
Peking/ShanghaiDer größte chinesische Finanzkonzern Citic ist durch die Neuordnung seines Geschäfts einem möglichen Milliarden-Börsengang in Hongkong einen Schritt näher gekommen. Die Behörden hätten die für den Gang auf das Parkett abgeschlossene Restrukturierung bewilligt, teilte die Gruppe am Dienstagabend mit. Das Grundkapital belaufe sich auf umgerechnet rund 20 Milliarden Dollar.
Dies sei ein Schritt in Richtung eines Börsengangs in Hongkong, sagte eine der Citic nahestehende Person. In Medienberichten wird seit längerem über ein IPO spekuliert, das rund zehn Milliarden Dollar in die Kassen des größten und ältesten Finanzkonglomerats Chinas spülen könnte.
Citics Pläne könnten mit den Vorhaben anderer chinesischer Banken und Versicherer kollidieren, die ihre Kassen auffüllen müssen, um das rasante Wachstum zu finanzieren. Der Vorsitzende von Citic, Chang Zhenming, war im März mit den Worten zitiert worden, eine Notierung hänge davon ab, ob die Gruppe nach der Restrukturierung dafür geeignet sei.
Mit Hauptsitz in Peking war das Konglomerat 1979 vom früheren chinesischen Vize-Präsidenten Rong Yiren gegründet worden. Die Gruppe kontrolliert inzwischen 44 Unternehmen, darunter Chinas führenden Broker Citic Securities, der bei seinem Börsengang in Hongkong in diesem Herbst kräftig Federn lassen musste. Das Konglomerat ist zudem in der Bergbaubranche in Australien sowie bei der Ölförderung in Kanada engagiert.




