Auf Basis von über 100 000 ausgewerteten Depots hat Beck eine weitere verblüffende Beobachtung gemacht. „Rohstoffe spielen in der Allokation deutscher Anleger eine kaum messbare Rolle“, sagt Beck. Lediglich manche professionelle Vermögensverwalter deckten den Bereich über einen Rohstoff-Aktienfonds ab.
Auch global sind Rohstoffengagements trotz der öffentlichen Diskussion um knappe Ressourcen und den steigenden Ölpreis noch ein Nischenthema. Insgesamt hatten Anleger weltweit zum Jahresende 2006 lediglich rund 75 Milliarden Euro direkt in Rohstoffindizes investiert. Zum Vergleich: Der Börsenwert des Softwarekonzerns Microsoft ist dreimal so hoch.
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Die Rohstoffhausse ist Teil einer historisch einmaligen und den gesamten Globus umspannenden Veränderung: der Globalisierung im 21. Jahrhundert. Sie lässt den internationalen Handel explodieren und sorgt vor allem in den Emerging Markets für einen Wohlstandsschub. Das Wachstum erfordert einen rasant steigenden Ressourcenverbrauch. Fast unentdeckt starteten die Rohstoffe ihren Aufschwung zu Beginn des Millenniums – nach zwei Jahrzehnten Talfahrt.
Der Trend ist seit sechs Jahren intakt und nach Ansicht von Experten noch lange nicht beendet. In den vergangenen zwei Jahrhunderten gab es mehrere Phasen stark steigender Rohstoffpreise. Sie dauerten stets zwischen 15 und 23 Jahre. Historisch betrachtet sind Rohstoffe günstig. Der mit dem Wachstum von Wirtschaft und Wohlstand untrennbar verbundene Anstieg des Energieverbrauchs sorgt für eine Verkettung von zwei globalen Megatrends: Rohstoffe und Klimawandel sind zwei Seiten einer Medaille. Die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen wie Öl und Kohle hat die Klimadebatte erst richtig angeheizt.
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