Der Anlagestratege
Abschwung ante portas?

Schwache Wirtschaftsprognosen bestimmen die Schlagzeilen. Doch milliardenschwere Investitionsprogramme nebst hoher Verschuldung sind nicht die Lösung – wohl aber die Rückbesinnung auf marktwirtschaftliche Prinzipien.
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Auf die Wachstumseuphorie des Frühjahres folgte jüngst ein Reigen an  Herunterstufungen, obwohl bereits das zweite Quartal eine Schrumpfung der deutschen Wirtschaftsleistung gezeigt hatte. Noch vor Monaten hatte der milde beziehungsweise nichtexistente vergangene Winter die deutschen Forschungsinstitute und die Bundesregierung euphorisiert und bewogen, ihre Wachstumserwartungen für das deutsche Bruttosozialprodukt deutlich anzuheben.

Zur Begründung der nunmehr deutlich ausfallenden Herunterstufungen wird angegeben, die angesichts der Ukraine-Krise verhängten gegenseitigen Sanktionen zwischen Russland und der EU sowie die Kriege im alten osmanischen Reich führten in ihrer Konsequenz zu dämpfenden Effekten auf die Konjunktur. Somit bewährt sich einmal mehr das alte Bonmot von Laurence Peter, demgemäß Volkswirte solche Wirtschaftsexperten sind, die morgen genau wissen, warum ihre gestrigen  Prognosen heute nicht eingetreten sind.

Von weiterführender Bedeutung ist indes der Hinweis des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, Deutschland leide unter zu geringen Investitionen der Privatwirtschaft. Wer jedoch die Diskussion in den Medien zu der Wirtschaftseintrübung verfolgt, der kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob der Staat sich angesprochen fühlen sollte, um mehr zu investieren. Mittlerweile scheint es in der gesamten Euro-Zone zum Reflex zu werden, stets nach mehr Investitionen des Staates zu rufen. Unlängst hatte es ja aus dem Umkreis des neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker geheißen, dieser wolle ein 300 Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm auf den Weg bringen.

Tatsächlich stellt sich die Lage aber so dar, dass zunächst die nationalen Haushalte saniert werden müssen, bevor die Staaten wieder das schuldenfinanzierte Füllhorn ausschütten. Wir sollten darüber hinaus nicht vergessen, dass es die überbordenden Schulden waren und sind, die zur großen Finanzkrise und dem seitherigen Siechtum in der Euro-Zone geführt haben. Auch wären wir klug beraten, die japanischen Erfahrungen mit Investitions- und Konjunkturprogrammen gut zu studieren; sie sind einigermaßen niederschmetternd.

Stattdessen ist die Rückbesinnung auf marktwirtschaftliche Prinzipien dringend angeraten. Wie in dem Sachverständigengutachten ausgeführt, bedarf es einer Stärkung der privaten Investitionstätigkeit in Deutschland. Dringend muss sich die Große Koalition in Berlin mit der Frage beschäftigen, wie es kommt, dass die Nettokapitalexporte der deutschen Wirtschaft so hoch sind? Konkret: Warum fließt so viel Kapital in die Vereinigten Staaten ab und warum investieren ausländische Unternehmen nicht in gleichem Umfang in Deutschland?

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Abschwung ante portas?

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Sattheit auf freilich hohem Niveau

Kommentare zu " Der Anlagestratege: Abschwung ante portas?"

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  • Die Bürger wissen halt, das solche Lager Verkehr verursachen und keine Steuern abwerfen.
    Was soll ich von dem Bahnhof für anfangs 5 Milliarden der einen funktionierenden Bahnhof ersetzt halten, und das Gas kann immer noch gefördert werden.

  • Die Gutmenschen u. GRÜNEN sind die Blockierer in D. Diese Natternbrut gehört ausgemerzt!

  • Hört doch endlich mit dieser Panikmache auf!
    Der MaschBau erwartet 2015 einen Zuwachs von 3%. Diese Journalisten u. Ökonomen, die so etwas verbreiten sind doch selber Lebensversager.

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