0 Bewertungen
19.03.2008 
Kursziele 2008

Banken korrigieren Dax-Prognosen

Aktienstrategen haben ihre Jahresprognosen für den Dax wegen der Finanzmarktkrise deutlich nach unten revidiert. Den Experten zufolge könnten Anleger, die jetzt einsteigen, aber trotzdem noch satte Gewinne einfahren.

Mehr und mehr Analysten passen ihre Dax-Prognosen für das laufende Jahr nach unten an. Foto: dpa.Lupe

Mehr und mehr Analysten passen ihre Dax-Prognosen für das laufende Jahr nach unten an. Foto: dpa.

HB FRANKFURT. Im Schnitt rechneten die 22 zwischen 10. und 14. März befragten Experten mit einem Dax-Stand von 7 700 Punkten bis zum Jahresende.

Im Dezember hatten die Prognosen noch bei 8 500 Punkten gelegen. In den Befragungen ist der jüngste Kurssturz des deutschen Aktienmarktes in Folge des Notverkaufes der US-Investmentbank Bear Stearns nicht berücksichtigt.

Die Finanzmarktkrise, Rezessionssorgen, hohe Rohstoffpreise und die Euro-Stärke forderten ihren Tribut, sagte DZ-Bank-Analyst Christian Kahler. Diese Risikofaktoren begrenzten das Erholungspotenzial des deutschen Aktienmarktes.

Der Dax hat seit Jahresanfang rund 23 Prozent verloren. Am Dienstag lag er bei 6315 Punkten. Der Umfrage zufolge könnten also Investoren, die jetzt einsteigen, bis Jahresende noch kräftige Gewinne einfahren.

Die Volatilität an den Finanzmärkten werde aber auch in den kommenden Monaten anhalten, sagte Holger Boschke, Chefanlagestratege der Dresdner Bank. Er rechnet allerdings mit einer Erholung auf breiter Front ab dem Sommer.

LBBW-Analyst Michael Köhler erwartet weitere Belastungen für den Aktienmarkt in den kommenden Monaten, nicht zuletzt durch die Wechselkursentwicklung. Die Kreditmarktkrise sei noch nicht ausgestanden.

Die Unsicherheit, ob es weitere Abschreibungen bei Banken geben werde, werde mindestens bis zur Berichtssaison zum ersten Quartal anhalten.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Dax-Prognosen im Detail

Dax-Prognosen 2008

Analyst Mitte 2008 Ende 2008 Ende 2008 bisher
Allianz Global Investors 6 500 7 500 -
Bear Stearns - 8 200 -
Cantor - 8 400 -
Conrad Hinrich Donner 7 000 7 800 -
DekaBank - 7 900 9 000
Deutsche Bank - 8 300 8 300
Deutsche Postbank 7 000 8 000 -
Dresdner Bank - 8 000 8 500
DZ Bank 7 400 7 600 8 300
Erste Bank 6 170 6 980 -
Fortis 6 600 8 000 -
Frankfurt Finanz 5 650 5 999 -
Generali Investments 6 300 6 800 -
Helaba 8 000 8 500 8 500
Henderson Global Investors 5 850 6 650 -
ICF 7 050 7 550 -
JP Morgan - 7 000 -
Julius Baer 6 700 8 200 -
Landesbank Berlin 7 100 - -
Lang & Schwarz 6 000 7 500 -
NordLB 6 400 7 000 -
Unicredit 7 900 7 900 7 900



Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Zuletzt besucht / gesucht

Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Notwendige Korrektur  Artikel in Merkliste

10.10.2008 von Matthias Eberle

Die Aktienkurse rasen in die Tiefe. Ein Blick auf die US-Wirtschaft zeigt warum. Amerika steht vor einer tiefen Rezession, die weitere Korrekturen an den Börsen nach sich ziehen muss. Kommentar

Markt-Monitor

Die erwünschte Panik ist da  Artikel in Merkliste

10.10.2008 von Frank Wiebe

Der Ausverkauf ist da. Für die Wende an den Aktienmärkten braucht es allerdings mehr: Auf der IWF-Tagung haben die Spitzen des Finanzsystems die Chance, die Abwärtsspirale zu durchbrechen. Kommentar

weiterAnzeige - Aktuelle Umfrage

Umfrage zum Thema "Bankpräferenzen" 

Welche Bankgeschäfte wickeln Sie privat online ab und wie zufrieden sind Sie mit dem Online-Angebot? Was erwarten Sie von Ihrer Bank? Unter allen Teilnehmern der Umfrage wird ein iPod nano (8GB) von Apple im Wert von 149 Euro verlost. Machen Sie jetzt mit! Hier geht es zur Umfrage WEB-Link


HANDELSBLATT ANALYSTENCHECK

NAME EINSTUFUNG  DIFFERENZ
CONTINENTAL AG  sell +86.42%
ALLIANZ SE  sell +69.13%
RHEINMETALL AG  buy +69.67%
DAIMLER AG  neutral +41.81%
BAYERISCHE MOTOREN...  neutral +17.17%
HYMER AG  buy +100.00%
INDUS-HOLDING AG  buy +43.99%
BERTRANDT AG  buy +179.72%
KONINKLIJKE AHOLD NV  buy +54.64%
AIXTRON  sell +14.94%
Anzeige