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21.07.2008 
Analyse

Aktien bleiben in „schwierigem Fahrwasser“

dpa-afx FRANKFURT. Aktien werden nach der Einschätzung von Sentix in einem "schwierigen Fahrwasser" bleiben. "Wir würden gerne die generelle Trendwende ausrufen, müssen dies aber aufgrund der aktuellen Sentimentwerte bezweifeln", schreibt Analyst Patrick Hussy in seiner aktuellen Studie. Er warnt zugleich davor, sich von der derzeitigen Dynamik an den Märkten blenden zu lassen. In den steigenden Kursen sieht er vor allem short-Eindeckungen (Eindeckung mit Aktien nach Wetten auf fallende Kurse dieser Titel) und verweist auf die Bekanntgabe der US-Börsenaufsicht aus der vergangenen Woche. "Mit der SEC-Ankündigung, short-Spekulationen ohne vorherigen Aktienbesitz verbieten zu wollen, wurde eine Mega-Eindeckung ausgelöst."

Hussy geht daher davon aus, dass die Aufwärtsbewegung möglicherweise noch ein paar Tage dauern könne, doch ohne einen strategisch neuen Aussagegehalt zu haben. Die Luft werde beim S & P-500-Index wieder dünn bei 1 275 Punkten. Erst im Falle eines Schlussstandes über diesem Niveau neutralisiere sich das Bild.

Insgesamt meint der Experte, dass die vorhandenen Probleme, wie die Konjunkturerwartungen und die Sechsmonatsstimmung für Aktien, derzeit wieder etwas verdrängt werden. Hussy rechnet mit weiterhin hochvolatilen Tagen, die, wie er hofft, dann endlich die fehlenden Elemente Volatilität (Schwankungsanfälligkeit), Angst und Umsatz zu Tage treten ließen. Wichtige Unterstützungsniveaus sieht er dabei im Dow Jones Eurostoxx 50 bei 3 100 Zählern und im Dax bei 6 100 Punkten. 1 200 Zähler seien es im S & P 500.

Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus.

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