„Beim I-Phone gibt es noch einige Probleme, die die Verkaufszahlen bislang beschränkt haben“, sagt sein Kollege Ben Reitzes. „Die verbesserte Version könnte aber schon Mitte des Jahres auf den Markt kommen und diese Schwierigkeiten beheben.“ In der vergangenen Woche hatte Apple erstmals sein I-Phone für Programme anderer Hersteller geöffnet, so dass Programmierer anderer Marken jetzt auch Software für Apples Handy schreiben können. Außerdem will Apple mit dem I-Phone noch in diesem Jahr in den asiatischen Markt einsteigen, der mit Indien und China zwei der wichtigsten und wachstumsstärksten Handygemeinden beinhaltet.
Dass immer noch einiges im Busch ist bei Apple, ist unter Beobachtern ein offenes Geheimnis. „Wesentlich neue Produkte und Initiativen“ erwartet man an der Wall Street spätestens in der zweiten Jahreshälfte. „Im Dezember-Quartal sind die Reisekosten für Apple-Chef Steve Jobs um 170 Prozent gestiegen: mehr als eine halbe Million Dollar, das ist dreimal so viel wie der durchschnittliche Aufwand in den sechs Quartalen davor“, sagt Kathryn Huberty von Morgan Stanley. „Das betrachten wir als ein Zeichen dafür, dass Apple sich auf die Markteinführung von einigen bedeutenden neuen Produkten vorbereitet.“
Und schließlich hat Apple ja noch andere Asse im Ärmel. Die Marke gilt vor allem bei jüngeren Kunden derzeit als eine der coolsten der Welt. Wissenschaftliche Studien beschäftigen sich sogar schon mit der Frage, ob Apples I-Pods so beliebt sind, dass sie der Grund für die steigenden Kriminalitätszahlen in den USA sind. Immerhin seien die Raubdelikte seit 1991 jedes Jahr kontinuierlich gesunken – bis vor drei Jahren der I-Pod den breiten Markt eroberte und die Zahl der Raubüberfälle um fast zehn Prozent anstieg.

