0 Bewertungen
27.08.2008 
Analyse

Sal. Oppenheim belässt Deutsche Börse auf „Neutral“

dpa-afx FRANKFURT. Das Bankhaus Sal. Oppenheim hat für die Aktien der Deutschen Börse nach der Ankündigung von Gebührensenkungen für algorithmischen Handel die Einstufung auf "Neutral" und den fairen Wert bei 83,00 Euro belassen. Diese Maßnahme habe zwei Seiten, schrieb Analyst Reginald Veit in einem Kommentar am Mittwoch. Einerseits werde es die Zahl der Transaktionen voraussichtlich weiter erhöhen. Andererseits belaste es aber die Margen.

Auf Basis der aktuellen Erwartungen, aber ohne Berücksichtigung möglicher Handelsvolumenänderungen dürfte die neue Gebührenstruktur das Ebita um 2,5 Prozent reduzieren. Das dürfte zu einem Rückgang des erwarteten Gewinns je Aktie von 6,6 auf 6,3 Euro führen. Damit seien die Auswirkungen auf den Gewinn des Börsenbetreibers relativ gering. Da zudem wahrscheinlich das Handelsvolumen steigen werde, könne der Einfluss auf Umsatz und Gewinn insgesamt als vernachlässigbar bezeichnet werden.

Allerdings unterstütze die aktuelle Strategie der Deutschen Börse eine weitere Erosion der Margen - ein Umstand, der sich durch ähnliche Preissenkungen der alternativen Handelsplattformen mittel- bis langfristig noch verstärken werde. Als Ergebnis könne sich jeder Börsenbetreiber auf spezielle Kundengruppen konzentrieren - beispielsweise Eigenhandel und algorithmischer Handel für Xetra und Blockhandel für die alternativen Plattformen. Solange allerdings das Derivate-Geschäft und Clearstream stabil blieben, werde der defensive Charakter des Geschäftsmodell der Deutschen Börse hervorgehoben und die Einschätzung bleibe unverändert.

Gemäß der Einstufung "Neutral" geht Sal. Oppenheim davon aus, dass die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten um bis zu zehn Prozent zulegen wird.

Analysierendes Institut Sal. Oppenheim.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Der Preis des Zögerns  Artikel in Merkliste

01.12.2008

Was mit der BayernLB geschehen ist, dürfte als die teuerste Wahlkampfhilfe der Republik in die Geschichte eingehen. Kommentar

Breakingviews

Nur wer mitmacht, kann gewinnen  Artikel in Merkliste

30.11.2008 von Fiona Maharg-Bravo und Rachel Sanderson, breakingviews.com

Die Lufthansa ist immer noch im Rennen um einen Anteil von zwanzig Prozent an Alitalia – was auch immer aus dem italienischen Carrier einmal werden wird. Aber jetzt initiiert die deutsche Fluggesellschaft in Norditalien ihre eigene Fluglinie und sagt, dies schließe eine Alitalia-Investition nicht aus. Doch es auf eigene Faust zu versuchen, könnte die bessere Option sein. Kommentar

HANDELSBLATT ANALYSTENCHECK

NAME EINSTUFUNG  DIFFERENZ
INFINEON TECHNOLOGIES...  buy +48.37%
BALDA AG  neutral +53.85%
PREMIERE AG  sell -50.74%
INFINEON TECHNOLOGIES...  buy +404.45%
INFINEON TECHNOLOGIES...  buy +83.98%
COMMERZBANK AG  neutral +34.26%
ARCANDOR AG  neutral +11.11%
CONTINENTAL AG  sell -15.75%
DAIMLER AG  neutral +31.29%
PORSCHE AG  buy +84.35%
Anzeige