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14.07.2005 

Energieverbrauch und -preise legen bis 2030 stark zu

dpa-afx HAMBURG. Beim weltweiten Energieverbrauch und den Preisen für Öl, Gas und Kohle wird in den nächsten 25 Jahren ein drastischer Anstieg erwartet. Durch den Aufholprozess der Entwicklungs- und Schwellenländer - insbesondere in China - werde der Energieverbrauch bis 2030 um rund 75 Prozent steigen, geht aus einer am Donnerstag vorgestellten Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (Hwwi) und der Berenberg Bank hervor. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Weltwirtschaft im Prognosezeitraum um 2,8 Prozent könnte der Ölpreis auf nominal rund 120 Dollar je Barrel steigen, sagte Hwwi-Direktor Thomas Straubhaar in Hamburg.

Das entspräche einer Verdopplung des gegenwärtigen Preisniveaus von rund 60 Dollar je Barrel. Real sei der Preisanstieg mit rund 60 Prozent bis 2030 "weniger dramatisch", ergänzte Straubhaar. Das Szenario mit einem Ausgangswert von 38 Dollar je Barrel sei eine konservative Berechnung, sagte der Generallbevollmächtigte des Geldinstituts, Michael Schramm. Allein ein höheres Wachstum und der damit verbundene Öldurst in China könnten für Preisschübe sorgen. Schramm erwartet, dass 2030 rund 60 Prozent statt bisher 40 Prozent der Ölförderung von der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) geleistet werden.

Erdgas werde der Studie zufolge seinen Anteil gegenüber Öl und Kohle leicht ausweiten. Nachwachsende Rohstoffe, Wasser- und Kernkraft sowie Sonnenenergie erhöhen ihren Anteil von zwölf Prozent auf 17.

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