Experten hatten vor der ersten Kursbildung Zuwächse von 15 bis 50 Prozent vorausgesagt. Die Euphorie drängte warnende Stimmen in den Hintergrund, die an Facebooks Wachstumsperspektiven zweifeln.
"Ein Sprung von 15 bis 20 Prozent ist im Bereich des Möglichen", sagte Finanzprofessor Tim Loughran. Andere hielten Kursaufschläge von mindestens 30 Prozent für erreichbar. Einer Morningstar-Umfrage zufolge sahen Analysten den Schlusskurs am ersten Handelstag bei 50 Dollar. Manche hingen die Erfolgslatte besonders hoch. "Ich denke, alles über 50 Prozent wird als erfolgreiche Emission betrachtet - alles unter 50 Prozent als enttäuschend", sagte Jim Krampfel, Analyst bei Morningstar.
Im Windschatten der Entwicklung an der Wall Street haben die in Frankfurt gelisteten Aktien von Facebook am Freitag ebenfalls eine Achterbahnfahrt hingelegt. Sie pendelten zwischen 29,91 und 33,50 Euro. Dabei wechselten in Frankfurt innerhalb der ersten halben Stunde nach Erstnotiz knapp 300.000 Papiere des Online-Netzwerks den Besitzer. Zum Vergleich: Der Aktienumsatz beim Auto-Zulieferer und Dax-Mitglied Continental war während des gesamten Handelstages gerade einmal drei Mal so hoch.
Zunächst überhaupt nichts. Allerdings steht Facebook bei der künftigen Veröffentlichung von Quartalszahlen unter dem Druck, Umsatz und Gewinn kontinuierlich zu steigern. Deswegen erwarten Fachleute, dass die Werbung auf Facebook weiter ausgebaut und auch bei der mobilen Nutzung eingeführt wird. Die Werbung von Facebook könnte auch aggressiver werden, um die Klickrate zu erhöhen, die für den Preis der Werbung maßgeblich ist.
Ein genauer Termin steht bislang ebenso wenig fest wie der Ausgabepreis. Experten rechnen für Mai oder Juni mit dem Börsengang. Derzeit steht aber noch nicht einmal fest, ob Facebook an der Technologie-Börse Nasdaq oder an der traditionelleren New York Stock Exchange (NYSE) gelistet wird. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge soll es die Nasdaq werden.
Der Jahresgewinn von einer Milliarde Dollar im Jahr 2011 bei Facebook rechtfertigt eine Bewertung von 100 Milliarden Dollar eigentlich nicht. Zum Vergleich: Apple hat allein im jüngsten Quartal in jeder Woche eine Milliarde verdient und kommt dabei auf einen Börsenwert von 425 Milliarden Dollar. Google hat im gesamten Jahr 2011 rund zehn Milliarden erwirtschaftet und kommt „nur“ auf eine Bewertung von 188 Milliarden Dollar. Die Investoren orientieren sich aber vor allem an den Wachstumsaussichten. Und die werden für Facebook derzeit offenbar besser eingeschätzt als bei etablierten Unternehmen.
Sobald die Details für den Börsengang - insbesondere Datum und Ausgabepreis - feststehen, können Interessenten zu ihrer Bank gehen und danach fragen. Die Bank wird dann die erforderlichen Unterlagen zur Zeichnung besorgen.
„Nur weil es hip ist, sollte niemand versuchen, Facebook-Aktien zu kaufen“, sagt Aktienmarktstratege Thilo Müller vom MB Fund Advisory. Entscheidungshilfen mit konkreten Daten sind der jetzt veröffentlichte Börsenprospekt und Einschätzungen in der Finanzfachpresse. In den Kaufpreis gehen voraussichtlich auch die Erwartungen zum weiteren Wachstum von Facebook ein. Erfüllen sich diese nicht, muss man als Anleger mit sinkenden Kursen rechnen. Dies war auch bei mehreren Börseneinführungen von Internet-Unternehmen im vergangenen Jahr der Fall, etwa beim Musik-Streaming-Dienst Pandora.
Nein, der Facebook-Gründer hat auch künftig das Sagen. Er hält Aktien der Klasse B, die mit jeweils zehn Stimmen verknüpft sind, während normale Anleger mit ihren Aktien der Klasse A nur einfaches Stimmrecht haben. Außerdem haben viele Anteilseigner ihre Stimmrechte an Zuckerberg übertragen, so dass er auf 57 Prozent aller Stimmrechte kommt.
Von den Einnahmen des Börsengangs fließen dem - erst acht Jahre alten - Unternehmen selbst nur etwas mehr als die Hälfte zu. Der Rest geht an Geldgeber, die das Potenzial des Online-Treffpunkts früh erkannt haben. Der 28 Jahre alte Gründer Zuckerberg bleibt auch nach dem IPO Mehrheitseigner.
Mehr als 900 Millionen Menschen weltweit haben ein Facebook-Konto, organisieren ihre Kontakte über das soziale Netzwerk, posten Fotos und teilen Musik mit Freunden. Zuletzt wurden immer wieder Zweifel an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells laut. Zwar wuchs Facebook in den zurückliegenden Monaten weiterhin stark, jedoch musste das Unternehmen jüngst seinen ersten Umsatzrückgang zum Vorquartal seit mindestens zwei Jahren bekanntgeben.

Facebook keine rechte Ahnung,ich halte es wie Warren Buffet,man soll keine Aktien kaufen,von Unternehmen,denen man kein langfristiges Wachstum zutraut.

Mal schauen wie lange die Banken den Kurs bei mindestens 38 halten wollen.
Fällt der Kurs unter 38, haben die Banken aufgegeben und es geht steil nach unten.

scheint so als hätten die klügeren Investoren gelernt... eigentlich unerwartet ... die Telekom Aktie seinerzeit hatte zumindest Realwerte als Substanz!






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