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01.10.2008 
Analyse

Commerzbank hebt Infineon auf „Buy“

dpa-afx FRANKFURT. Die Commerzbank hat die Aktie von Infineon aus Bewertungsgründen von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, aber das Kursziel um knapp sechs Prozent gesenkt. Statt mit 5,20 Euro wird das neue Kursziel von Analyst Thomas Becker in einer Studie am Mittwoch nur noch mit 4,90 Euro angegeben (aktueller Kurs: 4,065 Euro). Der Aktienkurs-Kollaps zu Beginn der Woche sei übertrieben gewesen, so Becker. Der Markt habe den Preis eines möglichen Qimonda-Desasters irrational hoch angesetzt.

"Selbst die Stilllegung der Speicherchip-Tochter Qimonda würde den Halbleiter-Hersteller netto nur etwa 0,65 Euro je Aktie kosten", schrieb er dazu. Dabei bezog sich der Experte auf Befürchtungen am Markt, dass US-Konkurrent Micron stärker daran interessiert sein könnte, einen Anteil an der südkoreanischen Hynix zu kaufen statt Infineons Dram-Tochter. "Eine Kombination von Micron und Qimonda wäre sinnvoll, aber das Hauptproblem sind Finanzierungen und der Bedarf an Investitionsaufwendungen von Qimonda."

Zum gesenkten Kursziel hieß es: Das EV/Ebitda 2009, also für das kommende Jahr erwartete Unternehmenswert im Verhältnis zum voraussichtlichen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen der Industrie- und Autosparte AIM, resultiere in einem fairen Wert von 4,90 Euro je Infineon-Aktie. Die Telekommunikationssparte COM werde mit plus 0,3 Euro je Aktie bewertet und Qimonda mit einem Verlust von 0,30 Euro je Infineon-Aktie. "In unseren Schätzungen ist ein schwieriges Marktumfeld für AIM bereits enthalten und auch, dass die Profitabilität für COM 2009 erneut hinter den Erwartungen zurückbleiben wird."

Mit der Einstufung "Buy" gehen die Analysten der Commerzbank davon aus, dass die Aktie den Index in den kommenden zwölf Monaten um mindestens 15 Prozent übertreffen wird.

Analysierendes Institut Commerzbank.

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