Der Anlagestratege
Der MDax zeigt dem Dax die Rücklichter

Der Dax hat in den vergangenen Jahrzehnten eine fulminante Rendite abgeliefert, aber noch besser fuhren Anleger mit dem MDax. Zeit für Investoren, sich auf die langfristige Rendite von Aktien zu fokussieren.
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Wenn in der Öffentlichkeit über Aktien berichtet wird, dann wird in aller Regel über den Deutschen Aktienindex, kurz Dax, gesprochen. Man muss davon ausgehen, dass die meisten Bürger, sofern sie überhaupt gewillt sind, sich zum Thema Aktien zu informieren, ihre Haupteindrücke durch die Entwicklung des Dax erhalten. Angesichts der Berichterstattung über den Dax, die seit Ende der 1980er-Jahre deutliche Tendenzen zum Sensationalismus aufweist, muss man gar nicht weiter verwundert über das reservierte Verhältnis vieler Bürger zu Aktien sein. Denn in der Berichterstattung wird regelmäßig die Schwankung der Aktien betont, während doch die langfristige aggregierte Wertentwicklung und damit der Hauptvorteil der Aktienanlage dadurch viel zu sehr in den Hintergrund rückt.

Nach meinen eigenen Beobachtungen hat besonders die Entdeckung der Börse durch das Fernsehen den Hang zu Übertreibungen stark befördert. Besonders auffällig ist dabei die Zelebration sogenannter Börsenkrisen. Auf diese Weise entsteht bei den Bürgern der erstaunlich weit verbreitete aber irrige Eindruck, bei der Börse handele es sich um etwas, das einer Spielbank gleiche.

Daher ist es wichtig, diesem Fehleindruck stets aufs Neue mit Fakten zu begegnen. Immerhin konnte der Dax in den vergangenen Jahrzehnten sehr ordentlich zulegen. Seit meiner Geburt im März 1967 konnte der zurück gerechnete Dax pro Jahr durchschnittlich um 7,1 Prozent an Wert gewinnen. Hierin mag der tiefere Grund liegen, warum die Aktienanlage in meiner eigenen Sozialisation und Lebensgestaltung eine große Rolle spielt und gespielt hat.

Geht man komplette fünfzig Jahre zurück, dann lag die jährliche Durchschnittsrendite des Dax bei acht Prozent. Blickt man auf die letzten dreißig Jahre, dann waren es im Schnitt 7,3 Prozent pro Jahr. In den vergangenen zwanzig Jahren, also seit November 1995, betrug die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung dann 8,1 Prozent, während sie in den letzten zehn Jahren einen Ausweis von 8,4 Prozent im Jahresschnitt erhielt.

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