Bruns Breitseite
Höhere Renditen müssen her

Ausländische Aktionäre profitieren von deutschen Tugenden – und verdienen fürstlich. Deutsche Anleger verschmähen Aktien. Dabei sind gerade sie von der staatlich verordneten finanziellen Repression besonders gebeutelt.
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Der Bayer-Konzern hat in der vergangenen Woche ihr 150 jähriges Firmenjubiläum mit einem Festakt begangen. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte sich eine Teilnahme an der Geburtstagsfeier nicht nehmen lassen. Dergleichen gehört zur Folklore bei Großunternehmen.

Interessant ist nun aber, dass Bayer nur zu 23 Prozent von Deutschen besessen wird. Mehr als 75 Prozent der Aktien befinden sich in den Händen von Ausländern. Ihnen darf man zu ihrer Aktienauswahl gratulieren. Die Bayer-Aktie hat sich nämlich in den vergangenen Jahren famos entwickelt. Hierzu hat auch die Lohn- und Kostendisziplin der Bayer-Mitarbeiter während der Krisenjahre der letzten beiden Jahrzehnte erheblich beigetragen. Das überwiegend ausländische Aktionariat dankt herzlich für diese Tugendhaftigkeit.

Wie sich an diesem Beispiel eindrücklich belegen lässt, funktioniert das Investieren über Landesgrenzen hinweg problemlos. Ausländerhass oder dergleichen sind dem Bereich der Kapitalanlage weitgehend fremd. Faktisch kann sich jeder deutsche Bürger heutzutage weltweit an Unternehmen seiner Wahl beteiligen, egal ob sie Apple, Hyundai, Nintendo, Petrobras, Baidu oder Hennes & Mauritz heißen.

Umso mehr frage ich mich, warum deutsche Anleger die überlegenen langfristigen Anlagechancen bei Aktien im Allgemeinen und bei Bayer im Besonderen verschmähen. Gerade die Deutschen sind doch von der staatlich verordneten finanziellen Repression besonders gebeutelt. Außerdem bedürfen sie angesichts der gefährlichen demographischen Situation dringend höhere Renditen, um ein Polster für den Ruhestand aufzubauen.

Es wird nicht genügen, sich in der üblich gewordenen Internetforen-Jammerei zu ergehen. Die dortige Larmoyanz ist kontraproduktiv; ihr fehlt häufig das konstruktive Element. Vielmehr ist Handeln vonnöten.

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Langfristig viel sicherer als gedacht

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  • Interessante Gegenmeinung dazu in der Schweizer Finanz-Wirtschaft:

    >>"" Kaufen jetzt nur noch die Dummen?
    Gemäss Bank of America verkaufen die professionellen Anleger Aktien im Rekordtempo. Private kaufen dagegen weiter. Bedenklich ist nun: Vergangene Woche kam es zu einem Rekord – institutionelle Investoren haben durch BofA in den letzten vier Wochen so viel wie noch nie an Aktien verkauft. Auf Wochenbasis war das die stärkste Verkaufswelle seit März. ""<<

    Profis steigen aus der Blase aus -- Hausfrauen kaufen -- wer hat wohl mehr Ahnung und wer verliert ?!?

  • Nun, es dauert einige Zeit, so 10 - 12 Jahre nach 1 / 1,95563, dann hat man sich zumindest als schuldenfreier
    Bürger dieses offensichtlichen Konstrukts BRD im Hinblick
    auf aktuelle Entwicklungen in vielen Bereichen u. a daran
    gewöhnt dass ein "Sparkonto nur noch ein Spendenkonto" ist. Was waren das damals für Zeiten, mit Anteilsscheinen deutscher Unternehmen, Banken, vor 1 / 1,95583, man konnte ihnen Vertrauen. Nun ? Nur Bares scheint Wahres, es lebt
    sichs so leichter in dieser Zeit.

  • "Die Deutschen haben ein marktwirtschaftliches System für ihre Wirtschaft gewählt"
    Hatten. Das jetzige System kann man ja wohl kaum mehr als "marktwirtschaftlich" bezeichnen: Weder entsprechen die Zinssätze noch den Risiken, noch wird gutes wirtschaften belohnt oder stehen auch nur die Löhne in einer Relation zu der Produktivität der jeweiligen Wirtschaft.

    -Alles tot. Dank Euro

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