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09.04.2008 
Wachstum in den Schwellenländern

Anlegermesse Invest nutzt Rohstoffboom

von Martin Buchenau

Investitionschancen in Unternehmen der Rohstoffbranche und Infrastruktur wird einer der thematischen Schwerpunkte der Anlegermesse Invest in Stuttgart sein. Angesichts der steigenden Rohstoffpreise und dem Wachstum in den Schwellenländern das richtige Thema zur richtigen Zeit.

STUTTGART. „Wir sind erst in der Mitte des Zyklus. Die Rohstoffpreise werden in den kommenden fünf bis zehn Jahren noch weiter ansteigen“, sagt Dirk Heß, Rohstoffexperte von Goldman Sachs.

Die Rohstoffpreise seien hoch nicht weil sie zur Neige gehen, sondern weil es weltweit zu wenig Infrastruktur für die Förderung gebe. Derzeit entspricht die Nachfrage bei vielen wichtigen Rohstoffen der Förderung, so dass ein künstliche Knappheit entsteht. In der Vergangenheit hätten die Unternehmen beispielsweise in Großanlagen wie Raffinerien erst investiert, wenn die Preise anhaltend hoch bleiben. Dieser Punkt sei erreicht, was an den langfristigen Terminkontrakten für Rohstoffe ablesbar sei.

In der Vergangenheit dauerten solche Investitionsphasen rund 15 Jahre. „Derzeit befinden wir uns in der Mitte des Zyklus“, sagt Heß. Die aktuelle Investitionsphase hätte schwach begonnen und vor dem Hintergrund der historisch starken Nachfrage aus den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) rechnet Heß damit, dass der Zyklus auch atypisch länger dauern wird. Der Rohstoffexperte erwartet daher, dass die Anleger in den nächsten Jahren gute Renditen bei Rohstoff-Anlagen erzielen können.

Und nicht nur das: Heß geht davon aus, dass die Megatrends – Wachstum in den Schwellenländern und anhaltende Nachfrage nach Rohstoffen – Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen, Umweltschutz und alternative Energien nach sich ziehen.

Auf der Invest werden zu dem Thema weit über 50 Vorträge zu hören sein. Messechef Ulrich Kromer erwartet auf der Anlegermesse, die das Platzen der Internetblase zu Beginn des Jahrzehnts inzwischen gut überstanden hat, wieder rund 15 000 Besucher, davon ein Drittel professionelle Anleger.

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