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02.07.2007 

Selbst in den USA, die das Problem bislang weitgehend ignoriert hat, rührt sich das grüne Gewissen. An der Schnittstelle zwischen Ökonomie und Umweltschutz ist Amerika längst Vorreiter: In Chicago entstand die erste Klimabörse. Auch mehrere Bundesstaaten gehen neue Wege. Arnold Schwarzenegger drückt besonders auf das Tempo. Der einstige Hollywood-Star verfolgt als kalifornischer Gouverneur eine visionäre Politik. Seine Marschrichtung als Umwelt-Terminator: Je schneller man die Kräfte bündele, umso rascher könne man China und Indien zeigen, dass Klimaschutz und ökonomische Verantwortung kombinierbar seien.


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„Den Risiken des Klimawandels stehen auch entsprechende Chancen gegenüber“, sagt Richard Sandor, Gründer der Chicago Climate Exchange. Yvo de Boer, Leiter des UN-Klimasekretariats, ergänzt: „Allein für die Entwicklungsländer sehen wir ein Potenzial an Investitionen in den Klimaschutz von 100 Milliarden Dollar pro Jahr.“

Anleger müssen offensiv mit dem Thema umgehen, denn es gibt Profiteure. Unter den großen Finanzhäusern hat die Deutsche Bank Gewinner und Verlierer herausgefiltert. Analyst Eric Heymann zählt zu den Gewinnern die Pioniere, die schnell auf Veränderungen in der Klimadiskussion, entsprechende Vorschriften und steigende Energiepreise reagieren. Beispielsweise Biotreibstoffe, Wind- und Solarenergie, Gezeitenkraftwerke und Geothermie. Auch der Maschinenbau, die Elektrotechnik und die Bauwirtschaft sind dabei.

Durch Verknüpfung von Rohstoff- und Klimathema schaukeln sich Energie- und Agrarpreise gegenseitig hoch. Sollen wir unsere Energieträger nun also essen oder mit ihnen Auto fahren? Mexikaner gingen bereits wegen steigender Tortillapreise auf die Straße. Tortillas werden aus Mais hergestellt. Mexiko exportiert steigende Mengen an Mais in das Nachbarland USA – zur Produktion von Biosprit. Deshalb steigt der Maispreis. Die Zeiten niedriger Energiekosten scheinen endgültig vorbei zu sein. Selbst bei einem Ölpreis von fast 70 Dollar je Barrel (159 Liter) dürfte nicht Schluss sein. Faber glaubt: „Wir würden auch 1 000 Dollar zahlen, wenn wir das müssten.“


Lesen Sie auch in diesem Special:

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