
MünchenDie Siemens-Tochter Osram AG soll nach der Abspaltung im kommenden Frühjahr unter dem neuen Namen Osram Licht AG an die Börse. Die Namensänderung sei aus rechtlichen Gründen notwendig, erklärte ein Siemens-Sprecher am Dienstag. Bei dem ursprünglich geplanten direkten Börsengang wäre es beim Namen Osram AG geblieben. Jetzt aber soll die Siemens-Hauptversammlung im Januar die Abspaltung beschließen, anschließend würden die Siemens-Aktionäre Osram-Aktien erhalten, die an der Börse notiert würden.
Bei einer Abspaltung könne die Osram AG nicht selbst zur börsennotierten Gesellschaft werden - sie werde deshalb zur Osram GmbH unter der neuen Obergesellschaft Osram Licht AG, erklärte der Sprecher. „In der Besetzung der Führungsfunktionen bleibt alles beim alten: Die Vorstände der heutigen Osram AG fungieren in Zukunft als Vorstände der nach der Abspaltung börsennotierten Osram Licht AG und zugleich als Geschäftsführer der Osram GmbH.“
Siemens hatte die traditionsreiche, aber wegen des Trends zu LED-Licht und der neuen Konkurrenz asiatischer Halbleiterkonzerne vor massiven Umbrüchen stehende Tochter eigentlich schon vor einem Jahr an die Börse bringen wollen. Osram hat im vergangenen Jahr mit 40.000 Mitarbeitern rund fünf Milliarden Euro Umsatz und 400 Millionen Euro Betriebsgewinn gemacht. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen noch knapp 10.000 Mitarbeiter, ist aber dabei, bis 2014 rund 1000 Stellen zu streichen.





