Der Anlagestratege
Obama durch NSA entzaubert, Merkel blamiert

Die USA wollen auch weiterhin befreundete Länder ausspähen. Andere Länder würden das auch so machen, sagte Regierungschef Obama. Für Deutschland heißt das: Zurück an den Katzentisch der Weltpolitik.
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Nun hat sich das Bild vervollständigt, nachdem der amerikanische Präsident seine Ansichten zum Thema Totalüberwachung der Welt durch die sechzehn Geheimdienste der USA verkündet hat.

Genau besehen, ist der Friedensnobelpreisträger inzwischen an die Speerspitze des militärischen/industriellen Komplexes der USA gerückt, vor welchem Präsident Eisenhower in seiner berühmt gewordenen Abschiedsrede im Januar 1961 vorausschauend gewarnt hatte.
Für die große Schar der Obama-Sympathisanten in Deutschland ist dies eine herbe Enttäuschung. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass einer Enttäuschung stets eine Täuschung vorausgeht. Diese Täuschung bestand in der reichlich naiven Einschätzung, Obama sei ein Friedensengel, der den pragmatischen Machtinstinkt und Geschäftssinn der Amerikaner zu Lasten idealistischer Vorstellungen fahren lassen würde.

Aber schon der weltweite Drohnenkrieg ohne rechtliche Legitimation ließ heftige Kratzer am Image des Mannes hervortreten, der mit dem Slogans „Change, we can believe in!“ und „yes we can“ viele Menschen im Wahlkampf betört hatte.
Mit seinem Hinweis, China und Russland würden ja ebenfalls ihre Geheimdienstaktivitäten nicht offenlegen oder gar einschränken, brüskiert Obama all jene, die gemeint hatten, es wehe nicht nur verbal sondern auch faktisch ein neuer Wind im Weißen Haus.

Nach dem Süßholzgeraspel des George W. Bush, der Amerika als von Gott erwählte, gloriose Bringerin von Freiheit und Demokratie in der Welt sah und darzustellen versuche, ist immerhin ein nüchterner Ton der unerträglichen exzeptionellen Rabulistik gefolgt.

Freilich orientiert sich Obama damit nicht mehr an Idealen wie Rechtstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Liberalität sondern an der faktischen und historischen Machtpraxis anderer großer Länder.
Bis auf die Knochen blamiert ist unterdessen Bundeskanzlerin Merkel, die Trägerin der Freiheitsmedaille des US-Präsidenten. Sie und ihre Claqueure Friedrich und Pofalla wurden von Obama regelrecht vorgeführt, indem auch ihr Handy überwacht wurde.

Kaum trösten wird sie der Umstand, dass Obama in seiner Großzügigkeit auf ein fortgesetztes Abhören ihrer Kommunikation verzichten möchte. Der Rest der Republik darf auf soviel Güte indes nicht mehr hoffen.

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  • Soviel zum Thema Merkel und mächtigste Frau der Welt.

  • Sollte "man" nicht mal so langsam über angemessene Reaktionen nachdenken?
    Unseren Bruder, Freunde kann man sich ja aussuchen, kräftig gegen das Schienbein treten!
    Gegenspionage, ggf. mit russischer Hilfe, wegen der Ausgewogenheit, aufbauen. Immobilien neben US-Horchposten
    an chinesische Firmen verpachten. Kein Freihandelsabkommen, Gold sofort zurück, usw. usf.
    Bleiben immer noch genug Pfeile im Köcher, für alle Fälle, wenn die Brüder begriffsstutzig sein sollten.
    Unsere nationalen Interessen vetreten, nicht die von
    Schleimern.
    Im Übrigen: Rechtzeitige Absetzbewegungen (vor dem Desaster und von seinen Verursachern) wurden in der Geschichte meist vom Schlimmsten verschont.
    Imre

  • Amerikaner und Briten, Russen und Chinesen und wahrscheinlich auch Israelis und Franzosen spionieren. Es ist keine naïve Vorstellung mehr, es ist unsaeglicher Schwachsinn, sich mittels Vertraegen gegen Spionage wehren zu wollen. Seit Maastricht sind Vertraege sowieso nichts mehr wert. Wollte Frau Merkel mit Russen und Chinesen aehnlich wertlose Vertraege schliessen?

    Eigentlich muessen wir Obama dankbar sein, dass er uns auf die richtige Spur bringt. Nur technische Hochruestung bei der Abwehr bietet einen gewissen Schutz.

    Fuer uns Buerger ist viel wichtiger den Spionen aus der eigenen Regierung gewaltig auf die Finger zu klopfen. Kein Bankgeheimnis mehr, Bundestrojaner, Spionage bei den Banken der Nachbarlaender, Vorratsdatenspeicherung usw.

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