmen

Das Interesse von Investorenseite sei groß. Die meisten potenziellen Käufer stammten aus Großbritannien oder den USA. Die Deutsche Bank begleitet den Börsengang zusammen mit Goldman Sachs federführend. Immobilienaktien waren im vergangenen Jahr stark gefragt. Die Papiere von Deutsche Wohnen, Gagfah, GSW oder TAG Immobilien entwickelten sich deutlich besser als der MDax.

LEG verwaltet derzeit gut 90 000 Wohnungen. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete die Gesellschaft ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 170,6 Millionen Euro (Vorjahr: 160,3 Mio). 2012 wird ein Plus von sechs Prozent angepeilt. Unter dem Strich schlagen allerdings Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Konzernumbau zu Buche.

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