Teslas Problem sind die hohen Entwicklungskosten. Die Gelder aus der Gründungszeit gehen langsam zur Neige. Neben Firmenchef Musk, der mit dem Verkauf des Bezahldienstes Paypal an Ebay reich geworden war, hatten die zwei Google-Gründer Larry Page and Sergey Brin ihre Schatulle geöffnet. Es kamen Daimler und im Gefolge das Emirat Abu Dhabi hinzu.
Ob das Elektroauto ein Erfolg wird, ist allerdings umstritten. Viele tun das Thema als Modeerscheinung ab. Denn die technischen Hürden sind hoch und die Umweltfreundlichkeit zweifelhaft. Irgendwo muss ja auch der Strom für die Elektroautos produziert werden. Im Mutterland von Tesla, den USA, passiert das vielfach noch mit uralten Kohlekraftwerken.
Tesla lässt sich von der Kritik nicht beirren. Die Kalifornier planen ihren großen Durchbruch. Sie wollen mit dem Modell "S" eine schnittige viertürige Limousine auf die Räder stellen, die gerade mal die Hälfte des "Roadsters" kostet. Tesla hofft auf fünfstellige Stückzahlen und auf einen Gewinn in zwei Jahren.
Die Fabrik für den Wagen gibt es schon: Ein aufgegebenes Gemeinschaftswerk von Toyota und General Motors. Der Staat gibt einen Kredit über 465 Millionen Dollar. Denn US-Präsident Barack Obama hat sich die Förderung des Elektroautos auf die Fahnen geschrieben.
Die staatlichen Anreize locken auch Konkurrenten an. "Nahezu jeder etablierte Autokonzern wird ein Elektroauto anbieten, wenn das Thema Fahrt aufnimmt", sagte David Abella von Rochdale Investment der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg. "Meine Wette ist, dass wir Tesla in zehn Jahren nicht mehr sehen werden." Der Anlageexperte traut gewieften Börsianern aber durchaus zu, aus dem Hype jetzt Kapital zu schlagen.




