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10.03.2008 
Analyse

Sentix rechnet in Kürze mit „panikartigen Verkäufen“ am Aktienmarkt

dpa-afx FRANKFURT. Das in den Vorwochen beschriebene Negativ-Szenario am Aktienmarkt materialisiert sich nach Ansicht von Sentix. Die Tagestiefs im Januar dürften getestet werden und es könnte in naher Zukunft zu panikartigen Verkäufen kommen, mutmaßt Analyst Patrick Hussy in der aktuellen Studie.

Der Druck im Kredit-Sektor steigt laut Hussy weiter. Zwar habe die US-Notenbank Fed versucht, ihn mit einer erneuten Liquiditätsspritze zu verringern, doch fänden die Kapitalmärkte weiterhin keine Ruhe. "Wenn in den letzten Wochen trotz der starken Kursverluste Angst fehlte, so können wir dies nun dem Aktienmarkt attestieren", meint der Analyst. Von Panik ließe sich aber dennoch nicht sprechen, weshalb er den Tiefpunkt noch nicht erreicht sieht.

Sollte der Handel mit Kreditinstrumenten völlig zum Erliegen kommen und Anleger aufgrund der fehlenden Handelbarkeit nicht mehr an ihr Geld kommen, würde dies Panik auslösen. Bislang habe sich der Aktienmarkt noch gut gehalten, "doch es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann der Geduldsfaden der Anleger reißt. Die Bedrohung wird mit jedem Tick größer, mit der sich die Spreads im Anleihenmarkt ausweiten."

Mit Blick auf das mittelfristige Stimmungsbild in Europa gebe es aber Anzeichen, dass es trotz der auf Monatsbasis angezeigten Angst durchaus Zuversicht für den Aktienmarkt gebe. "Zusammen mit den niedrigen Aktieninvestitionsgraden ist dies ein gutes Signal für den Aktienmarkt", kommentierte Hussy. Er rechnet bis Ostern mit "sehr turbulenten Tagen" und erwartet anschließend bessere Zeiten am Aktienmarkt.

Sentix wertet seit 2001 wöchentlich Umfrageergebnisse zur Markteinschätzung unter privaten und institutionellen Investoren im Internet aus.

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