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07.08.2006 
Hertie-Stiftung

Anleger sollen Banken-Tipps nicht vertrauen

Klein- und Privatanleger sollten ihr Geld nach Einschätzung der Hertie-Stiftung nicht auf Grund der Empfehlungen von Banken und Analysten anlegen.

HB DÜSSELDORF. Diese Ansicht vertrat der Geschäftsführer der Hertie-Stiftung, Holger Benke, in einem Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“. „Wer eine Münze wirft und danach handelt, verdient im Zweifel mehr“, sagte Benke, der ein Vermögen von 900 Millionen Euro verwaltet.


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Zugleich warf der Stiftungsgeschäftsführer Banken und Analysten vor, zu zögerlich zu sein. „Ihnen fehlt es an Mut oder Vorstellungskraft, starke Kursbewegungen vorherzusagen.“ Für 2005 hätten die Experten zum Beispiel durchschnittlich knapp sieben Prozent Plus im Dax prognostiziert. Tatsächlich habe der Dax aber 27 Prozent zugelegt.

Benke hat nach eigenen Angaben 416 Dax-Prognosen und 425 Vorhersagen zur Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von rund 30 Banken untersucht und dabei festgestellt, dass fast alle Analysen daneben lagen. „In welchem Ausmaß der Dax steigen oder fallen wird, hat kaum ein Analyst auch nur annähernd richtig vorhergesagt. Zwei Drittel der Prognosen erkannten aber den Trend, die Richtung, in die der Dax bis Jahresende gehen würde“, zitierte die „Wirtschaftswoche“ Benke.


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