Bruns Breitseite
Überfällige Börsenkorrektur

Nach mehrjähriger Börsenhausse sind die Märkte in eine Korrekturphase eingetreten. Traditionell geraten deutsche Aktien dabei stets besonders stark unter die Räder. Die in Deutschland fehlende Aktienkultur lässt grüßen.
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Ausgelöst von steigenden Zinsen in den Vereinigten Staaten kam es in den vergangenen Wochen zu fallenden Aktienkursen rund um den Globus. Zusätzlich sorgten Kreditengpässe in China für Unsicherheit. Mitunter wurde das Menetekel einer Kreditkrise à la Lehman Brothers an die Wand gemalt.

Die Marktteilnehmern haben mittlerweile Angst, dass die Phase ultra-billigen Geldes, das seit Jahren durch die Notenbanken und vor allem durch die amerikanische Fed qua Anleihenkäufen in den Markt geschleust wurde und wird, sich ihrem Ende nähert.

Wenngleich das absolute Zinsniveau auf absehbare Zeit niedrig bleiben wird, muss das Sentiment dieser Entwicklung ernst genommen werden. Steigende Zinsraten werden zu einem Belastungsfaktor für die Börsen mutieren. Diese Entwicklung könnte über Jahre anhalten, wenn man das niedrige Ausgangsniveau der Zinssätze bedenkt.

Sogar ein Crash ist am Rentenmarkt vorstellbar, wenngleich er unwahrscheinlich ist. Denn die Notenbanken und die sie befehligende Politik werden versuchen, sich gegen ein solches Szenario zu stemmen. Rhetorisch hat dieser Akt bereits begonnen, wie an den zahlreichen verbalen Beschwichtigungsversuchen unschwer abzulesen ist.

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Die Zinswende bedeutet Ungemach

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