Der größte Unsicherheitsfaktor ist dabei die schwierige wirtschaftliche Lage der Branche. Wenn sich die Rezession weiter fortsetzt, könne Adobe
möglicherweise die Erwartungen der Wall Street nicht mehr übererfüllen, so wie der Konzern dies in den vergangenen Quartalen wiederholt geschafft hatte.
"Nach unseren Informationen gehen die Verkäufe von kreativen Produkten in den Monaten nach einem starken Dezember immer zurück, und das haben wir auch diesmal bis in den März hinein wieder beobachtet", sagt Heather Bellini von UBS.
Entsprechend ging es auch für Adobe
abwärts, selbst wenn die Analysten den Kaliforniern "eine gute Unternehmensführung in einem schwierigen Marktumfeld" bescheinigten. "Die Leute haben ein schlechtes Quartal erwartet, und dass Adobe
die weiteren Prognosen herabsetzen muss. Beides ist nicht geschehen", sagt Gene Munster von Piper Jaffray. Immerhin boomt die Zahl der digitalen Anwendungen nach wie vor, von Webseiten bis zu Online-Veröffentlichungen.
Analysten loben auch die internationale Ausrichtung des Konzerns. Weniger als die Hälfte des Adobe
-Umsatzes
stammt ihren Schätzungen nach aus den USA, was die Belastung durch die US-Wirtschaft in Grenzen halte. Brent Thill von Citigroup
erklärt, dass Adobe
"weiterhin von seinem reichen Portfolio und der breiten globalen Ausrichtung des Konzerns profitiert". Die Experten rechnen damit, dass der Kurs innerhalb von zwölf Monaten auf etwa 46 Dollar steigt.

