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28.04.2008 
Charttechnik

Ab 7 000 Dax-Punkten wird die Luft dünner

Mit dem Einzug des Frühlings hat sich auch an den internationalen Leitbörsen die Situation merklich verbessert. Sowohl in den USA als auch an den europäischen Märkten arbeiten die Indizes an einer Bodenbildung, die bald abgeschlossen sein dürfte. Dem Dax ist deshalb nach Ansicht von Analysten ein Anstieg über 7 000 Punkte in den kommenden Tagen durchaus zuzutrauen.

Nach Konjunkturdaten aus Deutschland, die besser ausfielen als erwartet, hat der Aktienmarkt um Wochenauftakt an seinen positiven Trend von vor dem Wochenende angeknüpft. Foto: dpa.Lupe

Nach Konjunkturdaten aus Deutschland, die besser ausfielen als erwartet, hat der Aktienmarkt um Wochenauftakt an seinen positiven Trend von vor dem Wochenende angeknüpft. Foto: dpa.

HB FRANKFURT. „7 040 Punkte sind kurzfristig durchaus möglich, sagt Andreas Klähn von der SEB. Ein intakter Aufwärtstrendkanal und die sich rapide verbessernden Trendindikatoren wiesen in diese Richtung. Angesichts der überkauften Lage dürfte der Dax in diesem Bereich aber auf Widerstand treffen und abprallen. Eine Konsolidierung bis hinunter auf 6 750 würde nur ein gesundes Szenario bedeuten und die Voraussetzungen für einen erneuten Anlauf schaffen.

Der Blick von Jörg Scherer gilt dem europäischen Bankensektor. Dieser stehe vor dem Bruch des Abwärtstrends aus dem letzen Jahr. „Wenn die Bankenwerte erst einmal vom Eis sind, wäre das ein sehr gutes Zeichen“, sagt Scherer.

Allerdings stoße der Dax zwischen 7 000 und 7 190 Punkten auf eine ganzes System von Widerständen, das kaum beim ersten Anlauf durchbrochen werden dürfte. „Dafür müssen wir bei 7 000 Punkten erst einmal Luft holen“, meint Scherer. Allerdings sollte das Gap von Freitag bei 6 849/6 828 Punkten im Falle eines Rücksetzers nicht unterboten werden.


» Aktienanalysen des Tages: Aktuelle Einstufungen und Kursziele


Christian Schmidt von Heleba Trust schließt sich den Annahmen seiner Kollegen prinzipiell an, sieht die Nachhaltigkeit der laufenden Aufwärtsbewegung durch die mäßigen Umsätze allerdings in Frage gestellt. Hinzu komme die Flut an Quartalszahlen, die anstehende Entscheidung der US-Notenbank und der Arbeitsmarktbericht am Freitag, die für Zurückhaltung sorgen dürften. Allerdings sieht Schmidt bei 6 862 Punkten eine gute Unterstützung, die bereits mehrfach gehalten habe.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Sind auch starke Kursrückgänge zu erwarten?

Stärkere Abgaben sind nach Auffassung von Armin Kremser, technischer Analyst der DZ Bank, nicht zu erwarten. „Mit Überschreiten des 38,2%-Fibonacci-Retracements bei 6 900 Punkten besteht nun auch aus quantitativer Hinsicht keine signifikant hohe Wahrscheinlichkeit mehr für die Herausbildung neuer Tiefpunkte unterhalb von 6 170 Punkten“, stellt Kremser fest.

Quell der Zuversicht sind die US-Börsen, wie Volker Bien von der HVB feststellt. „Die Musik wird weiter von der Wall Street gemacht und es sieht danach aus, als ob diese ungebremst weiter voranschreiten würde. Der maßgebliche Widerstand ist die 1 400er Marke beim S&P-500. Nach Herausnahme der 1 400er lautet das nächste Ziel 1 500.“


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