0 Bewertungen
26.03.2008 
Analyse

Merrill Lynch bestätigt Deutsche Bank mit „Neutral“

dpa-afx LONDON. Merrill Lynch hat die Aktien der Deutschen Bank nach Veröffentlichung des Geschäftsberichts mit "Neutral" bestätigt. Dass der Branchenprimus sich wegen schwierigerer Marktbedingungen weiter von seinem Gewinnziel von 8,4 Mrd. Euro für 2008 distanziere, sei keine Überraschung, schrieb Stuart Graham in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Er habe bereits zuvor nur mit 6,5 Mrd. Euro gerechnet. Viel interessanter seien die Aussagen zu weiteren Abschreibungen und illiquiden Vermögenswerten (Level drei Assets).

Graham geht in einem "Stress Test Szenario" von weiteren Abschreibungen in Höhe von zwei Mrd. Euro aus. Eine Kapitalerhöhung dürfte dafür allerdings nicht notwendig sein, so der Analyst. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass die Deutsche Bank zwar gut gegen allgemeine Risiken aus ihren Positionen abgesichert sei, diese Absicherungen allerdings auch ausfallen und die Gewinn- und Verlustrechnung belasten könnten. Schließlich habe die Bank ihre Level drei Assets quantifiziert und damit bestätigt, dass sie im Vergleich zu Wettbewerbern die höchsten Positionen hält und auch hier Risiken bestehen.

Gemäß der Einstufung "Neutral/Low and Medium Volatility Risk" geht Merrill Lynch davon aus, dass die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten einen Gesamtertrag aus Kursgewinn und Dividende von null bis zehn Prozent abwerfen wird. Dies gilt für Werte, die eine niedrige bis mittlere Kursschwankungsbreite aufweisen.

Analysierendes Institut Merrill Lynch & Co..

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Der richtige Populismus  Artikel in Merkliste

26.08.2008

Die Bürger halten die Taschen zu, weil die Preissteigerungen sie nerven. Die Europäische Zentralbank nimmt diese Sorgen ernst - zu Recht. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Vorsicht, Domino!  Artikel in Merkliste

26.08.2008 von Matthias Eberle

Die amerikanischen Bauriesen Fannie Mae und Freddie Mac ziehen immer mehr Banken herab. Doch der Staat wird das stoppen. Kommentar

HANDELSBLATT ANALYSTENCHECK

NAME EINSTUFUNG  DIFFERENZ
RHEINMETALL AG  buy +14.78%
REALTECH AG  buy +22.74%
FJA AG  buy +36.72%
MERCK KGAA  buy +21.41%
H&R WASAG AG  buy +46.79%
K&S AG  buy +17.15%
DEUTSCHE LUFTHANSA...  sell -4.73%
LOREAL  neutral +13.24%
INTESA SANPAOLO...  buy +30.79%
COMMERZBANK AG  neutral +9.51%
Anzeige