Der Anlagestratege
Nieder mit dem Soli!

Die Steuerpolitik in Deutschland beruht auf Umverteilung. Wer gehofft hat, das die Union das ändert, dürfte spätestens nach dem Parteitag in Köln eines Besseren belehrt worden sein. Warum ist der Staat so gierig?
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Die Kanzlerin hat die Katze aus dem Sack gelassen. Wie sie jüngst wissen ließ, kommt die öffentliche Hand nach ihrer Meinung auch künftig nicht ohne die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag aus. Immerhin bereitet sie damit einer erbärmlichen Diskussion um den Soli ein vorläufiges Ende.

Kein Bürger ist über diese Entwicklung überrascht. Man musste nicht Hellseher sein, um den Fortbestand dieser bei seiner Einführung sinnvollen aber zeitlich befristeten Abgabe zur Sanierung der ehemaligen DDR vorherzusehen. Möglicherweise wird der einst als temporärer Zuschlag ins Leben gerufene Soli zu einer permanenten Steuer aufgewertet.

Dem zahlenden Bürger kann es einerlei sein; Deutschland ist ohnehin ein Hochabgabenland ohne Aussicht auf substantielle Entlastung. Im Gegenteil: Mit der Investitionsabgabe und der Finanztransaktionssteuer stehen bereits neue Abgaben vor der Tür. Ärgerlich ist obendrein noch, dass im Deutschen Bundestag keine einzige Partei in der exorbitanten Abgabenbelastung der Bürger ein Problem sieht. Geschuldet ist dieses bedauerliche Phänomen der jahrelangen Sozialdemokratisierung aller im Parlament vertretenen Parteien.

Seit dem schmählichen Untergang des Kommunismus zum Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts ist – nach kurzem Triumphgebrüll in den neunziger Jahren – das gelebte Bekenntnis zu markwirtschaftlichen Prinzipien angesichts des fehlenden zentralverwaltungswirtschaftlichen Menetekels in Deutschland auf dem Rückzug.

Die Bedienung an den üppiger denn je gefüllten Staatströgen und der immer lauter werdende Ruf nach dem Staat übertönen alle marktwirtschaftliche Orientierung. Belege für diese Entwicklung findet man zuhauf, wie Bankenrettungen, Energiewende, Eurorettung, Frauenquote, Nullzinspolitik und dergleichen hinreichend andeuten.

Inhaltlich ist die Beibehaltung des Solidaritätszuschlages nicht zu rechtfertigen. Seit Jahren sprudeln in Bund und Ländern die Steuerquellen äußerst rege. Noch nie waren so viele Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie heute.

Kommentare zu " Der Anlagestratege: Nieder mit dem Soli!"

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  • Seien Sie etwas nachsichtiger mit Ihren Mitmenschen, verehrte Andrea,wenn es Ihnen möglich ist, denken Sie "Tat twam asi", das bist DU, wenn Sie es mit ihnen zu tun haben, was allerdings nicht unbedingt notwendig ist, man kann ihnen heute sehr gut aus dem Weg gehen.

    Sie müssen noch nicht einmal Ihre Burg und Wohnung verlassen , um Besorgungen zu tätigen, das Internet macht´s möglich und Aktien können Sie per online-Broking kaufen und verkaufen. lol

  • Besonders lustig fand ich es immer, viele Mitmenschen, die es mit mir zu tun bekamen, ordneten meinen Gendefekt bzw. mich, je nachdem welcher politischen Ideologie sie nahe gestanden hatten, zur extremen Gegenseite ein. Ich bin bis heute ständig entweder rechtsradikal oder ein Kommunist, also quasi ein rechtsradikaler Kommunist. Heute gibt es große Dummschwätzer die ordnen gewisse Ansichten oberflächlich sogar als “rotbraun“ ein, was immer die genau damit meinen bleibt zumeist deren Geheimnis, Hauptsache sie können vermeintlich pauschal abqualifizieren und einen Stempel drauf drücken. Ich kann den Stalins, Pol Pots, Kim jong Uns, Maos, Idi Amins etc. überhaupt nichts abgewinnen, obwohl ich durchaus, nach schlimmsten überwundenen Verhältnissen, eine begrenzte Zeit der “Guillotine“ und “Säuberung“ aus logischen und “macht-hygienischen“ Gründen verstehen würde. Wo kommen wir denn eigentlich hin, wenn man den größten und miesesten Dreckschweinen nicht mal mehr periodisch mit schrecklichster Abschreckung, aus angeblich zivilisatorischer Einsicht heraus, kommen darf?! Mit so einer offenen Einstellung kann man natürlich definitiv kein Gutmensch sein, die denken so etwas noch nicht einmal und tun es einfach, wenn sie erst einmal die Kapo-Mütze tragen dürfen.

  • "Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich."
    [Der gemeine Deutsche ist ein primitiver Untermensch der genetisch gar nicht in der Lage ist dagegen etwas zu unternehmen. Das zeigt auch dieser hirnlose Artikel sehr schön. Der gemeine Deutsche ist aufgrund seiner niederen Rassemerkmale nur dazu geeignet schwächeren Mitmenschen heimtückisch an die Gurgel zu gehen, nach unten zu treten und in vermeintlich schwächerer Position wie ein Wurm vor der Autorität zu kriechen bzw. zu buckeln. Ausnahmen bestätigen dennoch die Regel!
    Ich gehöre selbst dieser niederen Spezies an und habe einen gravierenden Gendefekt, mir bereitet es eine große Wollust nach oben verbal auf die Fresse zu kloppen immer wieder auf die gleiche Stelle und nach gleich bis unten die Menschen zu ignorieren oder die größten Schleimer zu verachten.]
    "Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich."

    Ich verstehe das, es ist immer ein Schock, wenn einem im falschen Moment ein Spiegel vorgehalten wird und man seine eigene häßliche Hackfresse erkennen muss, dann ist der erste Impuls den Spiegel kaputt zu machen und im zweiten Schritt den Spiegelhalter als echt miese Drecksau zu betrachten.
    Ich formulierte lediglich etwas deftiger gemeiner als Winston Churchill, aber der war sicherlich auch total unsachlich!

    “Man hat die Deutschen entweder an der Gurgel oder zu Füßen.“

    “Das ist der größte Vorwurf an die Deutschen, dass sie trotz ihrer Intelligenz und trotz ihres Mutes immer die Macht anhimmeln.“
    Winston Churchill

    Er sagte auch:

    “Besser einander beschimpfen als einander beschießen.“

    “Die Freiheit der Rede hat den Nachteil, dass immer wieder Dummes, Hässliches und Bösartiges gesagt wird. Wenn wir aber alles in allem nehmen, sind wir doch eher bereit, uns damit abzufinden, als sie abzuschaffen.“
    Winston Churchill

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