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04.01.2008 
Steigende Notierung

Anleger flüchten in Edelmetalle

von Dieter Claassen und Regine Palm

Die Flucht der Anleger ins Gold hält ungebremst an. Das Edelmetall setzte seinen Anstieg am Donnerstag fort und notierte bei bis zu 867 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Erst am Mittwoch hatte Gold sein aus dem Jahr 1980 stammendes Allzeithoch von 850 Dollar überboten. Das nächste Preisziel liegt bei 900 Dollar.

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Die Edelmetallpreise steigen: Gold profitiert von seinem Status als Zufluchtsort in Krisenzeiten.

LONDON / DÜSSELDORF. Experten rechnen mit weiter steigenden Notierungen. "Es ist die Flucht in den sicheren Hafen", sagt Thorsten Proettel von der Landesbank Baden-Württemberg. In den vergangenen Monaten hätten Investoren Gelder umgeschichtet, um sich gegen den schwächeren US-Dollar abzusichern. Nun investierten verstärkt auch Aktienanleger in Gold. Die Aktienkurse haben in den ersten zwei Handelstagen 2008 weltweit kräftig verloren. Dies erklärt auch, dass die Preisentwicklung bei den Edelmetallen dieses Mal nahezu losgelöst von der Währungsseite erfolgt ist. Laut Kevin Norrish von Barclays Capital ist die Anlage in Gold durch die noch relativ neuen Exchange Traded Funds (ETF) leichter geworden. Durch diese börsennotierten Fonds, die mit Gold hinterlegt werden, können Anleger indirekt von den Preissteigerungen profitieren.


Bildergalerie Bildergalerie: Was den Goldpreis treibt


Gold profitiert wieder einmal von seinem Status als Zufluchtsort in Krisenzeiten, meint auch John Reade, Metallstratege der UBS in London. Denn die Käufer würden gleich durch eine ganze Reihe von Faktoren verängstigt. "Wachsende Inflationsbefürchtungen, der sinkende Dollar und die Gefahr für die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte stehen im Vordergrund", so Reade. Nach seinen Beobachtungen waren Hedge- und Pensionsfonds besonders aktiv dabei, sich durch eine Flucht ins Gold vor weiteren Verlusten beim Dollar und vor dem wachsenden Inflationsrisiko zu schützen. Die Inflationssorgen werden vor allem durch rekordhohe Rohölpreise angeheizt; erstmals kostete US-Leichtöl über 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Zwischen Gold und Öl besteht eine "positive Korrelation", unterstreicht Proettel. Gold bleibe als Inflationsschutz attraktiv.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Rasante Preissteigerungen auch bei Platin

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