New YorkFacebook hat den ersten Schritt auf seinem Weg an die Börse getan. Am späten Mittwochnachmittag (Ortszeit) veröffentlichte das weltgrößte soziale Netzwerk seinen Börsenprospekt, mit dem es bei Investoren für seine Aktien wirbt. Einen Termin für den eigentlichen Gang aufs Parkett gibt es noch nicht. Das Volumen des Börsengangs liegt bei zunächst 5 Milliarden Dollar (3,94 Milliarden Euro) . Allerdings kann sich diese Summe noch erhöhen.
Es ist üblich, dass Firmen tiefstapeln, dann die Reaktion der Investoren abwarten und - falls genügend Nachfrage besteht - später den Preis erhöhen. Facebook kalkuliert damit vorsichtiger als zunächst gedacht: Am Wochenende hatten US-Zeitungen noch einem Volumen von zehn Milliarden Dollar berichtet. Das Emissionsvolumen könne bei starker Nachfrage der Investoren aber erhöht werden, merkten Insider an.
Schon jetzt steht fest, dass Facebook das größte Börsendebüt eines Internet-Unternehmens aller Zeiten gelingen wird. Google sammelte bei seiner Aktienpremiere vor acht Jahren gerade einmal 1,7 Milliarden Dollar ein. Inzwischen ist der Suchmaschinenanbieter 190 Milliarden Dollar wert.
Wie der Börsenprospekt verrät, ist Facebook profitabel: Laut Bilanz stieg der Gewinn 2011 um 65 Prozent auf eine Milliarde Dollar, 2010 waren es 606 Millionen Dollar und 2009 immerhin bereits 229 Millionen Dollar. Facebook ist ein außerordentlich lukratives Geschäft. Den Milliardengewinn 2011 schaffte das Online-Netzwerk mit nur 3,7 Milliarden Dollar Umsatz. Die Haupteinnahmequelle der Firma ist Online-Werbung.
Zunächst 5 Milliarden US-Dollar, könnte aber noch erhöht werden
Begleitet wird der Börsengang unter der Leitung von Morgan Stanley. Mit im Team sind JPMorgan, Goldman Sachs und Bank of America/Merril Lynch.
Unter den Risikofaktoren für Investoren nennt Facebook unter anderem den Weggang von Mark Zuckerberg.
Das Börsenkürzel für Facebook soll „FB“ werden. Das wird aber erst feststehen, wenn klar ist wo das Papier gehandelt wird.
3,7 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr
Mark Zuckerberg hält an Facebook 28 Prozent. Das Management insgesamt 70 Prozent. Der Rest ist in den Händen von Finanzinvestoren.
845 Millionen beträgt die Zahl vom 31. Dezember 2011. Genau ein Jahr zuvor waren es noch 608 Millionen User.
Durchschnittlich 2,7 Milliarden pro Tag im letzten Quartal 2011
250 Millionen
100 Milliarden
Auf Seite 28 des Prospekts werden die Aktionäre beruhigt, denen das Naturell Zuckerbergs - „Ich bin der Chef, Arschloch“ - aufstoßen könnte: „Als Verwaltungsratsmitglied steht Mr. Zuckerberg in der treuhänderischen Pflicht gegenüber unseren Aktionäre [und wird] nach gutem Gewissen und in einer Art und Weise handeln, (...) wie es im besten Sinne der Aktionäre ist.“
2011 lag der Anteil bei 85 Prozent. Die virtuellen Welten des Onlinespiele-Spezialisten Zynga sind ein wichtiges Element des Facebook-Geschäfts. Im vergangenen Jahr steuerte der Anbieter von Games wie „Farmville“ oder „Cityville“ zwölf Prozent der Facebook-Umsätze bei.
In den Börsenunterlagen spricht das Online-Netzwerk von 845 Millionen aktiven Nutzern im Monat Ende 2011 und nicht einfach nur Mitgliedern. Davon suchten im Dezember pro Tag im Schnitt 483 Millionen Facebook auf. Von mobilen Geräten greifen im Monat 425 Millionen Menschen auf Facebook zu. Facebook hat 3200 Mitarbeiter. Und das war ein Zuwachs von 50 Prozent nur im Jahr 2011.
Netter Versuch. Nun hat leider nur noch das "Deutsche" Mercedes Benz-Auto statt eines von einem japanischen Hersteller in Ihren Ausführungen gefehlt.
;-)
@peer
Ob Mitbuerger das Geschäftsmodell versteht, oder nicht, seine Meinung wird er wohl trotzdem äußern dürfen, oder?!
Man muss auch nicht wissen, wie im Einzelnen ein Auto funktioniert, um sagen zu dürfen, ob man Audi oder Opel besser findet...
Wenn Sie, Peer, facebook nutzen und anpreisen ist das schön und in Ordnung. Umgekehrt aber zu behaupten, die Welt gehe unter- so wie es teilweise auch in den Berichten vom Handelsblatt zu lesen ist - wenn es kein facebook gäbe, ist doch reiner Blödsinn!!
@Bruder-Helmut:
Wenn nach Ihnen ginge, dann kann man auf der Welt sowieso nichts beeinflussen oder ändern. Die Geschichte lehrt uns ja was anders!





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