Der Anlagestratege
Die Bric-Ernüchterung

Brasilien, Russland, Indien und China – diese Länder wurden lange hochgelobt, doch für die Anleger wurden sie zum Desaster. Bei solchen Marketing-Strategien ist Vorsicht geboten. Auch für Smit sieht es nicht gut aus.
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Zwölf Jahre nach der In-die-Welt-Setzung des Akronyms Bric (Brasilien Russland Indien China) durch eine systemrelevante amerikanische Bank (vormals Investment Bank) ist die Zeit gekommen, den Nutzen dieser Anlageidee für Anleger zu überprüfen. Seinerzeit war die Hypothese von geschäftstüchtigen Bankern aufgestellt worden, die Bric-Länder hätten die Zukunft auf ihrer Seite und seien deshalb an den Aktienmärkten den etablierten Märkten vorzuzuziehen.

Inzwischen ist diesbezüglich große Ernüchterung eingekehrt. Keines der genannten Länder konnte die Anleger sonderlich beglücken. Im Gegenteil: Der russische Aktienmarkt hat sich als Desaster für Aktienanleger erwiesen. Außerhalb des Rohstoffsektors hat Russland traditionell wenig zu bieten und Rohstoffaktien wurden in den letzten Jahren böse verprügelt. Hinzu kommen die altbekannten Probleme staatlicher Willkür und einer schwach ausgeprägten Eigentümerkultur.

Ein wenig besser ist es Anlegern in Indien ergangen, wenngleich der dortige Sensex Index sich international ebenfalls nur unterdurchschnittlich entwickelt hat. Trotz der allgemein bekannten Loblieder auf die größte Demokratie der Welt hat eine Anlage in indischen Aktien nicht die seinerzeit geweckten Erwartungen erfüllt. Abgesehen von wenigen urbanen Wirtschaftsenklaven bleibt Indien ein Entwicklungsland. Daran kann auch die atomare Bewaffnung nichts ändern.

Auch in Brasilien hat die Börsenphantasie nicht gehalten, was sie noch vor gut zehn Jahren versprach. Staatliche Überregulierung und Kontrolle sowie protektionistische Neigungen haben das Wirtschaftswachstum im größten Land Südamerikas einschrumpfen lassen. Der Verfall der Landeswährung Real hat sein Übriges getan. Symptomatisch für die Entwicklung in Brasilien ist der Verlauf der Petrobras Aktie. Große Ambitionen sind inzwischen einer deprimierenden Ernüchterung gewichen. Auch im neuen Jahr setzt sich der Abwärtstrend fort. In den ersten drei Wochen büßte der IBOVESPA in Euro gerechnet weitere zehn Prozent ein.

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Auch für Smit sieht es schlecht aus

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