Washington„Schadenfreude“ ist eines jener deutschen Wörter, die es in die englische Sprache geschafft haben, weil es keine treffende Übersetzung gibt. Zuletzt tauchte der Begriff in amerikanischen Zeitungen, Blogs und im Fernsehen häufiger auf als sonst, und der Anlass könnte kaum treffender sein: der verkorkste Börsengang von Facebook.
So sieht etwa die „Los Angeles Times“ eine „ordentliche Portion Schadenfreude am Werk“. Der Technologieblog Slashgear schrieb von „wohligen Schauern der Schadenfreude auf dem Rücken“ bei jenen, die immer schon gewusst haben, dass der Mega-IPO nach dem beispiellosen Hype nur ein Reinfall werden kann.
Das war noch vor dem gestrigen Montag, dem Tag, an dem für Facebook alles nur noch schlimmer kommen sollte. Nachdem sich die Aktie beim von Technik-Pannen begleiteten Börsengang am Freitag nur durch Stützungskäufe hauchdünn über dem Ausgabekurs von 38 Dollar gehalten hatte, rauschte sie gestern in die Tiefe. Mit einem Minus von rund elf Prozent ging sie schließlich aus dem Handel. Am Dienstag rutschten die in Frankfurt gelisteten Aktien um weitere knapp fünf Prozent ab. Damit lagen die Titel umgerechnet etwa 50 US-Cent unter dem US-Vortagesschluss von 34,03 Dollar.
Die Reaktionen der Börsianer waren verheerend. „Anleger stehen Schlange am Tor – sie wollen raus“, kommentierte ein Händler. Ein anderer sprach von einem „regelrechten Albtraum“. Wiederum ein anderer bemängelte, der Ausgabepreis sei „vollkommen unrealistisch gewesen“. Außer sich war auch der Ex-Trader und TV-Moderator Jim Cramer, der von einem „Fiasko“ sprach. Der Facebook-Börsengang, schimpfte er, sei „eines der am schlechtesten gehandhabten Dinge, die ich je gesehen habe“.
Während die Finanzwelt schäumte, gab es im Internet viel Hohn und Spott über den vermurksten Börsengang. „Wo sind Facebooks Freunde?“, fragten die „New York Daily News“ über Twitter. „Uns wurde versprochen, Facebook würde wie eine Rakete abgehen“, twitterte Late-Night-Talker Jay Leno. „Offensichtlich handelt es sich um eine nordkoreanische Rakete“. Und Nutzer Todd Schnitt witzelte: „Ich hoffe, Zuckerbergs Ehe hält länger als der Hype um den Facebook-IPO“. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte am Samstag seine Freundin Priscilla Chan geheiratet.
Zunächst 5 Milliarden US-Dollar, könnte aber noch erhöht werden
Begleitet wird der Börsengang unter der Leitung von Morgan Stanley. Mit im Team sind JPMorgan, Goldman Sachs und Bank of America/Merril Lynch.
Unter den Risikofaktoren für Investoren nennt Facebook unter anderem den Weggang von Mark Zuckerberg.
Das Börsenkürzel für Facebook soll „FB“ werden. Das wird aber erst feststehen, wenn klar ist wo das Papier gehandelt wird.
3,7 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr
Mark Zuckerberg hält an Facebook 28 Prozent. Das Management insgesamt 70 Prozent. Der Rest ist in den Händen von Finanzinvestoren.
845 Millionen beträgt die Zahl vom 31. Dezember 2011. Genau ein Jahr zuvor waren es noch 608 Millionen User.
Durchschnittlich 2,7 Milliarden pro Tag im letzten Quartal 2011
250 Millionen
100 Milliarden
Auf Seite 28 des Prospekts werden die Aktionäre beruhigt, denen das Naturell Zuckerbergs - „Ich bin der Chef, Arschloch“ - aufstoßen könnte: „Als Verwaltungsratsmitglied steht Mr. Zuckerberg in der treuhänderischen Pflicht gegenüber unseren Aktionäre [und wird] nach gutem Gewissen und in einer Art und Weise handeln, (...) wie es im besten Sinne der Aktionäre ist.“

Ich bin freudig erstaunt, denn der Artikel verwendet Hyperlinks. Eines Tages könnte das Handelsblatt doch tatsächlich noch in den Zeiten des Internet ankommen.

Hat Goldmann eigentlich schon sein Investment versilbert ?
Dumme Frage - natürlich
Geniale Abzocke von Muppets

Wer spottet? All jene deren Gier kurzfristig nicht bedient wurde. Wen kuemmerts...






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