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10.01.2008 

Derartige Rechnungen beruhen auf der Annahme, dass den Firmengewinnen eine Rezession bevorsteht. Darauf deutet allerdings bislang nichts hin. Analysten internationaler Finanzhäuser gehen durchschnittlich davon aus, dass die Dax-Konzerne im laufenden Jahr ihre Nettogewinne vielmehr um zwölf Prozent steigern. Um diesen Satz dürfte der Dax also zulegen, um sein günstiges KGV zu halten. Das entspricht 8 700 Punkten. „Allerdings ist fraglich, ob die Unternehmensgewinne im Jahr 2008 tatsächlich so stark zulegen wie angenommen“, sagt Carsten Klude von der Hamburger Privatbank M.M. Warburg. Er wählt deshalb eine etwas vorsichtigere Strategie, indem er den Unternehmen allenfalls ein Gewinnplus unterstellt, das dem langfristigen Mittel von acht Prozent entspricht. Daran gemessen, hätte der Dax ein Potenzial bis 8 400 Zähler.

Nicht alle teilen die Zuversicht. Christian Kahler von der DZ-Bank hat sich – ohne Berücksichtigung der KGV – die Kursverluste bei vergangenen Rezessionen angeschaut. Dabei errechnet er einen Durchschnittswert von minus 44 Prozent gegenüber dem jeweils vorangegangenen Börsenhoch. Als Szenario – und keinesfalls Prognose – auf die aktuelle Situation übertragen, würde der Dax also in den Bereich von 4 500 Punkten fallen.

„Die extreme Situation nach der geplatzten Technologieblase verzerrt den Schnitt“, sagt Kahler. Berücksichtige man die außergewöhnlichen Umstände nach der Jahrtausendwende, errechne sich noch ein Abwärtspotenzial von 25 bis 35 Prozent. Demnach würde die Talfahrt zwischen 6 100 und 5 300 Punkten enden.

Bewertungen im Vergleich

Deutschland Seit 2002 bezahlen Anleger Dax-Anteilsscheine mit weniger als dem 15-fachen Jahresgewinn der Konzerne. Zwar legte der Dax seit März 2003 um 260 Prozent zu, doch die Firmengewinne stiegen im Gleichklang.

Europa Aktien aus dem Stoxx 50 kosteten lange Zeit etwas mehr als Dax-Titel. Doch 2007, als der Dax um 22 Prozent zulegte und Europa nur auf der Stelle trat, kehrte sich das Verhältnis um. Nun ist Europa etwas günstiger als Deutschland.

USA Aktien im Mutterland der Börse sind traditionell teurer. Der Bewertungsaufschlag von 75 Prozent Ende 2006 reduzierte sich binnen eines Jahres um die Hälfte. Aktuell werden Aktien in den USA wieder teurer, weil dort die Firmengewinne einbrechen.

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HANDELSBLATT ANALYSTENCHECK

NAME EINSTUFUNG  DIFFERENZ
RHODIA  buy k.A.
INBEV  neutral +0.07%
FIELMANN AG  buy +16.53%
HOCHTIEF AG  buy +30.81%
TUI AG  sell +6.89%
FIELMANN AG  neutral +7.90%
LEGAL & GENERAL...  buy +88.13%
COMPAGNIE DE ST-GOBAI...  neutral +13.74%
ALSTOM  buy +23.76%
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